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Leichtes Dessert

Tiramisu: Der gesunde Klassiker

Von Beeke Hedder
Aktualisiert am 20. Aug. 2019
© StockFood/Dave King
© StockFood/Dave King

Energiereich, anregend und unfassbar lecker: So in etwa lässt sich die italienische Nachspeise Tiramisu beschreiben. Das klassische Gericht verträgt aber auch etwas weniger Energie, ohne geschmacklich einzubüßen. Mit unserem Rezept für ein smartes Tiramisu geben wir Ihnen die passende Anleitung dazu.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Woher kommt Tiramisu eigentlich?
  2. Welche Zutaten gehören in das klassische Tiramisu?
    1. Espresso für das richtige Aroma
    2. Eigelb für einen cremigen Genuss
    3. Zucker für die richtige Süße
    4. Mascarpone als Geschmacksträger
    5. Löffelbiskuit für die Variation
    6. Kakaopulver für den krönenden Abschluss
    7. Marsala für die geschmackliche Abrundung
  3. Was müssen Sie bei der Zubereitung beachten?
    1. Die Cremigkeit macht's
    2. Let it cool
    3. Die Wahl des richtigen Löffelbiskuits
  4. So vielfältig ist unser Klassiker-Rezept für Tiramisu
  5. Extra-Tipps für das smarte Tiramisu
  6. Wissen zum Mitnehmen

Cremige Mascarpone und Zucker geben der klassischen Nachspeise das gewisse Etwas, belasten das Kalorienkonto aber ebenso sehr. Ohne auf großartigen Genuss verzichten zu müssen, kann Tiramisu auch “leichter” zubereitet werden. Wie das geht, verraten wir Ihnen in unserem smarten Klassiker-Rezept und unseren Tipps rund um das italienische Dessert.

Hier geht es zum gesunden Tiramisu-Klassiker:

Woher kommt Tiramisu eigentlich?

Um die Herkunft der simplen Süßspeise lässt sich streiten, aber eines ist sonnenklar: Das Tiramisu ist so italienisch wie Pizza, Pasta oder Bruschetta. Doch welchem italienischen Koch nun genau die geniale Idee entsprungen ist, kann bis heute nicht gesagt werden. Erstmals soll das Tiramisu in den 1950er Jahren in der norditalienischen Region Friaul-Julisch zubereitet worden sein – von der Hotelbesitzerin Norma Pielli, die mit ihrer süßen Kreation erschöpfte Skifahrer zu neuer Energie verhalf.

Ein Jahrzehnt später tauchte das Rezept in der Stadt Treviso erneut auf: Der Konditor Roberto Linguanotto soll in einem Restaurant die gleiche Nachspeise entwickelt haben, die er "Tiramesù" nannte und woraus sich das nun so bekannte "Tiramisu" entwickelt haben soll.

Merke!
Die wahre Herkunft des Tiramisu ist nicht eindeutig geklärt. Klar ist aber: Die beliebte Nachspeise ist der Inbegriff Italiens.

Welche Zutaten gehören in das klassische Tiramisu?

Wird Tiramisu mit oder ohne Alkohol zubereitet? Welche Zutaten wirklich in den Dessert-Klassiker gehören, verraten wir Ihnen hier – und stellen gleichzeitig unsere smarte Variante der beliebten Nachspeise vor.

Espresso für das richtige Aroma

Die italienische Kaffeezubereitung übernimmt im Tiramisu gleich mehrere Funktionen: Neben der anregenden Wirkung wird der Espresso benötigt, um die Löffelbiskuits darin zu tränken und ihnen die richtige Konsistenz zu verleihen. Besonders wichtig ist natürlich das unverwechselbare Aroma, das in der italienischen Nachspeise nicht fehlen darf.

Smarte Variante: Nicht jeder hat eine Vorliebe für Espresso und somit eine Espresso-Maschine zu Hause stehen. Deshalb kommt in unserem Tiramisu-Rezept normaler Filterkaffee zum Einsatz – den hat fast jeder zu Hause. Sobald Kinder mitessen möchten, sollte aber generell auf koffeinhaltige Lebensmittel verzichtet werden. Für die Kleinsten unter uns kann daher entweder entkoffeinierter Kaffee oder auch Gewürztee zum Einsatz kommen.

