Portulak

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 23. Jun. 2020

Glückliches Holland: Dort kennt man Portulak als feines Gemüse und bereitet es durchaus öfter zu. Hierzulande hingegen gilt es, die in Vergessenheit geratene Pflanze wieder neu zu entdecken. Ein lohnendes Unterfangen, wie unsere Warenkunde zeigt!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Portulak
  2. Das sollten Sie über Portulak wissen
    1. Herkunft
    2. Geschmack
    3. Saison
  3. Unsere liebsten Portulak-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Portulak?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Portulak
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Portulak

Interaktive Infografik zu Portulak

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Portulak...

  • ...stärkt die Nerven: Wer schnell nervös wird oder öfter Stress hat, der kann mit Portulak gegensteuern: Geradezu sensationelle 151 Milligramm Magnesium hat das Gemüse zu bieten! Das entspricht etwa der Hälfte unseres täglichen Bedarfs an diesem nerven- und muskelstärkenden Mineralstoff.
  • ...liefert Vitamin A: Mit knapp 180 Mikrogramm Vitamin A pro 100 Gramm gehört Portulak zwar nicht zu den Stars unter den besten Quellen für diesen Stoff. Trotzdem genügt die Menge, um ein gutes Sehvermögen und gesunde Haut zu fördern.
  • ...wirkt sanft entwässernd: Bei knapp 400 Milligramm Kalium pro 100 Gramm gehört Portulak zu den Lebensmitteln, die einen aus dem Lot geratenen Flüssigkeitshaushalt wieder in die Balance bringen können und dabei helfen, Wasser-ansammlungen im Körper auf sanfte Art zu beseitigen.
  • ...enthält Omega-3-Fettsäuren: Portulak liefert eine nennenswerte Menge an Omega-3-Fettsäuren, als andere grüne Blattgemüsearten. Etwa 50 Milligramm Linolensäure sind in 100 Gramm Portulak enthalten.
  • ...versorgt mit Eisen: Mit gut 3,6 Milligramm Eisen enthält Portulak eine ziemlich üppige Portion des Mineralstoffs, der die Blutbildung fördert. Besonders gut kann der Körper dieses Eisen verwerten, weil Portulak dazu noch reichlich Vitamin C mit im Gepäck hat.
  • ...stärkt die Abwehrkraft: In Sachen Vitamin-C-Gehalt liegt Portulak weit vor vielen anderen Gemüsesorten: stolze 72 Milligramm sind es im Durchschnitt pro 100 Gramm! Schon mit 150 Gramm Portulak lässt sich also der Tagesbedarf von 100 Milligramm decken.
  • ...enthält Oxalsäure: Wer zu Nierensteinen, Nierensteinen, Gicht oder Rheuma neigt, isst Portulak besser nur in Maßen: Mit bis zu 1700 Milligramm pro 100 Gramm ist das Gemüse sehr reich an Oxalsäure, die bei den genannten Krankheiten schaden kann.

Das sollten Sie über Portulak wissen

Wie so vieles, was als brandneu gilt, ist Portulak eigentlich ein alter Bekannter. Im Mittelalter und zu Goethes Zeiten schätzte man die schnell wachsende einjährige Pflanze auch unter dem Namen Postelein als schmack- und nahrhaftes Frühjahrs- und Sommergemüse. Kein Wunder, denn mit seinen fleischigen, saftig grünen Blättern lassen sich alle möglichen Leckereien zubereiten. Trotzdem liegt der Portulak bei uns längst in einer Art kulinarischem Dornröschenschlaf – nur in Nordrhein-Westfalen gibt es noch Anhänger, ansonsten kommt er noch in den Niederlanden, in Belgien sowie in Frankreich häufiger auf den Tisch. In Deutschland kennen ihn die meisten höchstens als Pflanze, die verwildert in Gärten oder an sonnigen Plätzen wächst und durch hübsche gelbe bis orangefarbene kleine Blüten angenehm auffällt.

Herkunft

Bereits im alten Ägypten kannte man Portulak als Heil- und Gemüsepflanze. Seine ursprüngliche Heimat liegt in Griechenland und Vorderasien beziehungsweise Indien.

Geschmack

Junger Portulak schmeckt erfrischend, saftig und leicht säuerlich.

Saison

Portulak vom Freiland bekommt man von März bis Oktober. In den restlichen Monaten stammt das Gemüse aus Treibhausanbau.

