Bambussprossen

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 04. Mai. 2020

China-Küche ohne Bambussprossen? Geht gar nicht! Was das zarte Gemüse aus Fernost bei kleinen und großen Genießern so beliebt macht, lesen Sie in unserer Warenkunde.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Bambussprossen
  2. Das sollten Sie über Bambussprossen wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Bambussprossen-Rezepte
  4. Wie gesund sind eigentlich Bambussprossen?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Bambussprossen
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Bambussprossen

Interaktive Infografik zu Bambussprossen

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

 

Bambussprossen...

  • ...wirken sanft entwässernd: Mit ihrem hohen Gehalt an Kalium helfen Bambussprossen dem Körper dabei, seinen Flüssigkeitshaushalt zu regulieren und überschüssiges Wasser schneller zu entsorgen
  • ...sind günstig für Diabetiker: Da Bambussprosse nur sehr wenige Kohlenhydrate enthalten, eignen sie sich hervorragend als Zutat für die Diät bei Diabetes: 100 g haben nur ganze 0,1 Broteinheiten (BE)!
  • ...bieten relativ viel Eisen: Bambussprossen bringen zwar einige Mineralstoffe wie vor allem Calcium, Magnesium und Phosphor. Aber auch hier gilt: Die Mengen sind überschaubar. Eine Ausnahme ist der Gehalt an Eisen und an Jod: In 100 g Bambussprossen stecken immerhin gut 4 Prozent bzw. 3 Prozent des täglichen Bedarfs.
  • ...haben mehrere Vitamine: Ob Vitamin A, C, E oder B-Vitamine: Sie sind alle in Bambussprossen zu finden, allerdings in sehr bescheidenen Mengen.
  • ...enthalten kaum Kohlenhydrate: Zu gut 90 Prozent bestehen Bambussprossen aus Wasser – entsprechend wenige Kalorien und Kohlenhydrate enthalten sie denn auch. Das macht Bambussprossen zum perfekten Low-Carb-Gemüse.
  • ...können roh giftig sein: Rohe Bambussprossen zu knabbern, ist keine allzu gute Idee: Sie können giftige Blausäure enthalten, die erst beim Garen unschädlich gemacht wird.
  • ...tun Kindern nur in Maßen gut: Auch wenn normalerweise in gekochten Bambussprossen die giftige Blausäure meistens nicht mehr nachweisbar ist, können in manchen Fällen dennoch Spuren vorhanden bleiben. Kinder sollten darum Bambussprossen nur selten und in kleinen Mengen essen.

Das sollten Sie über Bambussprossen wissen

Bei Bambussprossen scheiden sich die Geister – während die einen sie eher fade finden, mögen die anderen den fast neutralen Geschmack gerade gerne. Fest steht: Aus der chinesischen Küche sind Bambussprossen (oft auch Bambussprösslinge genannt) nicht wegzudenken.

Das zarte Gemüse besteht aus den saftigen Trieben, die sich bei den essbaren Arten von Bambusgräsern bilden. Man erntet sie bevorzugt, wieder ähnlich wie bei unserem Spargel, wenn ihre Spitzen am Ende des Winters durch die Erdoberfläche stoßen. Dann sind die Bambussprossen noch klein und schmal und kommen im Ganzen in die Konserve. Sehr viel häufiger findet man allerdings die zerkleinerten Teile von großen, ausgereiften Bambussprossen in Glas oder Dose. Mittlerweile bekommt man bei uns in Asienläden auch manchmal frische oder eingesalzene und getrocknete Bambussprossen.

Herkunft

Die Chinesen schätzen das extrem kalorienarme Gemüse schon seit etwa 2.500 Jahren. Die cremeweißen oder leicht gelblichen Scheiben oder Stifte gehörten zu den ersten kulinarischen Entdeckungen in deutschen Chinarestaurants und sind seitdem fast schon ein Synonym für typische China-Gemüse.

