Zitronengras

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 08. Jul. 2019
Den Duft kennt jeder, das Gewürz nur wenige: Zitronengras
Den Duft kennt jeder, das Gewürz nur wenige: Zitronengras

Bei uns noch immer ein echter Exot, in Asien Alltagsgewürz wie bei uns die Petersilie: Zitronengras ist unbedingt eine Entdeckung wert und mittlerweile auch hierzulande häufiger zu finden.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Das sollten Sie über Zitronengras wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  2. Unsere liebsten Rezepte mit Zitronengras
  3. Wie gesund ist eigentlich Zitronengras?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Zitronengras
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Zitronengras

Das sollten Sie über Zitronengras wissen

Zitronengras kennen Sie nicht? Vielleicht noch nicht als Gewürz, aber seinen Duft haben Sie sicher schon mal geschnuppert, denn Extrakte aus dem Kraut kommen häufig bei der Herstellung von Duftölen und Anti-Mücken-Kerzen zum Einsatz. Die Entdeckung von Zitronengras beziehungsweise Lemongras als Würzzutat lohnt sich aber auf jeden Fall, vor allem für Fans der asiatischen Küche.

Mit Zitronen hat das Zitronengras botanisch gesehen absolut nichts zu tun, denn es gehört zur Familie der Gräser. Trotzdem gibt es eine gewisse Ähnlichkeit beim Duft, der sich beim Zerreiben oder Hacken der dünnen, schilfähnlichen Stauden aus den Tropen Asiens entfaltet. Er entsteht durch das Freiwerden des im Zitronengras reichlich enthaltenen ätherischen Öls Citral, das auch Citronellöl genannt.

Herkunft

Die Heimat von Zitronengras liegt in Südostasien, vor allem in Vietnam, Thailand und Indonesien.

Saison

Zitronengras kommt das ganze Jahr über aus Asien – vor allem Thailand – zu uns nach Deutschland.

Geschmack

Das ätherische Öl in Zitronengras gibt dem exotischen Kraut einen leicht zitronenartigen Geschmack, der aber eher im Hintergrund bleibt und sich anderen Gewürzen und Aromen dezent anpasst.

Sorten

Im asiatischen Raum kennt man etwa 55 Arten. Am häufigsten angebaut werden das ostindische und das westindische Zitronengras. Zum Kochen verwendet man nur die Stängel der büschelartig wachsenden, möglichst jungen und zarten Pflanze.

Unsere liebsten Rezepte mit Zitronengras

Hier gelangen Sie zu allen Zitronengras-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Zitronengras?

Das ätherische Öl in Zitronengras gilt in Thailand und anderen asiatischen Ländern als heilsam und lindert Magenbeschwerden. Außerdem hilft es bei innerer Unruhe. Außerdem soll es antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

Einkaufs- und Küchentipps für Zitronengras

Einkauf

Frisches Zitronengras bekommt man zwar inzwischen auch in gut sortierten Supermärkten, Feinkostgeschäften und Gemüseläden. Die beste Adresse sind aber Asienshops, denn dort ist Zitronengras meistens besonders frisch und dazu noch preiswert.

Übrigens gilt bei Zitronengras: Je kleiner, desto zarter. Große, ältere Pflanzen werden leicht strohig. Im Asia-Shop finden Sie außerdem gefrorenes Zitronen- beziehungsweise Lemongras im Ganzen oder in dünne Scheiben geschnitten. Unter dem Namen Sereh finden Sie es auch getrocknet und gemahlen. Eine besonders praktische Alternative ist auch Paste aus Zitronengras.

Lagerung

Frisches Zitronengras hält sich problemlos mehrere Wochen, wenn Sie die Stangen in Zeitungspapier einwickeln und sie im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.

Wer Zitronengras preiswert im gut sortierten Supermarkt oder im Asienshop entdeckt, kauft am besten gleich einen kleinen Vorrat: In Gefrierbeutel verpackt halten sich die aromatischen Stängel sehr gut einige Monate im Gefrierfach.

Vorbereitung

Nur keine Scheu – das perfekte Putzen von Zitronengras geht ganz einfach. Zunächst müssen Sie das Zitronengras waschen, trockenschütteln und die äußeren, harten Blätter entfernen. Danach müssen Sie die Bulben und das weiße Fruchtfleisch in ganz feine Ringe schneiden oder sehr fein hacken. In unserem Kochschulvideo zeigt Ihnen Starköchin Cornelia Poletto, worauf es ankommt.

Zubereitungstipps für Zitronengras

Zitronengras können Sie für praktisch jedes asiatische Gericht verwenden. Ob Suppe, Currygericht, Fisch, Fleisch, Salat, Reisgericht oder sogar Nudeln: Zitronengras gibt immer einen wunderbar exotischen Hauch von Frische.

Ganz unkompliziert geht das Würzen mit Zitronengras, wenn sie die geputzten Stängel im Ganzen oder in Stücke geschnitten mitgaren und vor dem Servieren einfach wieder entfernen. So bleibt das Aroma im Gericht, aber man beißt nicht auf dem ziemlich festen Zitronengras herum.

Als Zutat für eine Asia-Brühe nach Thai-Art, mit der man viele tolle asiatische Gerichte zaubern kann, ist Zitronengras unverzichtbar. Die ganzen, unzerteilten Stängel von Zitronengras sind ein besonders raffinierter und aromatischer Ersatz für Holz- oder Metallspieße, zum Beispiel bei unseren köstlichen Fischspießen mit Currymarinade, bei den leckeren Hähnchenspießen mit Erdnussdip oder den extrem kalorienarmen Thai-Fruchtspießen. Zitronengras verwendet man zwar in vielen asiatischen Länderküchen, besonders oft aber kommt es bei Spezialitäten aus Thailand zum Einsatz.

Sehr gut schmeckt auch ein Tee aus Zitronengras: Pro Tasse bereiten Sie einen Stängel wie beschrieben vor und übergießen ihn mit kochendem Wasser. Dann lassen Sie alles gut durchziehen, entfernen das Zitronengras und genießen den Tee. Im Sommer schmeckt der Tee übrigens auch gut gekühlt klasse.

 
und wie kann ich Zitronengras dann anpflanzen???
Bild des Benutzers EAT SMARTER
Hallo Frau Hinterstoisser, dazu finden Sie einige Anleitungen im Internet oder im Video auf Youtube. Viele Grüße EAT SMARTER
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