Spitzkohl

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 22. Jun. 2020
Spitzkohl - der König der Kohlsorten
Spitzkohl - der König der Kohlsorten

Spitzkohl ist zwar verwandt mit dem Weißkohl, doch sein zarter, leicht süßlicher Geschmack bringt in viele Rezepte eine ganz besondere Note – und super gesund ist er auch noch!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Spitzkohl wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Spitzkohl-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Spitzkohl?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Spitzkohl
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Spitzkohl
  6. Wissen zum Mitnehmen
  7. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Kann man Spitzkohl einfrieren?
    2. Welche Gewürze passen zu Spitzkohl?
    3. Wieso sollte man Spitzkohl nicht aufwärmen?

Spitzkohl...

  • ...unterstützt das Immunsystem: Für die Abwehrkräfte tun nicht nur die Ballaststoffe im Spitzkohl ein gutes Werk; auch der hohe Gehalt an Vitamin C (etwa 47 Milligramm pro 100 Gramm) hilft kräftig mit. Bereits 200 Gramm Spitzkohl liefern fast den gesamten durchschnittlichen Tagesbedarf an Vitamin C.
  • ...beugt Erkältung vor: Eine weitere effiziente Stärkung fürs Immunsystem steckt besonders reichlich im Spitzkohl: Rund 224 Mikrogramm Zink je 100 Gramm machen das Gemüse zu einer wirksamen Abwehrwaffe, wenn sich eine Erkältung anbahnt.
  • ...hält die Verdauung fit: Die Ballaststoffe in Spitzkohl bringen den Darm auf sanfte Weise in Schwung und sorgen für eine gut funktionierende Verdauung.
  • ...kann beim Abnehmen helfen: Mit Spitzkohl können Figurbewusste kaum etwas falsch machen: Diese zarte Weißkohl-Variante füllt den Magen und punktet mit wichtigen Nährstoffen bei nur wenig Kalorien. Außerdem enthält er reichlich Ballaststoffe. Perfekt für alle also, die abnehmen möchten!
  • ...enthält wertvolle Pflanzenstoffe: In Spitzkohl trifft sich eine geballte Ladung sekundärer Pflanzenstoffe wie Bioflavonoide, Chlorophyll, Indole und Phenole. Sie alle sorgen dafür, dass freie Radikale unsere Körperzellen weniger leicht schädigen können, und beugen vorzeitigen Alterungsprozessen vor.
  • ...schützt Magen und Darm: Spitzkohl kann aber noch mehr für unsere Verdauungsorgane tun: Er enthält den Eiweißbaustein Methylmethionin, der Studien zufolge Magen- und Darmgeschwüren vorbeugen kann.
  • ...ist gut bekömmlich: Anders als Weiß- oder auch Rotkohl hat der Spitzkohl eine feine, fast zarte Struktur. Das macht ihn relativ leicht verdaulich.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Spitzkohl gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Das sollten Sie über Spitzkohl wissen

Er gilt als Krone der Kohl-Schöpfung, denn Spitzkohl zeichnet sich durch höchsten Wohlgeschmack aus. Der Name ist hier Programm, denn diese feine Sorte ist zwar direkt verwandt mit dem Weißkohl, hat aber buchstäblich ihren eigenen Kopf, der eher klein bleibt und nach oben hin spitz zuläuft. Die einzelnen Blätter liegen locker übereinander und der Kohlkopf ist nicht so schwer wie der übliche Weißkohl.

In Baden-Württemberg kennt und liebt man vor allem das Filder-Spitzkraut: Diese größer gewachsene Variante des Spitzkohls wird in der Region um Fildern bei Stuttgart seit Jahrhunderten für die Verarbeitung zu Sauerkraut bevorzugt. Weil es immer seltener angebaut wird, gehört es zu den Passagieren der Arche für aussterbende Lebensmittel von Slow Food Deutschland.

Herkunft

So ganz sicher sind sich selbst Botaniker nicht, wo der Spitzkohl zum allerersten Mal aufgetaucht ist – seine ursprüngliche Heimat vermutet man aber in China.

Saison

Spitzkohl gibt es beinahe das ganze Jahr über. Im Frühjahr und Frühsommer sind die Köpfe kleiner und die Blätter zarter als im Herbst und Winter. Von Mai bis Dezember kommt Spitzkohl aus heimischer Ernte und ab April ist dann der besonders zarte frühe Spitzkohl aus Frankreich auf dem Markt.

Geschmack

Aus gutem Grund nennt man den Spitzkohl auch Butterkohl, denn sein Kohlaroma gibt sich dezent und fein. Er schmeckt ein bisschen nach Wirsing, ein bisschen nach Blumenkohl und ganz leicht nussig.

Unsere liebsten Spitzkohl-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Spitzkohl-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Spitzkohl?

Wie alle Kohlsorten gehört Spitzkohl zur absoluten Spitze in Sachen Vitaminen: Er enthält so viel Ascorbigen (eine Vorstufe von Vitamin C), dass eine Portion Spitzkohl locker den durchschnittlichen Tagesbedarf von etwa 100 Milligramm deckt. Figurbewusste Spitzkohlfans dürfen sich über einen ausgesprochen niedrigen Kalorien- und Fettgehalt freuen. Und Leute mit empfindlichem Magen schätzen an Spitzkohl nicht zuletzt, dass er zu den besonders leicht verdaulichen Kohlsorten zählt.

Nährwerte von Spitzkohl pro 100 Gramm  
Kalorien 20
Eiweiß 2,1 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 2,7 g
Ballaststoffe 2,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Spitzkohl

Einkauf

Achten Sie beim Einkauf unbedingt darauf, dass der kegelförmige Kohlkopf grüne, knackige Blätter hat und sich schön fest anfühlt. Gelbliche Verfärbungen an den Blättern sind ein Zeichen, dass Spitzkohl schon zu lange lagert.