Eigelb für einen cremigen Genuss

Das Eigelb gibt der Mascarponemasse eine wunderbare Cremigkeit und ist dadurch ein Muss in jedem klassischen Tiramisu. Da die Eier so oder so getrennt werden müssen, wird auch gerne das Eiweiß steif geschlagen und für mehr Luftigkeit unter die Masse gehoben. 

Smarte Variante: Für eine längere Haltbarkeit wird in unserem Tiramisu-Rezept auf das Ei verzichtet. Dadurch können hier auch Risikogruppen, beispielsweise Schwangere, das leckere Dessert genießen.

Zucker für die richtige Süße

Die entsprechende Süße darf neben den vielen Aromen und der unschlagbaren Creme natürlich nicht fehlen; diese kommt meist durch raffinierten Haushaltszucker ins Tiramisu. Je nach Art der Löffelbiskuits ist mehr oder weniger zusätzliche Süße notwendig.

Smarte Variante: Der raffinierte Zucker kann ganz leicht durch ein natürliches Süßungsmittel ersetzt werden. In unserem Rezept ist es der Honig, der das Dessert verfeinert.

Mascarpone als Geschmacksträger

Tiramisu ohne Mascarpone? Unvorstellbar! Der italienische Frischkäse ist der Inbegriff der beliebten Nachspeise. Durch den hohen Fettgehalt fungiert die Mascarpone als Geschmacksträger und macht die Creme zu dem, was sie ist: einfach unwiderstehlich.

Smarte Variante: Für ein smartes Tiramisu ist es nicht notwendig, komplett auf den leckeren Frischkäse zu verzichten. Durch den anteiligen Ersatz mit Magerquark behält die Masse ihre Cremigkeit und den Geschmack. Aber: Der Fettanteil wird reduziert, wodurch das Tiramisu insgesamt leichter wird.

Löffelbiskuit für die Variation

Die in Espresso getränkten Kekse machen das Tiramisu abwechslungsreich und verwandeln die Süßspeise zu einem Schichtdessert ohne Gleichen. Je nachdem, ob es sich um Löffelbiskuits mit oder ohne Zuckerschicht handelt, wird die Mascarponecreme mit ihrer Süße angepasst.

Kakaopulver für den krönenden Abschluss

Die letzte Schicht aus Kakaopulver auf dem Tiramisu ist Schlussstrich und i-Tüpfelchen in einem: Der krönende Abschluss lässt die Nachspeise nicht nur optisch gut dastehen, sondern harmoniert darüber hinaus perfekt mit dem Espresso und bringt durch blutdrucksenkende Pflanzenfarbstoffe gesundheitliche Vorteile.

Marsala für die geschmackliche Abrundung

Obwohl im ursprünglichen Tiramisu kein Alkohol enthalten ist, geben wir gerade in Deutschland gerne einen Schuss dazu. Der italienische Dessert-Wein Marsala gibt dem italienischen Klassiker den aromatischen Feinschliff – einfach lecker in Kombination mit dem herben Kaffee! Auch Amaretto findet als alkoholhaltige Zugabe oft Verwendung.

Smarte Variante: Mit der richtigen Alternative kann in der Zubereitung problemlos auf Alkohol verzichtet werden. Für ein fruchtiges Aroma sorgt im smarten Tiramisu etwas Apfelsaft – das ist genauso lecker und ermöglicht sowohl Kindern als auch denjenigen den süßen Genuss, die generell auf Alkohol verzichten.

Merke!
Anders als oft vermutet, kommt das originale Tiramisu-Rezept ohne Alkohol aus. Ein Teil Magerquark in der Mascarponecreme sorgt für mehr Leichtigkeit in der Nachspeise.

Was müssen Sie bei der Zubereitung beachten?

Der Dessert-Klassiker ist glücklicherweise recht leicht zuzubereiten und damit auch für Koch-Einsteiger gut zu schaffen. Mit unseren kleinen Tipps rund um die Zubereitung wird das Tiramisu für Sie zum Kinderspiel.

