Grüne Bohnen

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 25. Mai. 2020

Grüne Bohnen gehören zu den vielen leckeren Gemüsesorten, die erst im Frühsommer frisch zu haben sind. Dann zuzugreifen, lohnt sich unbedingt, denn ob klein oder groß: Grüne Bohnen haben einiges zu bieten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik für grüne Bohnen
  2. Das sollten Sie über grüne Bohnen wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Grüne-Bohnen-Rezepte
  4. Wie gesund sind eigentlich grüne Bohnen?
  5. Grüne Bohnen - gut zu wissen
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für grünen Bohnen

Infografik für grüne Bohnen

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Grüne Bohnen ...

  • ...bringen Ballaststoffe: Da grüne Bohnen zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, ist ihr Anteil an Nährstoffen relativ gesehen eher klein. Trotzdem enthält eine Portion von 200 Gramm immerhin 6 Gramm Ballaststoffe, also 20 Prozent der täglich empfohlenen Menge von 30 Gramm.
  • ...liefern Vitamin C: Zugegeben, es gibt Gemüsesorten mit deutlich mehr Vitamin C. Trotzdem haben auch grüne Bohnen mit 20 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm durchaus beachtliche Mengen zu bieten. Immerhin deckt man mit einer 200-Gramm-Portion bereits 40 Prozent des Tagessolls!
  • ...tun Schwangeren gut: Grüne Bohnen gehören zu den Gemüsesorten, die werdende und auch stillende Mütter ruhig öfter essen sollten: Sie enthalten relativ viel Folsäure, die das Ungeborene vor Fehlbildungen schützt und bei Säuglingen die gesunde Entwicklung fördert.
  • ...liefern B-Vitamine: In grünen Bohnen finden sich bis auf Vitamin B12 sämtliche Vitamine der B-Gruppe in nennenswerten Mengen. Besonders hoch ist der Gehalt an Riboflavin (B2), das für den Glukose- und den Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von grünen Bohnen gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...sind roh giftig: Rohe grüne Bohnen schmecken nicht – zum Glück, denn sie enthalten den giftigen Eiweißstoff Phasin. Er wird erst durch Kochen zerstört; darum sollten grüne Bohnen grundsätzlich etwa 8 Minuten gegart werden. Das Kochwasser auch besser wegschütten und nicht weiter verwenden!

Das sollten Sie über grüne Bohnen wissen

Grüne Bohnen, auch Busch- oder Stangenbohnen genannt, sind die feinste der über 100 Sorten starken Bohnen-Familie. Aus heimischer Ernte bekommt man sie bei uns nur im Sommer. Außerhalb der Saison kommen grüne Bohnen dann aus dem Treibhaus oder aus Afrika, Südamerika und anderen Ländern.

In jedem Fall gilt für Bohnenfans die Devise: je jünger, desto zarter und desto leckerer. Am beliebtesten sind darum früh geerntete, besonders kleine Sorten wie Prinzessbohnen, Keniabohnen und Haricot verts. Aber auch die kräftigen und dickfleischigen Brechbohnen,  die erst später im Jahr geerntet werden, haben ihren Reiz.

Allen grünen Bohnen gemeinsam ist ihre botanische Herkunft. Wie die zahlreichen getrockneten Bohnenarten gehören sie zu den Hülsenfrüchten. Hauptunterschied zwischen grünen Bohnen, egal welcher Sorte, und Trockenbohnen: Die eigentlichen Bohnen stecken noch in der zarten und essbaren Hülse, die man im unreifen Stadium erntet.

Übrigens: Die meisten modernen Sorten von grünen Bohnen haben im Gegensatz zu früher keine störenden Fäden mehr.

Herkunft

Ursprüngliche Heimat aller grünen Bohnen (und die von Bohnen generell) ist Mittel- und Südamerika.

Saison

Frische grüne Bohnen erntet man in Deutschland ab Mai und bis etwa Ende September.

Geschmack

Bohnen schmecken leicht herzhaft, dabei aber trotzdem mild.

Unsere liebsten Grüne-Bohnen-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Grüne-Bohnen-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich grüne Bohnen?