Lagerung

Verbrauchen Sie frischen Spitzkohl so schnell wie möglich, denn wegen seiner zarten Struktur ist er nur 2-3 Tage haltbar. Zum Aufbewahren wickeln Sie den Kopf am besten wie frischen Spargel in ein feuchtes Küchentuch und geben ihn ins Gemüsefach des Kühlschranks.

Vorbereitung

Lösen Sie die äußeren Blätter vorsichtig und spülen Sie dann den Spitzkohl kurz ab. Dann halbieren oder vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl zerkleinern. Wer noch nie Spitzkohl zubereitet hat und es gern ganz genau wissen möchte, kann sich unserem Kochschul-Video ansehen, wie es gemacht wird! Für Rouladen aus Spitzkohl lösen Sie einfach die Blätter vom ganzen Kopf und schneiden eventuell die Blattrippen in der Mitte flach. Blanchieren oder vorgaren ist bei jungem Spitzkohl überflüssig; er ist so zart, dass er auch roh beim Aufwickeln nicht bricht.

Zubereitungstipps für Spitzkohl

Der Spitzenreiter der Kohlfamilie taugt für 1001 Zubereitungsarten. Langes Schmoren oder Kochen mag Spitzkohl gar nicht, denn dadurch verliert er seinen Biss. Es genügt, die Blätter in Streifen zu schneiden und mit etwas Gemüsebrühe und wenig Butter oder Sahne 5-8 Minuten zu dünsten. Dank seiner feinen Konsistenz eignet sich Spitzkohl wunderbar für Salate und Rohkostgerichte. Der ganz junge, zarte Spitzkohl macht sich auch hervorragend, wenn man ihn der Länge nach viertelt und dann brät oder dünstet, wie in unserem Rezept für gebratenen Spitzkohl. So zubereitet, ist das feine Gemüse eine ebenso unkomplizierte wie raffinierte Beilage zu gebratenem Geflügel oder Fleisch.

Seine zarten, aber großen Blätter bieten sich für leckere Füllungen mit Hackfleisch, Fisch oder Gemüse an. Generell passt der Kohl sehr gut zu Rezepten mit Fleisch, aber auch für leichte Hausmannskost wie GemüseeintopfStampfkartoffeln oder Flammkuchen eignet sich Spitzkohl perfekt. Sie können ihn auch in Streifen schneiden und dünsten ihn mit etwas zerdrücktem Knoblauch in wenig gutem Olivenöl. Ebenfalls sehr lecker: Den Kohl vierteln, kurz schmoren und mit einer frisch gekochten Tomatensauce oder einer Bolognese auftischen. Spitzkohl peppt außerdem Rezepte für Pasta und Minestrone auf und macht sie zum kulinarischen Frühlingsgedicht! Mit seiner knackigen Konsistenz ist Spitzkohl auch super für die Asia-Küche und gibt beispielsweise einer asiatischen Kohlsuppe oder feinem japanischem Fisch eine besondere Note.

Wissen zum Mitnehmen

Sein Spitzname Zuckerhut ist Programm, denn die knackig-zarten Blätter vom Spitzkohl schmecken tatsächlich ganz leicht süßlich. Doch der enge Verwandte vom Weißkohl ist nicht nur kulinarisch ein Gewinn, er hat auch Ernährungsbewussten einiges zu bieten!

FAQs – die häufigsten Fragen

Kann man Spitzkohl einfrieren?

Wie die meisten Gemüsesorten auch, kann übrig gebliebener Spitzkohl ganz leicht eingefroren werden. Dazu einfach die frischen Blätter kurz in Salzwasser blanchieren. Alternativ kann der Kohl auch roh eingefroren werden, dann besteht aber die Gefahr, dass er nach dem Auftauen matschig ist.

Welche Gewürze passen zu Spitzkohl?

Am besten kommt der Geschmack von Spitzkohl mit etwas Butter und Salz zur Geltung. Wer gerne asiatisch isst, kann den Kohl auch in einem Wok mit Sojasauce oder Ingwer zubereiten.

Wieso sollte man Spitzkohl nicht aufwärmen?

Im Gegensatz zu anderen Gerichten sollte Spitzkohl nicht noch einmal aufgewärmt werden, da sonst sein Aroma verloren geht. Auch bei Spinat oder Rote Bete ist Vorsicht geboten: Beim erneuten Erhitzen können krebserregende Stoffe in dem Gemüse gebildet werden.

 
Wer kann mir denn sagen, wie viel Fruchtzucker Spitzkohl hat?
 
Ich bin schon lange ein Fan von Spitzkohl. Aber so viele Informationen hatte ich noch nie. Deshalb vielen Dank.
 
Es gibt angeblich ein Hamburger Gericht mit Spitzkohl,und eine besondere Wurst.(weiß nicht ob gebraten oder gekocht.) Mir kommt es so vor,wie die Currywurst. Habe bis zum Ende meiner Berufslaufbahn nicht gewusst,was es wirklich ist,obwohl sämtliche deutsche Generaldirektoren in Wien waren,und ich selbst glaube ich vier mal beim Bundespresseball mitgearbeitet habe. Es würde mich freuen,wenn ich eine Information dieses Gerichtes bekommen würde! Da Prokesch Ich würde bitten,alle4s korrekt ablaufen zu lassen.
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Wirklich mit Spitzkohl? Eine norddeutsche Spezialität ist Grünkohl mit Pinkel oder Kohlwurst. Anregungen dazu finden Sie unter unserer Rezeptsuche.
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