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Apfel

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 12. Sep. 2018

Warum Adam sich von Eva's Apfel verführen ließ, das versteht jeder, der mal in einen Nachfahren dieser Frucht von der heimischen Streuobstwiese oder vom Bauern gebissen hat. Eine Sünde begeht man damit keinesfalls, im Gegenteil: Äpfel schmecken im Idealfall nicht nur wunderbar, sie sind dazu noch richtig gesund sowie beim Kochen und Backen ausgesprochen vielseitig einsetzbar. Eine runde Sache also, wie Sie in dieser Warenkunde erfahren!

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Das sollten Sie über Äpfel wissen

In gut 19 Kilo Äpfel beißt jeder Deutsche pro Jahr – statistisch gerechnet. Das sind zwar gut 5 Kilogramm weniger als 2012, aber dennoch steht der Apfel damit weiter mit Abstand an erster Stelle unter den liebsten Obstsorten (1).

Apropos Sorten: Welche unter den Äpfeln am beliebtesten sind, weiß niemand so genau. Immerhin gibt es weltweit derzeit etwa 4.500 verschiedene Apfelsorten. Das klingt beeindruckend, ist aber nur ein bescheidenes Angebot verglichen mit dem, das unsere Vorfahren im 18. und 19. Jahrhundert kannten: Sie hatten die Qual der Wahl zwischen sage und schreibe 20.000 Sorten! Natürlich nur theoretisch, denn diese Vielfalt verteilte sich auf ganz Europa, Amerika und Teile Asiens. Trotzdem gab es allein im alten Preußen um die 2.300 verschiedene Apfelsorten.

Letzten Endes gewannen dann im 20. Jahrhundert die Apfelsorten, die sich besonders leicht züchten und veredeln ließen und die sich am leichtesten verkaufen ließen. Auf der Strecke blieb dabei nicht nur die Vielfalt, sondern oft auch der Geschmack. Noch gibt es einige der ganz alten Sorten wie zum Beispiel den Luikenapfel aus Baden-Württemberg. Aber während er vor gut 100 Jahren dort noch als der am meisten begehrte Apfel galt, ist er inzwischen vom Aussterben bedroht. Rettung soll seine Aufnahme in die Arche des guten Geschmacks des Berliner Vereins Slow Food bringen (2).

Solche fast verschwundenen Apfelsorten bekommen neuerdings aber auch anderswo eine kleine Überlebenschance: Nicht nur einige Bio-Obstbauern versuchen, alten Apfelsorten wieder neues Leben einzuhauchen. Sogenannte Pomologen (Apfelwissenschaftler) retten traditionsreiche Apfelbäume und sorgen dafür, dass sie wenigstens in Museumsgärten ein geschütztes Dasein haben. So weit wie die Briten sind wir hierzulande allerdings noch nicht: Dort werben am „National Apple Day“ hunderte von Events im ganzen Königreich für den Erhalt einheimischer alter Apfelsorten.

Saison: Die Erntezeit für einheimische Äpfel startet im Juli und geht bei einigen Sorten bis in den November hinein.

Herkunft:  Als Urahn des Apfels gilt unter Botanikern der sogenannte Holzapfel – auch Wilder Apfel genannt – aus Zentral- und Westasien. Aus seinen sehr kleinen und herben Früchten entstanden im Lauf vieler Jahrhunderte weltweit mehrere tausend verschiedene Sorten. Die ersten kultivierten Äpfel gab es im antiken Griechenland und im alten Rom; aber erst im 16. Jahrhundert wurden Äpfel in Europa allmählich zum Volksnahrungsmittel.

Geschmack: Das typisch „apfelige“ Aroma bekommen Äpfel unter anderem durch zahlreiche, winzige Öldrüsen in der Schale. Ansonsten probiert man sich am besten durch die einzelnen Sorten, bis man seinen Favoriten gefunden hat, denn der Geschmack kann je nach Sorte ziemlich unterschiedlich sein.

