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Moon Milk selber machen

Von Beeke Hedder
Aktualisiert am 27. Apr. 2020
Moon Milk selber machen

Vor zwei Jahren wurde die goldene Milch noch gehypt, jetzt wurde sie von der Moon Milk vom Thron gestoßen: Was die neue Gewürz-Milch so besonders macht und wie man sie ganz einfach selber machen kann, erfahren Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Moon Milk?
  2. Welche Zutaten gehören in die Moon Milk?
    1. Milch
    2. Gewürze
    3. Ashwagandha
    4. Honig
    5. Lavendelblüten
  3. Moon Milk selber machen – das sind die Vorteile
    1. Die Qualität entscheidet
    2. Die persönliche Lieblingszutat
    3. Die Hauptzutat ist austauschbar
  4. Auf was ist bei der Zubereitung von Moon Milk zu achten?
  5. Wissen zum Mitnehmen

Unruhige Nächte und Einschlafprobleme – wer kennt sie nicht? Über 30 Prozent der deutschen Beschäftigten sind gestresst, erschöpft und ausgebrannt (1). Die würzige Moon Milk soll gegensteuern können: Schlaffördernde und beruhigende Inhaltsstoffe machen das Trend-Getränk zum gesunden Helfer bei Stress und Schlafproblemen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Moon Milk schnell und einfach selber machen. Probieren Sie es aus!

Was ist Moon Milk?

Um ins Land der Träume zu finden, haben wir im Kindesalter schon eine warme Milch mit Honig bekommen. Auf die schlaffördernde Wirkung der Milch baut auch die trendige ayurvedische Version, die Moon Milk. Denn nichts anderes ist hier die Hauptzutat, und das aus gutem Grund: Die Kuhmilch kann aufgrund einer enthaltenen Aminosäure die Produktion von Schlafhormonen im Körper unterstützen. Hinzu kommen entspannende Gewürze sowie die sogenannten Adaptogene, zum Beispiel Ashwagandha, mit deren Hilfe wir Stress im Alltag besser wegstecken können. 

Obwohl tierische Produkte im Ayurveda eher selten anzutreffen sind, nimmt die Kuhmilch eine besondere Rolle ein. Sie kann eine beruhigende Wirkung auf den Organismus haben und den Appetit anregen. Einzige Bedingung: Die Milch sollte nach Ayurveda warm serviert werden, um sie so verträglicher zu machen.

Merke!
Die Moon Milk besteht größtenteils aus Kuhmilch, die eine schlaffördernde Wirkung haben kann. Beruhigende Gewürze und stresslindernde Adaptogene geben der Moon Milk den Feinschliff.

Welche Zutaten gehören in die Moon Milk?

Milch

Wie der Name Moon Milk, zu deutsch "Mond-Milch" schon vermuten lässt, ist die Kuhmilch als Hauptzutat nicht wegzudenken. Sie enthält die Aminosäure Tryptophan, die der Körper nicht selbst herstellen kann und somit über die Nahrung zugeführt werden muss. Tryptophan wird in die Botenstoffe Serotonin und Melatonin umgewandelt – auch bekannt als das Glückshormon und das Schlafhormon.

Das Melatonin ist als Schlafhormon der Grund, weshalb es sich lohnt, Moon Milk selber zu machen: Probleme mit dem Einschlafen gehören nach einer warmen Tasse Milch mit Gewürzen der Vergangenheit an. 

Veganer und Menschen, die aus anderen Gründen auf Kuhmilch verzichten, können den Schlummertrunk aber dennoch in vollen Zügen genießen! Denn die Moon Milk kann auch mit Haferdrink oder Cashewdrink die gewünschte Wirkung zeigen. Die pflanzlichen Alternativen enthalten zwar weniger, aber immerhin einen nennenswerten Anteil der Aminosäure Tryptophan.

Gewürze

Sowohl geschmacklich als auch für die Gesamtwirkung machen Gewürze in der selbst gemachten Moon Milk viel aus. Im Falle unserer Moon Milk sind es Zimt und Kurkuma, die beruhigend wirken und das Heißgetränk aromatisieren.

Kurkuma ist ein wahrer Alleskönner: Die typisch orange-gelbe Wurzel kommt in pulverisierter Form in den Becher und kann Entzündungen hemmen, die Verdauung fördern und zu guter Letzt die Nerven beruhigen. Auch Zimt tut der Verdauung gut und hat dank seiner ätherischen Öle eine entspannende Wirkung.

Wer Moon Milk schon selber macht, kann dieser natürlich nach Lust und Laune mit vielen weiteren Gewürzen ein angenehmes Aroma verpassen. Wie wäre es zum Beispiel mit der beliebten Kombi aus Zimt und Kardamom? Auch Nelken, Safran und Ingwer passen super in das wärmende Würzgetränk.

Ashwagandha

Die Schlafbeere, auch als das ayurvedische Gewürz Ashwagandha bekannt, rundet die Wirkung der Moon Milk ab. Das Pulver zählt zu den sogenannten Adaptogenen, die in der Alternativmedizin unter anderem für einen besseren Umgang mit Stress eingesetzt werden. Die besondere Wirkung der Schlafbeere verrät aber schon ihr Name: Sie hilft bei Schlafstörungen, Nervosität und innerer Unruhe.