Wie die meisten Gemüsesorten enthalten auch grüne Bohnen fast kein Fett und kaum Kalorien. An sanft entwässerndem Kalium und anderen Mineralstoffen sind sie dafür umso reicher. Vor allem Magnesium, Zink, Fluor und Selen machen grüne Bohnen zu einem gesunden Kraftpaket. Bemerkenswert ist speziell der Gehalt an B-Vitaminen: In grünen Bohnen finden sich bis auf Vitamin B12 sämtliche Vitamine der B-Gruppe in nennenswerten Mengen. Besonders hoch ist der Gehalt an Riboflavin (B2), das für den Glukose- und den Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Grüne Bohnen gehören zu den besten Schlankmachern im Sommer.

Besonders Diabetiker und Menschen mit Herzproblemen dürfen bei grünen Bohnen gern öfter zugreifen. Wissenschaftler konnten in einer Studienreihe nachweisen, dass sich durch grüne Bohnen der Blutfett- und Blutzuckerspiegel erheblich senken lässt (1).

Mit rund 19 Milligramm pro 100 Gramm liegen grüne Bohnen außerdem beim Vitamin-C-Gehalt im oberen Mittelfeld. Eine Portion von 200 Gramm deckt immerhin schon rund 40 Prozent unseres durchschnittlichen Tagesbedarfs. Weil grüne Bohnen reichlich Folsäure enthalten, sollten werdende Mütter sie ruhig häufiger essen. Das Vitamin verhindert Forschungen zufolge Fehlbildungen beim Ungeborenen (2).

Grüne Bohnen enthalten einen giftigen Stoff, das sogenannte Phasin, der das Blut zum Verklumpen bringt und nur durch Kochen unschädlich gemacht wird. Grüne Bohnen daher etwa 8 Minuten garen und das Kochwasser wegschütten. Selbst wenn Sie Gemüse sonst am liebsten sehr knackig mögen, sollten Sie sogar die feinen Haricots verts und die dünnen Keniaböhnchen 5 bis 7 Minuten kochen. Das gilt besonders, wenn Sie für Kinder oder empfindliche ältere Menschen kochen oder häufig Bohnen auf den Tisch bringen.

Nährwerte von Grünen Bohnen pro 100 Gramm  
Kalorien 33
Eiweiß 2,4 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 5 g
Ballaststoffe 2 g

Einkaufs- und Küchentipps für grüne Bohnen

Einkauf

Die Frische von grünen Bohnen zu erkennen ist kinderleicht: Wenn sie eine satte grüne Farbe haben und leicht glänzen, sind sie perfekt!

Lagerung

Grüne Bohnen bleiben im Kühlschrank 2 bis 3 Tage frisch.

Vorbereitung

Grüne Bohnen kurz in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Dann bündelweise aufs Arbeitsbrett legen und die Enden mit einem scharfen Messer entfernen. Das Abfädeln an den Nahtstellen ist heutzutage meist nicht mehr nötig, denn die Neuzüchtungen sind überwiegend fadenfrei. Ansonsten einfach mit dem Messer abziehen.

Zubereitungstipps für grünen Bohnen

Wie schon erwähnt: Grüne Bohnen müssen immer gekocht werden, denn sie enthalten im Rohzustand den giftigen Eiweißstoff Phasin. Um ihn unschädlich zu machen, sind 8 Minuten Kochen in Salzwasser das Minimum. Ansonsten hilft die Quietschprobe dabei, herauszufinden, ob grüne Bohnen gar sind: Gibt eine Probe-Bohne beim Hineinbeißen einen quietschenden Ton von sich, muss das Gemüse noch 1 bis 2 Minuten länger kochen.

Wer die grüne Farbe gut erhalten möchte, schreckt die Bohnen direkt nach dem Abgießen mit kaltem, mit Eiswürfeln gemischtem Wasser ab und lässt sie danach gut abtropfen. Anschließend eventuell kurz in Butter andünsten und warm servieren oder kalt für Salat verwenden.

Besonders köstlich schmecken grüne Bohnen, wenn man frisches Bohnenkraut mitkocht. Es soll nur Geschmack geben, man nimmt es zum Schluss heraus und wirft es weg. Andere Kräuter wie Petersilie, Estragon oder Thymian passen ebenfalls perfekt zu Bohnen – einfach hacken und direkt vor dem Servieren untermischen.

(koe)

 
kurze Beschreibung, sehr informativ, Fragen an das Internet beantwortet, SUPER
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