Wissenschaftlich geprüft

Knoblauch

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 13. Apr. 2021

Knoblauch: Dolle Knolle, die rundum gesund ist! Alles, was Sie über Knoblauch wissen sollten, können Sie in der Warenkunde von EAT SMARTER nachlesen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Knoblauch
  2. Das sollten Sie über Knoblauch wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Knoblauch-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Knoblauch?
  5. Das könnte Sie auch interessieren
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Knoblauch
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Knoblauch
  8. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wie kann man Knoblauch pflanzen?
    2. Knoblauchöl – wo kaufen? 
    3. Wieso macht Knoblauch durstig?

Infografik zu Knoblauch

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Knoblauch...

  • ...tut für Herz und Kreislauf Gutes:
    Allicin heißt das schwefelhaltige ätherische Öl, das dem Knoblauch seinen berühmt-berüchtigen Duft gibt – aber vor allem sorgt es für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Allicin kann erwiesenermaßen einen zu hohen Blutdruck sowie die Fett- und Cholesterinwerte im Blut senken und das Risiko von Gefäßverschlüssen (Thrombosen) mindern. Das Zwiebelgemüse kann helfen, den Blutfluss zu verbessern und den Blutgefäßen eine erhöhte Spannkraft zu verleihen. Dadurch können Arterien nicht mehr so leicht verstopfen und das Risiko für Herzinfarkt, Embolie oder Schlaganfall wird drastisch gesenkt.
  • ... CO2--Bilanz:
    Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Knoblauch gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...wirkt heilend bei Erkältung:
    Bakterien und Pilze kann Allicin verlässlich bekämpfen, da mehrere seiner Bestandteile wie ein natürliches Antibiotikum wirken. In der Naturheilkunde hat Knoblauch darum seit Jahrtausenden einen festen Platz als wirksames Mittel auch gegen Erkältungen, Husten bis hin zum Asthma.
  • ...unterstützt die Verdauung:
    Das in Knoblauch enthaltene Allicin macht allen für den Körper schädlichen Bakterien den Garaus, und zwar auch im Darm. Wer regelmäßig Knoblauch isst, hat darum gute Chancen auf eine gesunde Darmflora und gute Verdauung.
  • ...hilft beim gesunden Leben:
    Es soll Leute geben, die durch Knoblauchessen 100 Jahre und älter wurden. Da könnte wirklich was dran sein. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen immer wieder, dass in Knoblauch tatsächlich lauter Stoffe stecken, die für Gesundheit und langes Leben positiv sind.
  • ...gibt es von mild bis scharf:
    Je jünger der Knoblauch, desto dezenter sein Aroma. Wer nur einen leichten Hauch möchte, der nimmt darum am besten den jungen, frischen Knoblauch. Fans von intensiv-scharfem Knoblaucharoma greifen dagegen zu geräuchertem Knoblauch oder lassen die Knollen länger liegen.
  • ...lässt sich kaum entschärfen:
    Wer den eigenen Geruch nach Knoblauch absolut nicht mag, hat leider kaum eine Wahl: Entweder man verzichtet auf das gesunde und leckere Gemüse - oder man zerdrückt die Zehen mit einem Messerrücken. So oder auch im Ganzen gegart wird der Geruch anschließend nicht ganz so intensiv.
  • ...kann starke Gerüche verursachen:
    Ob jung oder alt – ganz ohne Geruch geht es bei Knoblauch nicht. Nach dem Essen verströmt man ihn durch die Haut und den Atem, weil die schwefelhaltigen ätherischen Öle im Körper frei werden.

Das sollten Sie über Knoblauch wissen

Knoblauch ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Seit über 5000 Jahren wird die tolle Knolle, die auch Gruserich, Liebeswurz, Stinkerwurz, Knoflak oder liebevoll Knofi genannt wird, angebaut. Schon die alten Ägypter nutzten die Knolle: Sie diente als Grabbeigabe der Pharaonen sowie als Kraftquelle für Sklaven, die die Pyramiden bauten.

Eine Knoblauch-Knolle besteht übrigens durchschnittlich aus zwölf Zehen. 