Auch in Japan verwendet man Bambussprossen durchaus häufig, z.B. für die Misosuppe, und nennt sie "Könige der Waldgemüse". Die Japaner lieben die ganz jungen, zarten Sprossen als typisches Frühlingsgemüse – ähnlich wie wir den Spargel. Zum japanischen Sukiyaki sind Bambussprossen ein Muss.

Saison

Bambussprossen bekommt man zu jeder Jahreszeit.

Geschmack

Bambussprossen schmecken sehr mild und angenehm knackig.

Unsere liebsten Bambussprossen-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Bambussprossen-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Bambussprossen?

Schon in der alten Traditionellen Chinesischen Medizin hatten Bambussprossen einen festen Platz als gesundes Lebensmittel. Im während der Ming Dynastie (1368-1644) erschienenen "Buch der heilenden Kräuter" hieß es, dass Bambus den Flüssigkeitshaushalt günstig beeinflusse. Außerdem wirke er „... kühlend, ungiftig, er stillt den Durst, ergänzt das Qi und kann täglich verzehrt werden." Besonders empfehlenswert ist das Beherzigen dieser alten Verzehrregel für alle, die ein paar Kilo abnehmen möchten. Denn Bambussprossen enthalten zu rund 90 Prozent Wasser, sehr wenige Kalorien und kaum Fett. Auch für Diabetiker sind Bambussprossen perfekt geeignet, da sie nur sehr kleine Mengen Kohlenhydrate liefern.

Ganz Recht hatte das alte Heilkräuterbuch übrigens nicht: Zumindest in rohen Bambussprossen steckt die giftige Blausäure, die erst durch Kochen unschädlich wird. Zur Sicherheit sollten Kinder wegen möglicher Reste aber auch gekochte Bambussprossen nur in Maßen bekommen.

Nährwerte von Bambussprossen pro 100 g  
Kalorien 12
Eiweiß 2,7 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 2,5 g
Ballaststoffe > 0,6 g

Einkaufs- und Küchentipps für Bambussprossen

Einkauf

Ob Scheiben, Stifte oder Raspel – eingelegte Bambussprossen im Glas oder aus der Dose bekommen Sie in jedem Supermarkt. Wer einen größeren Asia-Shop in der Nähe hat, findet dort meist neben Konserven außerdem getrocknete oder sogar frische Bambussprossen.

Lagerung

Im ungeöffneten Glas oder in der ungeöffneten Dose halten sich Bambussprossen Jahre lang. Geöffnete Gläser gehören natürlich in den Kühlschrank. Reste aus geöffneten Konservendosen sollten Sie in eine Frischhaltedose umfüllen und verschlossen ebenfalls im Kühlschrank lagern. Getrocknete Bambussprossen halten sich fast unbegrenzt; frische Bambussprossen bleiben im Gemüsefach des Kühlschranks mehrere Tage knackig.

Vorbereitung

Bei Bambussprossen aus Glas oder Dose genügt das Abgießen durch ein Sieb. Getrocknete Bambussprossen am besten vor der Verwendung etwa 20-30 Minuten einweichen und anschließend gut abspülen. Frische Bambussprossen waschen und dann je nach Größe im Ganzen oder kleingeschnitten in Salzwasser gerade noch bissfest garen.

Zubereitungstipps für Bambussprossen

Geben Sie Bambussprossen immer erst zum Schluss an das jeweilige Gericht, damit sie nicht zerkochen. Kurzes Erhitzen genügt! Grundsätzlich passt das Gemüse zu einfach allen chinesischen oder chinesisch inspirierten Gerichten wie Wok-Speisen, Salaten und Suppen. Wegen des zurückhaltenden Geschmacks können Sie Bambussprossen wunderbar mit jedem anderen Gemüse sowie mit Fisch, Fleisch, Geflügel oder Garnelen kombinieren und nach Lust und Laune mal scharf, mal eher mild würzen.

Schreiben Sie einen Kommentar