Knoblauch

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 10. Jul. 2020

Knoblauch: Dolle Knolle, die rundum gesund ist! Alles über Knoblauch in der Warenkunde von EAT SMARTER.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Knoblauch
  2. Das sollten Sie über Knoblauch wissen
    1. Geschmack
  3. Unsere liebsten Knoblauch-Rezepte
  4. So gesund ist Knoblauch
  5. Gesundheitsvorteile von Knoblauch
  6. Zubereitungstipps für Knoblauch

Infografik zu Knoblauch

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Knoblauch...

  • ...tut für Herz und Kreislauf Gutes: Allicin heißt das schwefelhaltige ätherische Öl, das dem Knoblauch seinen berühmt-berüchtigen Duft gibt – aber vor allem sorgt es für ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Allicin kann erwiesenermaßen einen zu hohen Blutdruck sowie die Fett- und Cholesterinwerte im Blut senken und das Risiko von Gefäßverschlüssen (Thrombosen) mindern. Das Zwiebelgemüse kann helfen, den Blutfluss zu verbessern und den Blutgefäßen eine erhöhte Spannkraft zu verleihen. Dadurch können Arterien nicht mehr so leicht verstopfen und das Risiko für Herzinfarkt, Embolie oder Schlaganfall wird drastisch gesenkt.
  • ... CO2--Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Knoblauch gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...wirkt heilend bei Erkältung: Bakterien und Pilze kann Allicin verlässlich bekämpfen, da mehrere seiner Bestandteile wie ein natürliches Antibiotikum wirken. In der Naturheilkunde hat Knoblauch darum seit Jahrtausenden einen festen Platz als wirksames Mittel auch gegen Erkältungen, Husten bis hin zum Asthma.
  • ...unterstützt die Verdauung: Das in Knoblauch enthaltene Allicin macht allen für den Körper schädlichen Bakterien den Garaus, und zwar auch im Darm. Wer regelmäßig Knoblauch isst, hat darum gute Chancen auf eine gesunde Darmflora und gute Verdauung.
  • ...hilft beim gesunden Leben: Es soll Leute geben, die durch Knoblauchessen 100 Jahre und älter wurden. Da könnte wirklich was dran sein. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen immer wieder, dass in Knoblauch tatsächlich lauter Stoffe stecken, die für Gesundheit und langes Leben positiv sind.
  • ...gibt es von mild bis scharf: Je jünger der Knoblauch, desto dezenter sein Aroma. Wer nur einen leichten Hauch möchte, der nimmt darum am besten den jungen, frischen Knoblauch. Fans von intensiv-scharfem Knoblaucharoma greifen dagegen zu geräuchertem Knoblauch oder lassen die Knollen länger liegen.
  • ...lässt sich kaum entschärfen: Wer den eigenen Geruch nach Knoblauch absolut nicht mag, hat leider kaum eine Wahl: Entweder man verzichtet auf das gesunde und leckere Gemüse - oder man zerdrückt die Zehen mit einem Messerrücken. So oder auch im Ganzen gegart wird der Geruch anschließend nicht ganz so intensiv.
  • ...kann starke Gerüche verursachen: Ob jung oder alt – ganz ohne Geruch geht es bei Knoblauch nicht. Nach dem Essen verströmt man ihn durch die Haut und den Atem, weil die schwefelhaltigen ätherischen Öle im Körper frei werden.

Das sollten Sie über Knoblauch wissen

Knoblauch ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Seit über 5000 Jahren wird die tolle Knolle, die auch Gruserich, Liebeswurz, Stinkerwurz, Knoflak oder liebevoll Knofi genannt wird, angebaut. Schon die alten Ägypter nutzten die Knolle: Sie diente als Grabbeigabe der Pharaonen sowie als Kraftquelle für Sklaven, die die Pyramiden bauten.

Eine Knoblauch-Knolle besteht übrigens durchschnittlich aus zwölf Zehen. 

Geschmack

Kräftig-pikant und dabei nussig-süß: Die Aromen des natürlichen Geschmacksverstärkers sind unvergleichlich. Gerade in der Mittelmeerküche ist er fest verankert.

Meist gilt: je mehr, desto besser. Gern werden für Aioli, Zaziki & Co. fünf bis zehn Zehen oder mehr verwendet. Übrigens: Frischer Knoblauch ist milder als getrockneter.

Unsere liebsten Knoblauch-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Knoblauch-Rezepten.