Herkunft

Knoblauch wurde bereits vor über 5000 Jahren in Zentralasien kultiviert, bevor er über das Mittelmeer nach Europa gelangte und sich von dort aus über den gesamten Kontinent verbreitete. Der in Deutschland erhältliche Knoblauch kommt meist aus China, dem weltweit größten Produzenten der Knolle. Des Weiteren wird Knoblauch aus Spanien, Italien, Frankreich, Ägypten und Argentinien angeboten.

Saison

Knoblauch können Sie das gesamte Jahr über kaufen und es gibt ihn in der frischen, halbtrocknenen oder trocknenen Variante.

Geschmack

Kräftig-pikant und dabei nussig-süß: Die Aromen des natürlichen Geschmacksverstärkers sind unvergleichlich. Gerade in der Mittelmeerküche ist er fest verankert.

Meist gilt: je mehr, desto besser. Gern werden für Aioli, Zaziki & Co. 5–10 Zehen oder mehr verwendet. Übrigens: Frischer Knoblauch ist milder als getrockneter.

Sorten

Knoblauch unterscheidet sich je nach der Art der Verwendung, daher gibt es "normalen" Knoblauch, bei dem die Knoblauchzehen verwendet werden, aber auch Schnittknoblauch, wobei es sich um das herzhafte Grün handelt. Doch auch innerhalb der einzelnen Gruppierungen gibt es Unterschiede und somit einzelne Sorten.

Es gibt beispielsweise den "Ajo Morado", den rotvioletten Knoblauch, "Arno", die typische Knoblauchsorte mit weißer Schale, "Chesnok wight" aus Großbritannien, "Deutscher Porzellan, eine Urknoblauchsorte mti vier Zehen, "Chledor", "Edenrose", "Germidour" und viele mehr.

Unsere liebsten Knoblauch-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Knoblauch-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Knoblauch?

Die Schwefelverbindungen der Lauchart besitzen antimikrobielle, antifungale und antibakterielle Eigenschaften und wirken gegen pathogene Eindringlinge jeglicher Art. Das heißt konkret: Knoblauch beugt Erkältungskrankheiten und Grippe vor und unterstützt damit unser Immunsystem (1),(2).

Die kräftig riechenden schwefelhaltigen Bestandteile der Knoblauchzehen enthalten sogenannte Phytonzide, natürliche Antibiotika, die gegen krankmachende Mikroorganismen wirken, ohne dabei den Menschen mit Nebenwirkungen zu belasten. Der Inhaltsstoff Allicin im Knoblauch wirkt sogar gegen solche Bakterien und Pilze, die gegen gebräuchliche Medikamente resistent sind. Darüber hinaus schützt Knoblauch Herz und Gefäße, senkt zu hohen Blutdruck, Knoblauch reguliert die Fett- und Cholesterinwerte und mildert die Gefahr von Gefäßverschlüssen wie zum Beispiel Thrombose (3).

Damit nicht genug: Knoblauch lässt die Verdauungssäfte reichlicher fließen, reguliert die Darmflora und hilft gegen Blähungen. Diese fast ans Wunderbare grenzenden Wirkungen vom Knoblauch sind durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Wie viele Zehen Knoblauch man dafür täglich verspeisen muss, ist umstritten. Anregend ist die jahrtausendealte Vermutung, Knoblauch sei gut für das Liebesleben, und zwar bei Frauen und Männern. So ganz abwegig scheint das nicht, denn Knoblauch verbessert die Durchblutung. Dazu haben Forscher im Knoblauch Substanzen entdeckt, die Ähnlichkeit mit Sexualhormonen haben. Sie testeten die Sache an Fischen und Mäusen. Und denen wurde durch die Auszüge vom Knoblauch zusehends erotischer zumute.

Manche Menschen können Knoblauch einfach nicht riechen! Dabei ist das deftige Bukett bei Knoblauch unvermeidlich, denn geruchloser Knoblauch wirkt nicht. Regelmäßiger Konsum von Knoblauch geht sogar unter die Haut: Selbst der Schweiß bekommt eine leicht knofelige Duftnote. Für Angehörige einiger Berufe (z. B. Zahnärzte, Stewardessen, Kosmetikerinnen) ist ein Menü mit Knoblauch in einem griechischen Restaurant daher leider nur am Wochenende möglich. Große Mengen Knoblauch, roh gegessen, reizen die Schleimhäute. Wer nicht daran gewöhnt ist, kann nach einer Mahlzeit mit mehreren Zehen Knoblauch Magenschmerzen bekommen.

