Was hat Saison im November?

Von Jessica Bolewski und Marieke Dammann
Aktualisiert am 24. Jan. 2022

Grünkohl, Pastinake, Feldsalat, Apfel, Quitte & Co. – im November ist der Einkaufskorb prall gefüllt mit jeder Menge Köstlichkeiten! Probieren Sie sich durch die Gemüse- und Obstsaison im November und genießen Sie die Vielfalt in vollen Zügen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Saisonales Gemüse im November
  2. Saisonales Obst und Nüsse im November
  3. Saisonkalender für das ganze Jahr 

Der EAT SMARTER-Saisonkalender
Sie möchten gerne saisonal und regional kochen? Dann ist unser Saisonkalender für regionales Obst und Gemüse genau das Richtige für Sie! Zudem erwarten Sie clevere Foodfacts, praktische Warenkunden und gesunde Rezepte für jeden Monat. Mehr erfahren >


Was wächst im November? Damit Sie bei der großen Auswahl nicht den Überblick verlieren, zeigen wir Ihnen, was Sie im November aus dem regionalen Anbau kaufen können und welche Lebensmittel als Lagerware erhältlich sind.

Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Lebensmittel, zu denen EAT SMARTER eine Vielzahl an Rezepten bietet. Außerdem können Sie in den einzelnen Warenkunden der Lebensmittel noch mehr über gesundheitlichen Vorteile, Einkaufs- sowie Zubereitungstipps und vieles mehr erfahren. 

Saisonale Salate und Kräuter im November

Chicorée

Man kann Chicorée zwar das ganze Jahr über kaufen kann, bei uns hat er aber zwischen Oktober und April Saison. Die in ihm enthaltenen Bitterstoffe sind eine Wohltat für den Magen und können Heißhunger verhindert, weshalb er öfter auf dem Teller landen sollte.

EndiviensalatEndiviensalat

Bitter macht munter! Endivien verfügen von Natur aus über den Bitterstoff Lactucopikrin, der hauptsächlich in den unteren Blattteilen sitzt. Er eignet sich super als Vorspeisensalat, weil er die Verdauung anregt. Tipp: Die bitteren Blätter schmecken toll mit einem Himbeerdressing!

Feldsalat

Feldsalat hat nicht nur den Vorteil, dass es ihn auch im Winter bei regionalen Gemüsebauern gibt, auch seine Inhaltsstoffe haben es in sich. Im Vitamin-Check hängt Feldsalat alle anderen Salate ab: Keine andere Sorte enthält so viel Vitamin C wie die kräftig grünen Blätter vom Feld. 

Minze

Wussten Sie, dass es weltweit rund 30 Minze-Arten gibt? Darunter sind auch die Erdbeer- und Schoko-Minze zu finden. So können Sie ganz schnell aromatisches Minzwasser selber machen: Lassen Sie einige gewaschene Minzblätter für ein bis zwei Stunden in Wasser im Kühlschrank ziehen. Erfrischung pur!

Romanasalat

Die Blätter des Römersalates lassen sich prima als Beilage zubereiten, zum Beispiel sanft gedünstet oder mit kräftigem Käse überbacken. Deshalb wird der Salat auch gerne "Kochsalat" genannt. Vor allem die leicht nussigen Salatherzen sind beliebt. Doch auch als Rohkostsalat schmeckt der sogenannte Römersalat gut: man denke nur an den klassischen Caesar's Salad.

Saisonales Gemüse im November

Grünkohl

Letzte Chance die Vitaminbombe zu genießen. Denn bald ist die Zeit vorbei. Durch Ballaststoffe hält er lange satt und punktet zusätzlich mit viel Vitamin C, E und A und Calcium. Also nichts wie los und unbedingt noch ganz oft zuschlagen diesen Monat!

Champignons

Sie sind die Champions unter den Pilzen: Champignons! Die Zuchtvariante ist ganzjährig erhältlich und kann gerne öfter auf dem Speiseplan landen, denn sie enthalten Mineralstoffe, Eiweiß und Vitamine der B-Gruppe. Außerdem sind die Pilze mit 24 Kalorien pro 100 Gramm sehr kalorienarm.

Kartoffeln

Die in den USA gern als Dickmacher verpönten Knollen sind tatsächlich echte Schlankmacher und zählen zu den gesunden Kohlenhydratquellen in der Ernährung. Kartoffeln haben einen geringen Fettanteil, sättigen trotzdem angenehm und anhaltend und lassen sich vielseitig zubereiten. In diesem Monat gibt es sie aus Lagerware.