Unsere liebsten Portulak-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Portulak-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Portulak?

Nicht nur aus kulinarischen Gründen lohnt sich die Wiederentdeckung von Portulak unbedingt – auch wer seinen Vitaminbedarf auf leckere Art decken will, sollte hier zugreifen, denn das Gemüse enthält gut 21 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm, sowie Vitamin A und Folsäure. Aber auch seine sonstigen Inhaltsstoffe sind nicht zu verachten. Zum Beispiel enthält Portulak mit 494 Milligramm pro 100 Gramm reichlich Kalium. Zusätzlich liefert das leckere Gemüse auch noch Magnesium und Kalzium.

Allerdings ist zu beachten, dass Portulak mit 910-1700 Milligramm pro 100 Gramm einen sehr hohen Anteil an Oxalsäure enthält. Menschen mit Krankheiten wie Rheuma, Nierenstein, Arthritis oder Gicht sollten dies beachten und sich bewusst ernähren. 

In der Naturheilkunde hat Portulak einen guten Ruf als wirksames Mittel gegen Sodbrennen, Blasen- und Nierenleiden sowie als natürlich entwässernder Beschleuniger bei Blutreinigungs- und Entschlackungskuren.

Sein sensationell niedriger Fett- und Kaloriengehalt bei relativ hohem Ballaststoffgehalt rundet das Angebot ab und macht Portulak zu einem perfekten Schlankgemüse.

Nährwerte von Portulak pro 100 Gramm  
Kalorien 16
Eiweiß 1 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 3 g
Ballaststoffe 2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Portulak

Einkauf

Nach Portulak muss man noch immer suchen – nur sehr gut sortierte Gemüsegeschäfte haben ihn im Angebot. Auch auf dem Wochenmarkt sind Funde möglich. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die kleinen Blätter saftig glänzen und an den Stängelenden feucht aussehen.

Nach der Blütezeit ist Schluss mit dem Genuss – die sonst so angenehm salzig-säuerlichen Blätter schmecken dann unangenehm bitter.

Lagerung

Schon wegen des hohen Wassergehalts gilt bei Portulak: Verbrauchen Sie ihn so frisch wie möglich und lagern Sie ihn maximal 1-2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Vorbereitung

Machen Sie es mit Portulak wie bei anderem Salatgemüse auch: Die Stängelenden abschneiden und dann die Blätter abspülen und trockenschütteln oder in der Salatschleuder trockenschleudern. Kleine Blätter lässt man ganz, große Blätter kann man nach Wunsch beziehungsweise Rezept etwas zerkleinern.

Zubereitungstipps für Portulak

Am meisten Geschmack und natürlich auch Vitamine enthält Portulak, wenn man ihn roh zubereitet – beispielsweise als Salat. Die saftigen Blätter harmonieren gut mit anderem Salatgemüse, machen aber auch in raffinierten Kreationen wie zum Beispiel dem Lammfilet auf Portulaksalat eine gute Figur. Die Niederländer lieben Portulak besonders gehackt, in Butter gedünstet und dann mit einer weißen Sauce serviert. Eine schlankere Variante: Bereiten Sie Portulak samt Stängeln einfach wie Spinat zu und reichen Sie ihn zu Eiergerichten oder Fisch.

 
Ich vermisse weitere Inhaltsstoffe, gerade bei Portulak ist der Oxalsäuregehalt ziemlich hoch und somit nichts für Rheumatiker. Bitte auch bei anderen Pflanzen zufügen. Sonst finde ich Ihre Beiträge sehr gut
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Guten Tag Frau Marx, danke für die Anregung. Wir werden erneut recherchieren und den Artikel dann ergänzen. Herzliche Grüße EAT SMARTER
 
Da hat ihr wohl den Winterportulak mit dem Sommerportulak verwechselt. Ersteren gibt es in Gärtnereien, den zweiten nur in wärmeren Ländern aber dort wächst er wild als Ackerunkraut, ist aber auch essbar. Rudi
 
Unbedingt mal mit Arganöl probieren! VG Knut
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Lieber Herr Fritzenwenger, danke für Ihre Anmerkung. Wir gehen der Sache nach und modifizieren den Artikel gegebenenfalls. Viele grüße, Ihr EAT SMARTER-Team

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