So gesund ist Knoblauch

Die Schwefelverbindungen der Lauchart besitzen antimikrobielle, antifungale und antibakterielle Eigenschaften und wirken gegen pathogene Eindringlinge jeglicher Art. Das heißt konkret: Knoblauch beugt Erkältungskrankheiten und Grippe vor und unterstützt damit unser Immunsystem.

Die kräftig riechenden schwefelhaltigen Bestandteile der Knoblauchzehen enthalten sogenannte Phytonzide, natürliche Antibiotika, die gegen krank machende Mikroorganismen wirken, ohne dabei den Menschen mit Nebenwirkungen zu belasten. Der Inhaltsstoff Allicin im Knoblauch wirkt sogar gegen solche Bakterien und Pilze, die gegen gebräuchliche Medikamente resistent sind. Darüber hinaus schützt Knoblauch Herz und Gefäße, senkt zu hohen Blutdruck, Knoblauch reguliert die Fett- und Cholesterinwerte und mildert die Gefahr von Gefäßverschlüssen wie zum Beispiel Thrombose.

Damit nicht genug: Knoblauch lässt die Verdauungssäfte reichlicher fließen, reguliert die Darmflora und hilft gegen Blähungen. Diese fast ans Wunderbare grenzenden Wirkungen vom Knoblauch sind durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Wie viele Zehen Knoblauch man dafür täglich verspeisen muss, ist umstritten. Anregend ist die jahrtausendealte Vermutung, Knoblauch sei gut für das Liebesleben, und zwar bei Frauen und Männern. So ganz abwegig scheint das nicht, denn Knoblauch verbessert die Durchblutung. Dazu haben Forscher im Knoblauch Substanzen entdeckt, die Ähnlichkeit mit Sexualhormonen haben. Sie testeten die Sache an Fischen und Mäusen. Und denen wurde durch die Auszüge vom Knoblauch zusehends erotischer zumute.

Manche Menschen können Knoblauch einfach nicht riechen! Dabei ist das deftige Bukett bei Knoblauch unvermeidlich, denn geruchloser Knoblauch wirkt nicht. Regelmäßiger Konsum von Knoblauch geht sogar unter die Haut: Selbst der Schweiß bekommt eine leicht knofelige Duftnote. Für Angehörige einiger Berufe (z.B. Zahnärzte, Stewardessen, Kosmetikerinnen) ist ein Menü mit Knoblauch in einem griechischen Restaurant daher leider nur am Wochenende möglich. Große Mengen Knoblauch, roh gegessen, reizen die Schleimhäute. Wer nicht daran gewöhnt ist, kann nach einer Mahlzeit mit mehreren Zehen Knoblauch Magenschmerzen bekommen.

Glücklicherweise sind die Vorbehalte gegen den Duft von Knoblauch heute nicht mehr groß. Wer Knoblauch mag und dazu noch einen lädierten Fettstoffwechsel, hohen Blutdruck, Venenprobleme oder hartnäckige Pilzinfektionen hat, sollte hemmungslos zulangen und Knoblauch möglichst oft roh ins Essen tun. Weil sich ein Teil der heilenden Substanzen vom Knoblauch beim Garen verliert, können Sie ruhig eine Zehe Knoblauch mehr nehmen, wenn es Ihnen nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Wirkung vom Knoblauch ankommt. Wer jede Woche eine kleine Knolle Knoblauch von etwa 50 Gramm isst, kann – das belegen Untersuchungen – mit einer deutlichen Verbesserung des Blutbilds rechnen.

Die Ausdünstungen nach dem Knoblauchgenuss können Ihre Mitmenschen schier aus den Latschen kippen lassen. Verantwortlich dafür ist das ätherische, schwefelhaltige Öl Allicin. Was hilft? Gegen eine echte Knoblauchfahne leider nicht viel. Aber: Milch, Schokolade oder frische Petersilie sollen den Geruch kurzfristig neutralisieren.

Nährwerte von Knoblauch pro 100 Gramm  
Kalorien 145
Eiweiß 6 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 28,4 g
Ballaststoffe 1,8 g

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Zubereitungstipps für Knoblauch

Knoblauch darf – ob längs geviertelt, fein gehackt oder durch die Presse gedrückt – nicht zu heiß angebraten werden, da er sonst verbrennt und zudem eine beißende und bittere Schärfe entwickelt.

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