Warenkunde MeerrettichMeerrettich

Meerrettich kann mehr, als nur mit Sahne zu Räucherfisch oder vielleicht noch zu Tafelspitz serviert werden. Fakt ist: Meerrettich schmeckt auch toll in Salatdressings,hellen Soßen zu Fisch oder Eiern und verfeinert Gerichte mit seiner charakteristischen Schärfe.

Pastinake

Erst seit ein paar Jahren liegt das Wurzelgemüse bei uns wieder voll im Trend. Sie schmecken leicht süßlich, nussig und angenehm würzig. Das in Pastinake steckende ätherische Öl Apiol bringt neben dem typischen würzigen Geschmack auch eine antimikrobielle Wirkung mit sich. Mit rund 18 mg pro 100 g steuern Pastinaken außerdem einiges zu unserem täglichen Bedarf an Vitamin C bei. Außerdem enthält das Gemüse wichtige B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium und Phosphor.  In diesem Monat gibt es sie aus Lagerware.

Petersilienwurzel

Diese lange nur als Suppengemüse verwendete Knolle schmeckt würzig und stark nach Petersilie. Die in ihr enthaltenen ätherischen Öle machen das Gemüse – im Gegensatz zu anderen Wintergemüsen – besonders bekömmlich und unterstützen die Funktion der Niere. Ein guter Grund sie dieses Jahr mal zu probieren oder?

Rettich

Je nach Sorte und Jahreszeit variiert der pikante und scharfe Geschmack der Wurzel. Sein geringer Fett- und Kaloriengehalt macht das Gemüse zur perfekten Knabberei für Figurbewusste und kurbelt die Verdauung an. Super einfach und sehr lecker: Den Rettich, den es im November aus Lagerware gibt, in dünne Scheiben schneiden und mit Salz bestreut zur Brotzeit genießen!

Rosenkohl

Rosenkohl enthält reichlich Ballaststoffe, diese tun nicht nur der Verdauung gut, sonern siesorgen auch für eine lang anhaltende Sättigung. Außerdem decken schon 100 Gramm des kleinen grünen Kohls der Tagesbedarf an Vitamin K.

Fenchel

Fenchel enthält wertvolle ätherische Öle, die nicht nur toll schmecken, sondern auch den Magen-Darm-Trakt beruhigen. Das Gemüse ist sehr gesund und enthält beachtliche Mengen an den Vitaminen A und E. Jetzt können Sie Fenchel nach Herzenslust in Freiland-Qualität genießen, zum Beispiel als Gratin, vom Grill oder einfach fein gehobelt mit etwas Olivenöl, Zitrone und Parmesan. 

Knollensellerie

Zugegeben, mit seiner dunklen und runzligen Schale sieht Knollensellerie auch auf den zweiten Blick nicht nach kulinarischem Wonnen aus. Aber das Äußere täuscht wie so oft, denn das kugelrunde und oft schwergewichtige Gemüse hat es in jeder Hinsicht ganz schön in sich und wird nicht ohne Grund als essentielle Zutat in Suppen eingesetzt.

Chinakohl

Nur als Beilage in asiatischen Nudel- oder Reispfannen ist der blassgrüne Kohl viel zu schade, zumal Chinakohl mit einem hohen Anteil an Vitamin C, Folsäure und Senfölen punktet. Egal ob braten, dünsten, garen oder schmoren – länger als fünf bis sieben Minuten braucht der Kohl nicht bis er fertig ist.

Warenkunde SpitzkohlSpitzkohl

Gebraten, überbacken, als Salat oder gekocht – Spitzkohl ist in der Küche flexibel einsetzbar. Seine knackig-zarten Blätter sind bei vielen beliebt, da sie leicht süßlich schmecken. Eine Portion Spitzkohl allein kann den Tagesbedarf an Vitamin C decken, weshalb gerne zugelangt werden kann! In diesem Monat gibt es ihn aus Lagerware.

Schwarzwurzel

Die Schwarzwurzel ist ein besonders gutes Beispiel für den alten Grundsatz, dass der erste Anschein oft täuscht. Unschön von außen, dafür geballte Nährstoffpower von innen. Der "Arme-Leute-Spargel" ist nach der Erbse und der Bohne, die Gemüsesorte, die am meisten Nährstoffe hat. WOW! Aber Vorsicht bei der Verarbeitung, die Wurzel enthält einen Farbstoff der sich in Verbindung mit Sauerstoff schwarz färbt.

