Jodhaltige Lebensmittel

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 23. Mär. 2021
Sushi mit Algen

Jod ist ein wichtiges Spurenelement für unseren Körper. Allerdings ist Jod nur in relativ wenigen Lebensmitteln enthalten. Werden diese selten oder gar nicht verzehrt, kann es zu einem Jodmangel und sogar zu einer Störung der Schilddrüsenfunktion kommen. EAT SMARTER zeigt Ihnen, zu welchen Lebensmitteln Sie greifen sollten, um einem Jodmangel vorzubeugen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Seefisch
  2. Algen
  3. Meeresfrüchte
  4. Jodsalz
  5. Milchprodukte
  6. Brot
  7. Wurstaufschnitt

Jod ist wichtig für den Körper. Es ist essentiell für die Funktion der Schilddrüse und unter anderem zuständig für den Energieumsatz im Körper. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 200 Mikrogramm für Erwachsene. Bei Schwangeren und Stillenden sind es pro Tag sogar bis zu 260 Mikrogramm. 

1. Seefisch

Fische wie Scholle, Kabeljau, Makrele oder Seelachs sind reich an Jod. Eine Portion von 100-200 Gramm kann bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen (200 Mikrogramm) decken. Daher sollte Seefisch ein- bis zweimal pro Woche auf Ihrem Speiseplan stehen. Flussfische wie Forelle oder Karpfen sind zwar auch gesund, jedoch jodarm.
Probieren Sie zum Beispiel doch mal unseren Seelachs mit Dillkartoffeln oder die Scholle mit Kräutermantel und lassen Sie sich von vielen weiteren leckeren Fisch-Rezepten inspirieren.

2. Algen

Sushi mit Algen

Insbesondere für Vegetarier und Veganer sind Algen eine optimale fisch- und fleischlose Jodquelle. Im Durchschnitt enthalten die Wasserpflanzen 10 Milligramm Jod pro 100 Gramm. Darüber hinaus liefern sie zum Beispiel viele Proteine, Mineralstoffe sowie das besonders für Veganer wichtige Vitamin B12.
Insofern essen Sie doch öfters mal Sushi und peppen sie SuppenSalate, Gemüse oder Omelett sowie Rührei mit Nori-, Wakame- oder Kombu-Algen auf.

3. Meeresfrüchte

Meeresfrüchte

Muscheln, Austern, Hummer oder Garnelen sind ähnlich wie Meeresfische ebenfalls ein geeigneter Jod-Lieferant. Zudem sind sie reich an Eiweiß und Eisen. Gönnen Sie sich diese Lebensmittel daher gerne einmal und lassen Sie sich von unseren Rezepten mit Meeresfrüchten zu neuen Variationen inspirieren.

4. Jodsalz

Jodsalz

Viele Lebensmittel enthalten aufgrund der Auswaschung der Böden so gut wie kein Jod. Daher ist die Anreicherung von Speisesalz mit Jod sehr sinnvoll. Die Jodzufuhr sollte natürlich nicht ausschließlich über Salz erfolgen und die empfohlene Tagesdosis von 6 Gramm Salz nicht überschritten werden. Benutzen Sie jedoch für die Zubereitung Ihrer Speisen jodiertes Speisesalz, um Ihre Zufuhr damit zu unterstützen.

5. Milchprodukte

Milchprodukte

Käse, Joghurt und Co. sind aufgrund der Anreicherung von Tierfutter mit dem Spurenelement ebenfalls jodhaltig. Darüber hinaus liefern sie Proteine, insbesondere in Kombination mit Getreide zum Beispiel in Form von Brot oder Nudeln. Außerdem enthalten sie wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Kalium sowie B- und E-Vitamine. Daher sind Milchprodukte, insbesondere auch für Kinder, besonders wichtig und sollten auf dem Speiseplan keinesfalls fehlen.

6. Brot

Brot

Brot ist leider nicht per se reich an Jod. Es enthält allerdings relativ viel Salz. Achten Sie beim Einkauf daher auf die Zutatenliste und greifen Sie bevorzugt zu Brot und Backwaren, die mit jodiertem Speisesalz hergestellt wurden. 

Tipp: Backen Sie Ihr Brot doch einfach selbst – natürlich mit Jodsalz. EAT SMARTER gibt Ihnen Tipps zum Brotbacken und zeigt Ihnen, wie Sie Sauerteig und Hefeteig ganz einfach selbst herstellen können.

7. Wurstaufschnitt

Wurstaufschnitt

Ähnlich wie Brot, sind auch Wurstwaren wie Salami, Schinken und Co. nicht grundsätzlich jodreich, jedoch ebenfalls sehr salzhaltig. Aus diesen und weiteren Gründen sollten sie daher nur in geringen Mengen gegessen werden. Wenn Sie jedoch ein Liebhaber von Wurstaufschnitt sind, greifen Sie eben lieber zu solchen, die mit Jodsalz hergestellt wurden und möglichst fettarm sind.