Viele Äpfel, besonders aus Importen, schmecken hauptsächlich leicht süß und sonst wenig typisch; einheimische und alte Sorten haben häufig einen kräftigen bis sehr intensiven Geschmack. Manche Apfelsorten wie z.B. Granny Smith oder Boskop schmecken leicht bis deutlich säuerlich und wieder andere (etwa Red Delicious oder Starking) haben ein parfümartiges Aroma.

Wie gesund sind eigentlich Äpfel?

Einem angelsächsischen Sprichwort zufolge ersetzt ein Apfel am Tag den Arzt. Das ist zwar etwas übertrieben, aber keineswegs falsch. Denn Äpfel tragen tatsächlich viel dazu bei, dass wir fit und gesund bleiben.

Besonders bemerkenswert ist der Gehalt von Pektin in Äpfel und speziell in der Apfelschale: Dieser lösliche Ballaststoff kann wegen seiner sättigenden Eigenschaft beim Abnehmen helfen. Am meisten Pektin steckt übrigens in getrockneten Äpfeln bzw. Apfelringen, die einer Studie amerikanischer Wissenschaftler zufolge sogar einen erhöhten Blutfettspiegel wieder auf ein gesundes Level bringen können: Bei den Studienteilnehmerinnen, die täglich 75 g getrocknete Äpfel zusätzlich zu ihrer normalen Ernährung gegessen hatten, war der Wert des schädlichen LDL-Cholesterins nach sechs Monaten um durchschnittlich 23 Prozent gesunken! (3)

Äpfel enthalten außerdem Vitamin A, B1, B2 sowie C. Beim Vitamin-C-Gehalt gibt es allerdings je nach Sorte erhebliche Unterschiede. Während einige Apfelsorten wie z.B. Berlepsch oder Ontario pro 100 g zwischen 20 und 30 mg Vitamin C enthalten, bringen es andere wie Granny Smith, Jonathan und Gloster nur auf 5-10 mg/100 g. Mit 10-20 mg Vitamin C liegen so bekannte und beliebte Sorten wie Boskop, Cox Orange, Golden Delicous und Jonagold im guten Mittelfeld.

Als Faustregel gilt: Wer auf eine gute Portion Vitamin C Wert legt, greift am besten zu einheimischen Apfelsorten der Saison – hier kann man mit mindestens etwa 15 mg pro 100 g rechnen. Mit einem großen Apfel von 200 g lässt sich also ein knappes Drittel des Tagesbedarfs decken, je nach Sorte auch mehr.

Ihrem Bauch tun Sie mit dem Apfelessen auf jeden Fall etwas Gutes, und zwar in allen Lebenslagen: Mit Schale verzehrt und gut gekaut helfen Äpfel bei Verstopfung, geschält und fein gerieben dagegen bei Durchfall. Und wenn es einfach um eine gute Verdauung geht? Auch dann sind Äpfel mit ihren Ballaststoffen und gleichzeitig hohem Wasseranteil eine perfekte Wahl.

Für die Figur sind Äpfel sowieso ein super Snack! Und das nicht nur, weil sie kaum Fett sowie nur wenige Kalorien enthalten und dafür sättigende Ballaststoffe bringen: Das Pektin im Apfel soll britischen Untersuchungen zufolge sogar Fettpartikel aus der Nahrung umschließen und aus dem Körper schleusen, so dass der Körper weniger Fett aufnimmt.

Nährwerte von ÄPFELN pro 100 Gramm
 
 
Kalorien 54
Eiweiß 0,3 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 11,4 g
Ballaststoffe 2 g

Einkaufs- und Küchentipps für Äpfel:

Einkauf: Für einen möglichst intensiven und typischen Geschmack greift man am besten zu einheimischen Apfelsorten, die gerade Saison haben. Es muss nicht unbedingt Bio sein; auch konventionell angebaute Äpfel können toll schmecken. Wer einen Wochenmarkt in der Nähe hat, kann seine Äpfel auch dort einkaufen, am besten gleich direkt vom Bauern. Dabei lassen sich mit etwas Glück auch weniger bekannte Sorten entdecken, die oft besonders aromatisch sind.