Rotkohl

Sie kennen den "Dauerkohl" nur als Beilage zu Braten? Das sollte sich schleunigst ändern! Ab Juni hat die Ernte des roten Kohls auf unseren Feldern begonnen. Jetzt kann er nach Herzenslust verarbeitet werden – gerne zu Rohkostsalaten, damit sein hoher Vitamin-C-Gehalt erhalten bleibt. Einfach fein reiben und mit Zutaten Ihrer Wahl verfeinern, wie wäre es zum Beispiel mit Apfel?

Steckrübe

Steckrüben sind richtige Schlankmacher: Ihr leicht süßlicher Geschmack täuscht – mit knapp 5 Gramm pro 100 Gramm enthalten Steckrüben nur relativ wenig Zucker. Da sie ansonsten einen hohen Wasseranteil besitzen, eignen sich Steckrüben perfekt für alle, die Gewicht verlieren oder halten wollen.

WeißkohlWeißkohl

Dieses ebenso deftige wie gesunde Gemüse ist nicht nur äußerst preiswert, es kann – richtig zubereitet – auch köstlich schmecken. Und es versorgt uns speziell im Winter, wenn das Immunsystem es dringend benötigt, mit jeder Menge wertvoller Nährstoffe. Ob Klassiker oder neue kreative Gerichte. Der vielseitige Weißkohl macht sich gut auf jedem Teller.

Porree/Lauch

Der Porree oder auch Lauch genannt trägt vor allem im oberen grünen Teil viele Nährstoffe. Er liefert Beta-Carotin, Zink und Fluor. Auch die Belastung mit Pestiziden ist eher gering. Perfekt also, um ihn im Winter, wo es ihn aus Lagerware zu kaufen gibt, reichlich zu verwenden.

Möhre

Ob sie nun Möhre, Karotte, Gelbe Rübe, Mohrrübe oder Wurzel genannt wird – das knackige orange Gemüse ist eine der beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Sie ist zwar das ganze Jahr über aus heimischem Anbau erhältlich, das Angebot ist aber von September bis Dezember am größten. Tipp: Verzehren Sie Möhren immer mit einem kleinen Spritzer Öl oder in Kombination mit Nüssen. Nur so kann das enthaltene, fettlösliche Beta-Carotin vom Körper aufgenommen werden. 

Wirsing

Im Juni hat die Saison des Sommerwirsings begonnen. Die zartgrünen, krausen Blätter punkten mit besonders feinem Aroma, besonders viel Vitamin C und Mineralstoffen. Probieren Sie den dunkelgrünen Kohl doch mal als Salat, befüllen Sie ihn als Low-Carb-Wrap oder snacken Sie die Blätter als knusprige Chips.

Zwiebel

Ob rot, braun oder weiß, klein oder groß: Zwiebeln sind richtig gesund und schmecken auch noch würzig lecker. Sie liefern dem Körper wichtige Stoffe, unter anderem auch Vitamine aus der B-Gruppe. Ebenso wirkt sie entzündungshemmend und kann bei Husten helfen.

HokkaidokürbisKürbis

Ob Hokkaido, Butternut- oder Muskatkürbis – endlich hat das herbstliche Gemüse wieder Saison! Das Kürbisfleisch kann als kohlenhydratarme Alternative zu Kartoffeln verwendet werden und findet aufgrund seiner guten Bekömmlichkeit auch in der Diätküche, als Schonkost oder für Kleinkinder seinen Einsatz. Kürbisse sind mit durchschnittlich 300 Milligramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch besonders reich an Kalium, was den Flüssigkeitshaushalt des Körpers reguliert.

Butternuss-KürbisButternut-Kürbis

Das zarte, hellorangefarbene Fruchtfleisch punktet besonders mit seinem hohen Gehalt an Beta-Carotin, das Haut, Haaren und der Sehkraft gut tut. Schon mit 100 Gramm Butternut-Kürbis sind 80 Prozent des Tagesbedarfs an Beta-Carotin gedeckt und 20 Prozent des Tagessolls an Vitamin C. In diesem Monat gibt es ihn als Lagerware.

Rote Bete

Der hübsche Farbtupfer ist ein kalorienarmer Magenfüller. Betanin, der Farbstoff der Roten Bete, schützt die Körperzellen vor der Schädigung von freien Radikalen. Außerdem enthält die Knolle noch einige andere Nährstoffe, wie Eisen und Folsäure. Sie kann vielseitig eingesetzt werden. Probieren Sie Rote-Bete-Bagels!

