Wasabi

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 18. Jan. 2019

Warenkunde Wasabi: EAT SMARTER verrät Ihnen, was Sie über Wasabi wissen sollten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über die Wasabi wissen
    1. Herkunft
    2. Geschmack
  2. Unsere liebsten Rezepte mit Wasabi
  3. Wie gesund ist eigentlich Wasabi?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Wasabi
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Wasabi

Das sollten Sie über die Wasabi wissen

Gelobt sei, was scharf macht – nach dieser Devise gehört Wasabi zum Sushi wie der Senf zur Wurst. In Japan geht kulinarisch beinahe nichts ohne das grüne Gewürz. Dort wächst die zu den Kreuzblütlern zählende Pflanze sogar wild an den Ufern von Bächen und anderen flachen, fließenden Gewässern. Da der Hunger auf Wasabi riesig ist, reicht die Ernte wild wachsender Pflanzen allerdings nicht einmal für den japanischen Bedarf, geschweige denn für den in der restlichen Welt. Darum bauen außer Japan längst auch andere Länder wie vor allem China, Australien, Neuseeland, Taiwan und die USA eine kultivierte Version des sogenannten Feld-Wasabi an.

Obwohl vorwiegend die Wurzel der Wasabi-Pflanze verwendet wird,  ist der oft benutzte Name japanischer Meerrettich schlicht verkehrt, auch wenn geschmacklich und in Sachen Schärfe durchaus Ähnlichkeiten bestehen. Rein botanisch gibt es keine Verwandtschaft zwischen Meerrettich und Wasabi.

Die Japaner verwenden neben den getrockneten Blättern der Pflanze vor allem ihre scharfe Wurzel und reiben sie direkt vor dem Essen zu einer feinen Paste. Mit den Pasten und Pulvern, die wir hierzulande als Wasabi kennen, hat diese ursprüngliche Version nicht allzu viel zu tun: Sie sieht ähnlich aus, schmeckt und riecht aber viel intensiver und aromatischer. In aller Regel stecken in den meisten dieser Produkte nur sehr kleine Mengen echten Wasabis, manchmal sogar nicht mal das, sondern mit Chlorophyll oder Spirulina-Konzentrat grün gefärbter Meerrettich oder ein Gemisch aus Meerrettich und Senf. Um die typische brennende Schärfe von Wasabi zu bekommen, setzen die Hersteller zusätzlich Senföle ein.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat des Wasabi liegt in Japan, wo bis heute das Hautperntegebiet für wilden Wasabi liegt. Dort gelten der dunkelgrüne Daruma Wasabi und der besonders scharfe Matsuma Wasabi als die besten Sorten.

Geschmack

Dank des hohen Gehalts an Senfölen schmeckt Wasabi vor allem sehr scharf, wobei sich die Schärfe ähnlich wie bei unserem Meerrettich vor allem in der Nase entfaltet. Hinter der Schärfe steckt bei Wasabi aber noch ein frischer, „krautiger“ und leicht süßlicher Geschmack. 

Unsere liebsten Rezepte mit Wasabi

Hier gelangen Sie zu allen Wasabi-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Wasabi?

In der traditionellen japanischen Medizin hat Wasabi einen festen Platz als Heilpflanze. Die reichlich darin enthaltenen Senföl-Glykoside gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die dem gesamten Organismus Gutes tun und sogar das Krebsrisiko senken sollen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass Senföle außerdem gegen Entzündungen und Infektionen mit Bakterien und Viren helfen.

Nährwerte von Wasabi pro 100 Gramm  
Kalorien 138
Eiweiß 4,8 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 23,5 g
Ballaststoffe 7,8 g

Einkaufs- und Küchentipps für Wasabi

Einkauf

Wasabipaste oder -pulver bekommen Sie mittlerweile in fast jedem Supermarkt. Eine besonders gute Fundgrube dafür sind Asia-Shops, denn dort kann man mit etwas Glück auch frischen Wasabi finden. Frischen Wasabi bekommen Sie im Internet.

Lagerung

Wenn Sie frischen Wasabi bekommen, können Sie ihn bis zu vier Wochen im Kühlschrank aufheben. Sie müssen ihn einfach in ein Glas stellen und bis zum Stängelansatz mit Wasser bedecken. Angeschnittenen Wasabi wickeln Sie – ähnlich wie Spargel – in ein sauberes, feuchtes Tuch und bewahren ihn ebenfalls im Kühlschrank auf.

Tuben und Gläser mit Wasabipaste sollten Sie immer gut verschließen und im Kühlschrank lagern, damit sich die Senföle nicht verflüchtigen. Wasabi-Pulver zum Anrühren mit Wasser reagiert sehr empfindlich auf Feuchtigkeit – also am besten in einem Glas mit Schraubdeckel aufbewahren.

Vorbereitung

Wenn Sie getrockneten Wasabi in Pulverform verwenden, sollten Sie es vor der Verwendung immer erst mit Wasser anrühren, sonst schmeckt es bitter statt scharf.

Falls Sie frischen Wasabi im Asienshop ergattert haben: Den Wasabi müssen Sie unter kaltem Wasser gründlich waschen und schwarze Stellen entfernen. Schälen ist allerdings bei Wasabi tabu, denn in der äußeren Haut stecken die meisten Geschmacksstoffe. Nach dem Waschen müssen Sie die Wurzel trockentupfen, anschneiden und auf einer sehr feinen Reibe frisch reiben.

Zubereitungstipps für Wasabi

Zusammen mit Sojasauce gehört Wasabi natürlich unbedingt zu Sushi. Doch damit ist noch lange nicht Schluss! Wer Schärfe und Geschmack der grünen Wurzel schätzt, kann es außerdem wie die Japaner machen und Wasabi auch zu anderen Gerichten reichen. Probieren Sie zum Beispiel japanischen Seelachsfrikadellen, frittierte Reisrollen, Garnelenspieße auf Salat oder scharfen Chinakohl-Wraps. Sogar einen pikanten Milch-Mix peppt eine Prise Wasabi auf!

Kleiner Tipp für Einsteiger: Probieren Sie immer erst kleine Mengen und gewöhnen Sie sich langsam an die Schärfe! 

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