 
Das ist doch Schwachsinn!!!Ca. 16% der Bevölkerung haben schon Probleme mit der Schilddrüse bzw. wie in meinem Fall,die Autoimmunerkrankung Hashimoto!Und die Patienten werden immer jünger!Das ist auf die Anreicherung von Jod in fast ALLEN Lebensmitteln zurückzuführen!!!Also hört auf so einen Blödsinn zu verbreiten!!!
 
Hallo Herr Hackel, dann sollten Sie mal das Buch Jod - Der Schlüssel zur Gesundheit von Kyra und Sascha Kauffmann lesen... MfG Chris Uhl
 
Herr Uhl, im Gegenzug empfehle ich Ihnen gerne das Buch "Die Jod-Lüge, das Märchen vom gesunden Jod", um Ihnen zu zeigen, dass die "Jod-Medaille" leider auch eine Kehrseite hat. Ich selbst bin auch ein so genannter "Hashi", d.h. ich leide an einer autoimmunen Thyreoiditis, vielleicht besser bekannt unter dem Begriff "Hashimoto Thyreoiditis" oder auch "Morbus Hashimoto", und sollte Jod auf jeden Fall meiden. Die Informationen darüber, was ich zu mir nehmen darf und was nicht, musste ich mir mühsam von Ärzten, Betroffenen und aus diverser Literatur zusammen klauben. Seither schaue ich mir die Bestandteile von jedem einzelnen Nahrungsmittel sehr genau an und brauche deutlich länger zum Einkaufen. Durch die flächendeckende Jod-Prophylaxe in der Lebensmittelindustrie, jodiertem Tierfutter etc. wurde aus einem Jodmangel-Land quasi ein Jod-verseuchtes-Land. Seit der Jod-Prophylaxe ist die Zahl der Hashimoto-Erkrankungen explosionsartig gestiegen. Leider hört man in den Medien immer noch viel zu wenig darüber und auch viele Ärzte sind nicht 100%ig auf dem neuesten Stand und behandeln nach wie vor nur die "Blutwerte", nicht aber die Patienten, die trotz gut eingestellter Medikamentengabe an einer Vielzahl von unangenehmen Symptomen leiden, vor allem nach dem "Genuss" von jodhaltigen Lebensmitteln. Eine gesunde Schilddrüse steckt ein Überangebot an Jod normalerweise weg und ein Mensch, dem Jod fehlt, profitiert davon, aber ein Mensch, der an einer autoimmunen Thyreoiditis erkrankt ist, (davon sind mindestens 12% in Deutschland betroffen), leidet unter der, wohl gemerkt UNFREIWILLIGEN, Jodzufuhr. Es interessiert niemanden, ob wir das Jod wollen oder nicht. Wir werden praktisch gezwungen, entweder auf die jodhaltigen Nahrungsmittel zu verzichten, und das sind Dank Jodprophylaxe nicht gerade wenige, oder eben die Dosis der Medikamente entsprechend zu erhöhen. Auch nicht zu empfehlen. Jetzt frage ich Sie, Herr Uhl, wäre es nicht besser, wenn die Nahrungsmittel- und Tierfutterindustrie auf die Jodzugaben verzichten würde, und stattdessen die, die unter Jodmangel leiden, wie früher Jodtabletten bekämen, und die, für die Jod quasi Gift ist, nicht ständig auf alles mögliche verzichten müssten und evtl. sogar die Medikamentendosis etwas reduzieren könnten? Ganz ohne Medis geht es sowieso nicht mehr. Ich meine, es sollte jeder die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob er Jod zu sich nehmen möchte oder nicht. Es kann nicht angehen, dass einer Patientengruppe nachweislich Schaden zugefügt wird, um eine andere Gruppe vor Jodmangel zu schützen. MfG Ursula Ewald
 
Schön, dass Sie an die Kropfträger und die, die es noch werden - denken! Bei mir liegt der Fall umgekehrt: meine Schilddrüse ist zu aktiv, ich muss Jod MEIDEN! Mir fällt es schwer, den Konsum von Fisch, Algen und Meeresfrüchte ein zu schränken. Ihre Tipps sind für Menschen, die noch nichts über ihre zu aktive Schilddrüse gehört haben, gefährlich! Ich habe es auch nur zufällig erfahren! Ich empfinde es als eine Zumutung, dass mann überall Jodsalz auf' s Auge gedrückt kiegt, da man ja Jodmangel hat! Gruß Günther Hagen
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Lieber Günther Hagen, man sollte natürlich beim Arzt die Werte überprüfen lassen, um die Ernährung dann dementsprechend darauf anzupassen. Herzliche Grüße, Ihr EAT SMARTER-Team
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