Lagerung: Äpfel halten sich generell ziemlich lange. Im Gemüsefach des Kühlschranks oder in einer kühlen Speisekammer bleiben die meisten Sorten bis zu mehrere Wochen knackig und frisch. Wer viele Äpfel isst, kann seine „Tagesration“ auch bei Zimmertemperatur lagern.

Aber Achtung: Äpfel verströmen das gasförmige Äthylen - legt man sie zusammen mit anderen Früchten in die Obstschale, können Äpfel darum deren Reifeprozess ungewollt beschleunigen. Natürlich kann man diesen Effekt umgekehrt auch bewusst nutzen, wenn er erwünscht ist: Wer z.B. möchte, dass unreife Früchte schneller nachreifen, lagert sie idealerweise zusammen mit Äpfeln.

Vorbereitung: Genau genommen braucht man einen Apfel nur gut unter fließendem Wasser abzuspülen und etwas trocken zu reiben, bevor man dann einfach genüsslich hinein beißt.

Will man allerdings mit Äpfeln kochen, backen oder sie für einen Obstsalat verwenden, reicht das nicht. Trotzdem ist die Vorbereitung schnell erledigt: Einfach die Äpfel halbieren, vierteln und das Kerngehäuse herausschneiden. Je nach Rezept nun eventuell noch die Schale dünn abschälen und weiter klein schneiden, z.B. in Würfel oder in Stifte.

Damit das Fruchtfleisch schön hell bleibt, beträufelt man die vorbereiten Äpfel mit etwas Zitronensaft – er verhindert, dass die Stücke sich braun verfärben. Für Bratäpfel empfiehlt sich ein spezieller Apfelausstecher. Damit genügt ein Handgriff, um das Kerngehäuse aus dem ganzen Apfel herauszubekommen, sodass man ihn anschließend perfekt füllen kann.

Zubereitungstipps für Äpfel:

Ganz klar, Äpfel sind auch einfach pur zum Reinbeißen ein Genuss. Aber sie eignen sich auch perfekt für Obstsalate, als Kuchen- oder Torten-Belag, zum Einkochen als Gelee oder zum Zubereiten von frischem Apfelmus oder Apfelkompott. Ein Klassiker: Pfannkuchen mit frischen Apfelstücken drin gebacken - kommen nicht nur bei Kindern immer an. Besonders lecker schmeckt auch ein frischer Saft aus Äpfeln, für den man allerdings einen Entsafter benötigt.

Übrigens: Wer Apfelkuchen backt, kann aus den Schalen noch einen köstlichen Tee zaubern. Dafür einfach die Apfelschalen mit kochend heißem Wasser überbrühen und auf kleinster Herdflamme 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Eventuell mit etwas Zimt und Honig abschmecken und genießen.

Echte Apfelfans bereiten mit den knackigen Früchten nicht nur süße, sondern auch herzhafte Gerichte zu. Die süß-saure Note von Äpfeln passt zum Beispiel roh hervorragend zu pikanten Salaten oder leicht gedünstet zu Porree-Gemüse.

Kurz: Die Liste der Leckereien, die sich mit Äpfel zubereiten lassen, ist lang. Hier finden Sie noch viele andere Ideen dazu.

Rezepte mit Apfel:

Leckere Rezepte mit Äpfeln finden Sie natürlich auch hier bei EAT SMARTER! Hier sind unsere 30 besten Rezepte in einem Kochbuch zusammengefasst:

Sie backen gerne mit Äpfeln? Dann klicken Sie sich doch mal durch unsere 30 besten Apfelkuchen-Rezepte. Sehr zu empfehlen, ist auch unser köstlicher Apfel-Crumble und unser Apfel-Zimt-Auflauf. Guten Appetit!

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