Mayonnaise

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 08. Jun. 2020

Ohne Mayonnaise geht für Fans von Pommes und Feinkostsalaten nichts. Was wirklich in dem weißen Soßenklassiker steckt, lesen Sie in unserer Warenkunde.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Mayonnaise
  2. Das sollten Sie über Mayonnaise wissen
    1. Herkunft
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Mayonnaise
  4. Wie gesund ist eigentlich Mayonnaise?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Mayonnaise
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Mayonnaise

Infografik zu Mayonnaise

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Infografik Mayonaise

 

Mayonnaise...

  • ...enthält gesundes Fett:
    Immerhin gibt es einen Trost trotz hohen Fettgehalts: Da Mayonnaise aus Pflanzenöl und Eigelb entsteht, setzt sich ihr Fett überwiegend aus „guten“ ungesättigten Fettsäuren zusammen.
  • ...muss smart kombiniert werden:
    Eben weil Mayonnaise von Haus aus schon so reichlich Kalorien und Fett enthält, kommt es bei einer bewussten Ernährung auf die richtige Kombi an. Eine kleine Portion zu magerem Fisch, Fleisch oder zu Meeresfrüchten ist okay; die geliebte Paarung mit selbst ebenfalls fettreichen frittierten Pommes gönnt man sich besser selten.
  • ...belastet das Kalorienkonto:
    Auch wenn Mayonnaise überwiegend günstige Fette enthält – für Figurbewusste oder gar für eine Diät eignet sich der Soßenklassiker leider wirklich nicht. Wer nicht gerade abnehmen will, kann Mayonnaise aber mit einem Trick etwas schlanker machen: einfach mit Joghurt mischen!
  • ...verdirbt sehr schnell:
    Vor allem bei selbst gemachter Mayonnaise kommt es auf absolute Frische der verwendeten Eier an, denn sonst könnte die Soße Salmonellen enthalten. Speziell bei Wärme ist aber selbst bei topfrischen Eiern in der Mayonnaise Vorsicht geboten, denn sie verdirbt auch dann besonders schnell.
  • ...ist sehr fettreich:
    Mindestens 79 Prozent Fett stecken in einer echten Mayonnaise; bei fettreduzierter Mayo sind es immer noch um die 50 Prozent.
  • ...CO2-Bilanz:
    Mit einem Emissionswert von über 260 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Mayonnaise schlecht. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Das sollten Sie über Mayonnaise wissen

Nicht ohne meine Mayo - schon die Kleinsten kennen und lieben Mayonnaise als unverzichtbaren Begleiter von Pommes oder Schnitzel. Die Liebe zur Mayonnaise, die manche auch Majonäse schreiben, lässt meistens auch später nicht nach: Die vielleicht liebste Soße der Deutschen gehört für die meisten untrennbar zu Klassikern wie Nudel- und Kartoffelsalat oder Heringssalaten.

Grundsätzlich versteht man unter Mayonnaise eine sehr dickflüssige Soße, die eher dem ähnelt, was wir heute einen Dip nennen. Das Grundrezept ist seit Jahrhunderten gleich: Zur Herstellung von Mayonnaise verrührt man Eigelb mit Salz, Pfeffer und wenig Wasser, Zitronensaft oder Essig und schlägt dann tropfenweise Öl darunter, bis die richtige Konsistenz erreicht ist.

Selbst gemacht schmeckt Mayonnaise vielen am besten, aber das das einfach klingende Grundrezept für Ungeübte nicht ganz ohne Tücken ist, kaufen die meisten ihre „Mayo“ doch lieber fertig im Glas. Das hat vor allem Sommer übrigens einen weiteren Vorteil: Während frisch geschlagene Mayonnaise aus rohem Eigelb extrem anfällig für Salmonellen (schädliche Bakterien) ist, verdirbt Fertigmayonnaise nicht so schnell.

Herkunft

Typisch deutsch ist Mayonnaise keineswegs, und auch wer auf Frankreich als Herkunftsland tippt, liegt nach Ansicht mancher Experten daneben: Tatsächlich soll Mayonnaise ursprünglich Mahonesa nach der Hauptstadt der Baleareninsel Menorca (Mahon) geheißen haben.

