Mascarpone

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 08. Jun. 2020

Die vermutlich cremigste Versuchung, seit es Desserts gibt: Mascarpone ist selbst für eisern Figurbewusste fast unwiderstehlich. Was den Frischkäse so verführerisch macht? Das verrät unsere Warenkunde!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Mascarpone
  2. Das sollten Sie über Mascarpone wissen
    1. Herkunft
    2. Geschmack
  3. Unsere liebsten Mascarpone-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Mascarpone?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Mascarpone
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  6. Zubereitungstipps für Mascarpone

Infografik zu Mascarpone

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Warenkunde Mascarpone Infografik

Mascarpone...

  • ...liefert viel Vitamin A: Üppige 520 Mikrogramm Vitamin A stecken in 100 Gramm Mascarpone, das ist mehr als in vielen Gemüsesorten und deckt den durchschnittlichen Tagesbedarf bereits zu fast zwei Dritteln! Der Vitalstoff sorgt für gutes Sehen, gesunde Haut und Schleimhäute.
  • ...bietet Proteine: Die meisten anderen Milchprodukte haben zwar deutlich mehr zu bieten, aber die gut 4,5 Gramm Eiweiß aus Mascarpone tragen natürlich trotzdem zur Versorgung mit Proteinen bei.
  • ...ist kein Dickmacher: Trotz des relativ hohen Fettgehalts brauchen Abnehmwillige Mascarpone nicht zu meiden. In herzhaften Gerichten verwendet, oder auch mit frischen Früchten und einem Teelöffel Honig als zuckerarmes Dessert, macht der italienische Frischkäse gut und langanhaltend satt und wirkt so Heißhunger entgegen.
  • ...tut den Zellen gut: Auch wenn es keine Mega-Menge ist: Mascarpone steuert mit 1,4 Milligramm Vitamin E immerhin gut ein Zehntel zur täglich benötigten Menge bei. Vitamin E schützt die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen durch freie Radikale und beugt damit Krankheiten sowie vorzeitigen Alterungserscheinungen vor.
  • ...festigt die Knochen: Mit 60 Milligramm Calcium und 130 Milligramm Phosphor enthalten 100 Gramm Mascarpone eine super Kombi für starke Knochen und gesunde Zähne.
  • ...enthält Laktose: Mit etwa 4,6 Gramm Laktose (Milchzucker) pro 100 Gramm gehört Mascarpone zwar nicht zu den Spitzenreitern, liefert aber mehr, als bei einer Laktoseintoleranz gut tut. Die Alternative: Mascarpone gibt es auch laktosefrei!
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von über 260 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Mascarpone schlecht. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Das sollten Sie über Mascarpone wissen

In Italien nennt man den Mascarpone auch „formaggio di lusso“, also "Luxuskäse". Und wer sich schon mal ein echtes Tiramisu auf der Zunge hat zergehen lassen, kann es bestätigen: Mascarpone ist einfach erste Sahne! Kein Wunder, denn der verführerisch zarte und leicht säuerliche Doppelrahmfrischkäse wird aus frischer Sahne hergestellt.

Um den Mascarpone so cremig zu bekommen, gibts allerdings ein Geheimnis bei seiner Herstellung: Man kocht den von Kuhmilch abgeschöpften Rahm zunächst bei 90 Grad Celsius, dickt ihn dann mit Weinstein- oder Zitronensäure auf natürliche Weise an und lässt ihn schließlich zweimal gründlich abtropfen. Dabei konzentriert sich die Sahne noch, und übrig bleibt die mit 90 Prozent Fett in Trockenmasse gehaltvolle Masse namens Macarpone.

Das Besondere an Macarpone: Er schmeckt sowohl in Desserts und Torten köstlich als auch hinreißend in Pastasaucen und anderen Saucen. Gorgonzola-Fans mögen ihren Blauschimmelkäse auch gern mit Mascarpone geschichtet als „Gorgonzola picante“.

Weil der cremige Frischkäse nicht sehr lange haltbar ist, war es früher üblich, ihn vorwiegend im Winter zuzubereiten. Im Zeitalter des Kühlschranks kann man ihn aber längst rund ums Jahr genießen.

Herkunft

Seine ursprüngliche Heimat liegt in Lodi, einer Provinz der italienischen Lombardei. Den Namen verdankt Mascarpone den dort üblichen Bezeichnungen „Mascherpa“ und „Mascarpia“, mit denen eigentlich Ricotta gemeint war. Heute kommt Mascarpone längst aus ganz Italien und außerdem aus anderen Ländern wie zum Beispiel auch Deutschland.

Geschmack

Mascarpone schmeckt sehr sahnig und leicht säuerlich.

Unsere liebsten Mascarpone-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Mascarpone-Rezepten. 

Wie gesund ist eigentlich Mascarpone?

Grundsätzlich sind ja alle Milchprodukte schon wegen ihres Eiweißgehalts günstig für die Gesundheit. Aber bei fast 50 Prozent Fett und immerhin 138 Milligramm Cholesterin pro 11 Gramm, mit denen Mascarpone um die Ecke kommt, kann man nicht verschweigen: Er ist schon eine kleine Sünde für die Figur und die Blutfettwerte! Wer sich dessen bewusst ist und sich Mascarpone nur ausnahmsweise mal gönnt, braucht dennoch kein schlechtes Gewissen zu haben.

Nährwerte von Mascarpone pro 100 g  
Kalorien 460
Eiweiß 4,6 g
Fett 48 g
Kohlenhydrate 3,6 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Mascarpone

Einkauf

Im Supermarkt finden Sie Mascarpone im Kühlregal mit Milchprodukten praktisch überall und jederzeit. Inzwischen bekommt man ihn mit etwas Glück dort auch in einer nicht ganz so gehaltvollen Version mit „nur“ rund 30 % Fettanteil.

Lagerung

Wie alle Frischkäse ohne Konservierungsstoffe verdirbt Mascarpone nach dem Öffnen der Packung ziemlich schnell. Lagern Sie ihn also im kältesten Bereich des Kühlschranks und verbrauchen Sie ihn bald.

Zubereitungstipps für Mascarpone

Der klassische Einsatzbereich für Mascarpone ist natürlich das hinreißende Italo-Dessert Tiramisu. Aber der cremig-sahnige Frischkäse schmeckt auch wunderbar, wenn man ihn etwas glattrührt und einfach mit Zucker und evtl. Kakaopulver bestäubt fast pur vernascht.

Die Kombi mit frischen Früchten oder Obstsalat bekommt dem Mascarpone ebenfalls hervorragend, und in Torten oder Kuchen und Eiscremes läuft er zu Bestform auf. Manche mögen Mascarpone außerdem gern als Ersatz für Sahne, Creme fraiche oder Creme double in herzhaften Suppen und Saucen. Das klappt perfekt, denn durch den hohen Fettanteil gerinnt Mascarpone in heißer Flüssigkeit nicht, sondern gibt ihr eine schöne Konsistenz und Farbe.

Apropos Sahne: Ein großzügiger Klacks Mascarpone zum eher trockenen Osterkuchen Panettone ist in Italien angenehme Pflicht!

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