Glücklicherweise sind die Vorbehalte gegen den Duft von Knoblauch heute nicht mehr groß. Wer Knoblauch mag und dazu noch einen lädierten Fettstoffwechsel, hohen Blutdruck, Venenprobleme oder hartnäckige Pilzinfektionen hat, sollte hemmungslos zulangen und Knoblauch möglichst oft roh ins Essen tun. Weil sich ein Teil der heilenden Substanzen vom Knoblauch beim Garen verliert, können Sie ruhig eine Zehe Knoblauch mehr nehmen, wenn es Ihnen nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Wirkung vom Knoblauch ankommt. Wer jede Woche eine kleine Knolle Knoblauch von etwa 50 Gramm isst, kann – das belegen Untersuchungen – mit einer deutlichen Verbesserung des Blutbilds rechnen.

Die Ausdünstungen nach dem Knoblauchgenuss können Ihre Mitmenschen schier aus den Latschen kippen lassen. Verantwortlich dafür ist das ätherische, schwefelhaltige Öl Allicin. Was hilft? Gegen eine echte Knoblauchfahne leider nicht viel. Aber: Milch, Schokolade oder frische Petersilie sollen den Geruch kurzfristig neutralisieren.

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Knoblauch im Überblick (4):

Nährwerte von Knoblauch pro 100 Gramm  
Kalorien 145
Eiweiß 6 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 28,4 g
Ballaststoffe 1,8 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Knoblauch

Einkauf

Achten Sie beim Einkauf auf helle, pralle und saftige Knoblauchzehen. Wenn der Stiel an der Knolle noch vorhanedn ist, sollte dieser saftig und grün aussehen, da dies auf Frische hinweist. Auch sollte die Haut des Knoblauches keine Risse, Verfärbungen oder Stellen haben und den gesamten Knoblauch überziehen. Wenn bereits Keime aus den Zehen wachsen, kann dies ein Zeichen für alten oder schlecht getrockneten Knoblauch sein. Falls Ihnen ein modriger Geruch auffallen sollte, sehen Sie von der Verwendung ab.

Lagerung

Knoblauch können Sie problemlos an einem kühlen, dunklen und luftigen Platz lagern. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht zu hoch sein, da die Knollen sonst anfangen können zu schimmeln.

Vorbereitung

Wenn Sie viele Knoblauchzehen schälen möchten, lösen Sie die Zehen aus der Knolle, drücken Sie sie einzeln an und geben Sie die Zehen in eine Schüssel. Verschließen Sie diese mit einem Deckel und schütteln Sie die Zehen für circa 30 Sekunden – dies soll die Schale der Knoblauchzehen entfernen.

Zubereitungstipps für Knoblauch

Knoblauch darf – ob längs geviertelt, fein gehackt oder durch die Presse gedrückt – nicht zu heiß angebraten werden, da er sonst verbrennt und zudem eine beißende und bittere Schärfe entwickelt.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wie kann man Knoblauch pflanzen?

Knoblauch lässt sich über das "Stecken" vermehren. Entnehmen Sie dafür einfach einzelne Knoblauchzehen aus einer Knolle, lassen Sie diese keimen und stecken Sie sie aufrecht in die Erde. Bedecken Sie die gekeimten Zehen anschließend etwa 5 Zentimeter mit Erde. Beim Stecken sollte darauf geachtet werden, dass die Spitze nach oben zeigt, um sich optimal verwurzeln zu können. Die beste Zeit zum Knoblauch pflanzen ist Mitte September bis in den Oktober hinein, aber auch das zeitige Frühjahr eignet sich.

Knoblauchöl – wo kaufen? 

Knoblauchöl gibt es in gut sortierten Supermärkten sowie Bioläden zu kaufen. Alternativ können Sie Knoblauchöl auch online bestellen.

Wieso macht Knoblauch durstig?

Es ist möglich, dass die scharfen, schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Knoblauchs spezielle Geschmacksrezeptorzellen triggern und somit das Durstgefühl beeinflussen können. Die Auswirkung ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wissenschaftlich erforscht oder belegt ist ein Durstgefühl nach dem Knoblauchverzehr bisher nicht.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
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