Von dort soll sie der Herzog von Richelieu als kulinarisches Souvenir mit nach Frankreich gebracht haben. Andere Fachleute halten das für ein reines Gerücht und meinen, das Wort Mayonnaise stammt tatsächlich vom französischen Wort „mailler“ für „schlagen“ ab. Fest steht aber so viel: Nach Deutschland kam die Mayonnaise durch die Franzosen. Heute wird sie industriell auch bei uns hergestellt.

Unsere liebsten Rezepte mit Mayonnaise

Hier gelangen Sie zu allen Mayonnaise-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Mayonnaise?

Es lässt sich leider kaum bestreiten, dass die klassisch hergestellte Mayonnaise aus Eigelb und Pflanzenöl vor Cholesterinen und Fett nur so strotzt. Für Gesunde und Schlanke ist es trotzdem kein Problem, ab und zu mal eine kleine Portion davon zu essen.

Mit Vorsicht zu genießen beziehungsweise tabu hingegen ist Mayonnaise für stark Übergewichtige und für Menschen mit zu hohem Bluttfettspiegel. Zum Glück gibt es aber längst auch leichte Alternativen, die mit deutlich weniger Fett und Ei hergestellt werden.

Nährwerte von Mayonnaise pro 100 g  
Kalorien 727
Eiweiß 1,1 g
Fett 79 g
Kohlenhydrate 3 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mayonnaise

Einkauf

Mayonnaise bekommen Sie in großer Auswahl und diversen Varianten in jedem Super- oder Discountmarkt. Im Bioladen finden Sie außerdem Mayonnaise, die aus Bio-Eiern oder vegan ganz ohne Ei hergestellt wurde. Sehr preiswerte Mayonnaise muss nicht unbedingt schlechter sein als hochpreisige Marken-Mayonnaise, wie viele Tests von verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften zeigen.

Probieren Sie am besten mehrere Marken, denn letztlich ist es Geschmackssache, welche Mayonnaise Sie gut finden. Wenn Sie Kalorien sparen möchten, greifen Sie natürlich besser zu den zahlreichen „Light“-Versionen von Mayonnaise, die bis zu circa 60 Prozent weniger Fett enthalten.

Lagerung

Frisch zubereitete Mayonnaise aus Eigelb und Öl müssen Sie unbedingt gut kühlen und am selben Tag verbrauchen. Selbst gemixte Mayonnaise aus fertig gekauften Zutaten können Sie einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Gekaufte Mayonnaise hält ungeöffnet bei guter Kühlung bis zu mehrere Monate. Nach dem Öffnen sollte sie innerhalb von etwa einer Woche verbraucht werden.

Vorbereitung

Wenn Sie Mayonnaise selbst machen möchten, nehmen Sie die Eier dafür so rechtzeitig aus dem Kühlschrank, dass sie Zimmertemperatur haben. Da nur das Eigelb gebraucht wird, müssen Sie die Eier vor dem Zubereiten noch trennen.

Zubereitungstipps für Mayonnaise

Das Grundrezept für eine klassische Mayonnaise ist einfach: Für 250 Gramm schlagen Sie zwei sehr frische Eigelb mit einem Teelöffel Senf (mittelscharf oder scharf). Dann fügen Sie unter ständigem Schlagen tröpfchenweise 50 Milliliter Pflanzenöl hinzu, bis eine Emulsion, also eine glatte Creme, entsteht. Erst dann geben Sie nach und nach 200 Milliliter Pflanzenöl in einem dünnen Strahl dazu und schlagen dabei ständig weiter. Gibt man das Öl zu schnell dazu, statt es geduldig in dünnem Strahl nach und nach unterzuarbeiten, gerinnt die Mayonnaise rasch. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zitronensaft abschmecken. Wichtig ist, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben müssen.

Natürlich können Sie auch eine schlanke Mayonnaise mixen, sogar ganz ohne Öl.

 
Mayonnaise durch langsames schlagen und unterrühren herzustellen is unnötig, schneller, einfacher und sicherer ist folgende Methode: Alle Zutaten in einen Mixbecher füllen und mit den Pürierstab aufschlagen - fertig. Gelingt immer!
Schreiben Sie einen Kommentar