Honig

Für die wohlige Süße im Gute-Nacht-Drink ist mit etwas Honig gesorgt. Dieser ist zwar für die Wirksamkeit nicht entscheidend, punktet aber in Sachen Geschmack und bringt einen Anteil wichtiger Antioxidantien mit ein, welche die Körperzellen vor Schädigungen schützen. 

Lesen Sie auch: Darum ist Honig gesund

Wird die Moon Milk mit Hafer- oder Cashewdrink selber gemacht, ist je nach Geschmack vielleicht auch gar kein Süßungsmittel notwendig. Und für Veganer gilt: Wer den Honig ersetzen möchte, kann ganz einfach auf Agavendicksaft, Ahornsirup oder Reisessig zurückgreifen.

Lavendelblüten

Kommen wir nun zu unserer Lieblingszutat: Herrlich duftende Lavendelblüten! Schon ihr Anblick macht irgendwie zufrieden. Und ihre inneren Werte können noch mehr, denn Lavendelblüten enthalten das ätherische Lavendelöl, dessen Hauptbestandteile Linalool und Linalylacetat einen positiven Einfluss auf den Schlaf und die Psyche haben (2). Perfekt also für die selbstgemachte Moon Milk.

Merke!
Kuhmilch ist der Hauptbestandteil der Moon Milk und bringt durch das enthaltene Tryptophan eine schlaffördernde Wirkung ins Spiel. Verschiedene Gewürze, das Adaptogen Ashwagandha, Honig und Lavendelblüten runden das Getränk ab.

Moon Milk selber machen – das sind die Vorteile

Die Qualität entscheidet

Das Gute an selbst gemachter Moon Milk ist, dass sich jeder die Zutaten selbst aussuchen kann. Das bedeutet: Wir können die Qualität der einzelnen Ingredienzien selbst wählen und greifen zum Beispiel lieber zum hochwertigen Ceylon-Zimt und nicht zum Cassia-Zimt, der oftmals einen hohen Cumarin-Anteil mit sich bringt.

Die persönliche Lieblingszutat

Während für den einen Lavendel die ultimative Wohlfühl-Zutat ist, kommt der andere mit Kakao gut in die Nacht: Die Lieblingszutat on top ist frei variabel und sorgt für den besten Entspannungseffekt. Neben Lavendel und Kakao können das auch Beeren sein, die frische Farbe in die Moon Milk bringen.

Die Hauptzutat ist austauschbar

Zur Kuhmilch als Hauptzutat gibt es gute Alternativen, die nicht nur den Menschen mit einer pflanzlichen Ernährungsweise oder mit einer Laktoseintoleranz vorbehalten ist. Mandel-, Hafer- und Cashewdrink können ebenfalls mit einer kleinen Menge Tryptophan überzeugen und kommen daher auch für die Moon Milk in Frage. Probieren Sie sich durch die Möglichkeiten und finden Sie Ihren ganz persönlichen Favoriten!

Merke!
Die Qualität der einzelnen Zutaten ist wichtig und jeder kann die Auswahl selbst entscheiden. Sowohl die Lieblingszutat wie Lavendel als auch Milch als Hauptzutat ist austausch- und individuell anpassbar.

Auf was ist bei der Zubereitung von Moon Milk zu achten?

  • Beim Honig ist Vorsicht geboten: Wenn die feine Süße ins Getränk kommt, sollte die Milch nicht mehr kochen. So können Sie verhindern, dass noch im Honig vorhandene Nährstoffe zerstört werden.
  • Anders sieht es bei den Gewürzen aus – kochen Sie diese gerne mit der Milch! Das Aroma geht dadurch in die Milch über und verstärkt den Geschmack.
  • Damit auch die Optik stimmt, können Sie als krönenden Abschluss einen schönen Milchschaum zaubern. Wenn Sie keinen Hand-Milchaufschäumer haben, macht es auch ein einfacher, kleiner Schneebesen.

Merke!
Honig sollte erst nach dem Kochen in der Moon Milk landen. Gewürze dürfen dennoch gerne mitkochen, um ein besonders gutes Aroma zu erzeugen. Einen hübschen Abschluss schaffen Sie durch einen schönen Milchschaum.

Wissen zum Mitnehmen

Was früher die warme Milch mit Honig war, ist jetzt die selbst gemachte Moon Milk: Ihre schlaffördernde Wirkung macht sie zum neuen Lieblingsgetränk am Abend. Neben der Kuhmilch gehören verschiedene Gewürze wie Zimt und Kurkuma, Ashwagandha, Honig und Lavendel in den Drink.

Wirksam wird die Moon Milk vor allem durch das Tryptophan aus der Milch, das im Körper zum Schlafhormon Melatonin umgewandelt wird. Unterstützt wird dieser Effekt von den beruhigenden Gewürzen Zimt, Kurkuma und Ashwagandha sowie von den ätherischen Ölen aus dem Lavendel.

In den Gute-Nacht-Drink sollten Zutaten mit hoher Qualität ihren Platz finden, beispielsweise Ceylon-Zimt und Bio-Weidemilch. Wer Moon Milk selber macht, kann sie außerdem gut abwandeln: Hafer- und Cashewdrink können die Kuhmilch ersetzen und das Topping kann eine selbst gewählte Zutat sein, zum Beispiel Kakaopulver oder frische Beeren.

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