Die Cremigkeit macht's

Die Masse aus Mascarpone und Magerquark ist die Schlüsselkomponente im Tiramisu und sollte luftig-leicht und besonders cremig sein. Das ist ganz einfach umsetzbar: Nutzen Sie möglichst flüssigen Honig und schlagen Sie diesen zusammen mit dem Magerquark und etwas gemahlener Vanille auf. Die Mascarpone wird anschließend nur noch mit einem großen Löffel untergehoben.

Let it cool

Kochen Sie den benötigten Kaffee gerne einen Tag vorher und lassen Sie diesen im Kühlschrank abkühlen. Das spart Ihnen bei der tatsächlichen Zubereitung Zeit. Oder vielleicht haben Sie auch noch etwas vom morgendlichen Filterkaffee übrig? Geht genauso gut!

Die Wahl des richtigen Löffelbiskuits

Löffelbiskuit ist nicht gleich Löffelbiskuit: Sie können die Kekse sowohl mit Zuckerschicht bekommen oder auch ohne. Für die gesunde Tiramisu-Variante greifen Sie bestenfalls zu den Keksen ohne Extra-Zucker. Oder Sie backen direkt selbst – denn so lässt sich die Süße besser regulieren.

Merke!
Durch ordentliches Rühren wird der Masse die Cremigkeit verliehen, die im Tiramisu besondere Tragweite hat. Bei der Wahl des Löffelbiskuits sollte möglichst die Variante ohne zusätzliche Zuckerschicht gewählt werden.

So vielfältig ist unser Klassiker-Rezept für Tiramisu

Tiramisu ist super, aber Ihnen fehlt die Abwechslung? Wie gut, dass unser smartes Tiramisu-Rezept so wandelbar ist! Ob weihnachtlich, fruchtig, oder für Kinder geeignet – jeder kommt hier auf seine Kosten und kann dieses potenzielle Lieblingsdessert mit all seinen Facetten genießen.

Merke!
Früchte, weihnachtliche Gewürze oder der Austausch von Zutaten macht das Tiramisu unendlich variabel; so ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Extra-Tipps für das smarte Tiramisu

Sollte vom Tiramisu noch etwas übrig geblieben sein, kann dieses auch gut eingefroren werden, um es zu einem späteren Zeitpunkt vernaschen zu können. Fehlt die Geduld für das langwierige Auftauen, schmeckt das Schichtdessert auch noch halb gefroren, als sogenanntes Semifreddo.

Die ambitionierten Bäcker unter den Tiramisu-Liebhabern können außerdem den Löffelbiskuit selber backen – optimalerweise aus Vollkornmehl, das bringt mehr verdauungsfördernde Ballaststoffe in die Nachspeise. Auch andere Kekse alternativ zum Löffelbiskuit machen im Dessert eine gute Figur. Probieren Sie doch mal Vollkorn-Haferkekse oder Vollkorn-Schokoladenkekse.

Für alle, die den herben Geschmack des Kaffees nicht so gern mögen, gibt es eine simple, aber ebenso schmackhafte Lösung: Statt in Kaffee können Sie den Löffelbiskuit einfach in Kakao tränken.

Merke!
Die süße Nachspeise lässt sich problemlos einfrieren und dann beispielsweise als Semifreddo (Halbgefrorenes) nochmals genießen. Selbstgebackener Löffelbiskuit aus Vollkornmehl sorgt für verdauungsfördernde Ballaststoffe im Dessert.

Wissen zum Mitnehmen

Das Tiramisu ist unter den Desserts ein absoluter Liebling und hat seinen Ursprung in Italien, wobei bis heute nicht geklärt ist, wer genau die Nachspeise nun erfunden hat. 

Obwohl wir Tiramisu meist mit alkoholischem “Schuss” in Form von Marsala, Amaretto oder Cognac kennen, ist dieser im Originalrezept nicht vorgesehen und kommt auch im gesunden Klassiker-Rezept von EAT SMARTER nicht zum Einsatz. Durch Apfelsaft erhält der Kaffee im Tiramisu dennoch einen fruchtigen Gegenspieler.

Das klassische Tiramisu an sich ist schon ein Gedicht, aber je nach Jahreszeit und Gemüt lässt sich dieser Gaumenschmaus unendlich variieren: Mit Beerenobst, weihnachtlichen Gewürzen oder speziell für Kinder.

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