Pak ChoiPak Choi/Paksoi

Pak Choi hat seinen Ursprung in Asien und wird deshalb in Deutschland auch als chinesischer Senfkohl bezeichnet. Er schmeckt roh, gedünstet, gekocht und natürlich aus dem Wok. Besonders zart ist Baby-Pak Choi. Wichtig: Halten Sie die Gar- und Zubereitungszeit so knapp wie möglich, denn sonst verliert Pak Choi an Farbe und Knackigkeit.

Spaghettikürbis

Spaghettikürbis enthält reichlich Kalium und rund 92 Prozent Wasser, deshalb regt er die Funktion von Nieren und Blase an und entwässert gleichzeitig auf natürliche Weise. Da Spaghettikürbis zudem kaum Fett und nur wenige Kalorien enthält, ist er ideal für figurbewusste Nudelliebhaber. 

Saisonales Obst und Nüsse im November

Äpfel

Äpfel schmecken nicht nur wunderbar, sie sind dazu noch richtig gesund sowie beim Kochen und Backen ausgesprochen vielseitig einsetzbar. Mit 10 bis 30 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm (je nach Sorte) tragen Äpfel auch beachtliche Mengen zu unserem durchschnittlichen Tagesbedarf von 100 Milligramm bei und liefert zusätzlich wichtige Ballaststoffe. Eine runde Sache also! In diesem Monat gibt es sie aus Lagerware.

BirneBirne

Im Dezember spielt die Birne neben dem Apfel zwar nur noch eine Nebenrolle, mit den letzten Birnen lassen sich dennoch einige süße und herzhafte Gerichte veredeln. Birnen punkten mit einer hohen Menge an Ballaststoffen und ihrer guten Verdaulichkeit. In diesem Monat gibt es auch sie aus Lagerware.

HagebuttenHagebutte

Hagebutten haben einen sauren Geschmack und sind unglaublich reich an Vitamin C. Das ist besonders praktisch, denn Hagebutten reifen passend genau zu der Jahreszeit, in der wir gute Abwehrkräfte gebrauchen können: Zu früheren Zeiten war es völlig normal zu Beginn des Herbstes fleißig die leuchtend roten Früchte zu sammeln und zu leckeren Gerichten zu verarbeiten.

Haselnuss

Wussten Sie, dass Haselnüsse richtige Vitamin-Bomben sind? Bereits 50 Gramm der kleinen Nüsse decken fast den gesamten Tagesbedarf an Vitamin E. Eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin ist wichtig, da es für gesunde Haare, gute Haut und einen optimalen Zellschutz sorgt.

MaronenMarone

Ganz anders als bei allen anderen Nüssen stecken im süßlichen Fleisch von Maronen eine größere Menge an Kohlenhydraten und dagegen ein geringerer Anteil an Fett. Besonders reich sind die Nussfrüchte an Vitaminen der B-Gruppe, besonders B2 und B6, und sorgen somit für einen funktionsfähigen Stoffwechsel.

Walnuss

Walnüsse sind das perfekte Brainfood. Die Nüsse erinnern vom Aussehen nicht nur an das Gehirn, sondern sie stärken wirklich die Nerven und Konzentrationsfähigkeit – so behalten Sie auch in stressigen Situationen den Überblick und bleiben entspannt.

Quitte

Bis in den November hinein gibt es hierzulande Quitten satt! Wer ihren Geschmack auch noch in den Winter hinein genießen möchte, kann leckeres Gelee oder Marmelade aus den quietschgelben, an Birnen erinnernden Kugeln zaubern. Quitten sind reich an Pektinen und Gerbstoffen, was der Darmgesundheit zugutekommt!

Weintraube

Weintrauben stärken die Abwehrkräfte und pushen das Immunsystem. Der hohe Gehalt des Pflanzenstoffs OPC schützt nämlich vor Infektionskrankheiten und übertrifft als Zellschutzstoff sogar die Vitamine C und E. Auch enthalten die kleinen Früchtchen eine Menge Vitamin K und beeinflussen somit die Blutgerinnung. Tafeltrauben haben in Europa bis in den November Saison! Ab Oktober beginnt jedoch auch die Ernte auf der Südhalbkugel, weshalb in diesem Monat beim Kauf auf die Herkunft geachtet werden sollte.


Saisonkalender für das ganze Jahr 

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