Der Profi-Coach

Warum Radfahren auch den Kopf fit hält

Von Uwe Pettenberg
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Wer mit dem Fahrrad fährt, umgeht nicht nur Staus und hält sich fit – auch das Gehirn und sogar das Sexleben profitieren. Warum das so ist, erklärt Profi-Coach Uwe Pettenberg.

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An anderer Stelle habe ich hier schon einmal davon berichtet wie ich zum Radeln gekommen bin, und mir das, da ich fast nur noch nach dem Lustprinzip handle, mehr Spaß und mehr Bewegung denn je in mein Leben gebracht habe. Ich radle praktisch in jeder freien Minute, immer dann wenn es passt, und da ich mittlerweile sehr entspannt und ohne falschen Ehrgeiz fahre, habe ich öfter Zeit dafür, als ich mir je hätte vorstellen können.
 
Viele Menschen fangen das Radfahren an, um in Form zu kommen und gesünder zu leben – aber wussten Sie, dass Sie auch Ihre mentale Fitness durch regelmäßiges Radfahren verbessern können? Lediglich 30 Minuten täglich verbessern bereits das Gedächtnis. Darüber hinaus wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass auch unsere Psyche davon profitiert, denn Depressionen und Angstzustände können sich deutlich verbessern.

Den Gehirn- und Wadenmuskel gleichermaßen trainieren

Beim Radfahren wird das Gehirn wie ein Muskel trainiert. Diese Form der Bewegung sorgt dafür, dass sich das Blut vermehrt, das zu den Muskeln fließt und ermöglicht unserem Körper, mehr Kapillaren aufzubauen, um mehr Blut zur Verfügung zu stellen und somit mehr Sauerstoff für diese Muskeln.

Der gleiche Vorgang zeigt sich im Gehirn. Radfahren lässt unser kardiovaskuläres System weiter in unser Gehirn wachsen und versorgt es mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen, und das wiederum verbessert unsere Kondition. Auch die Eiweißproduktion wird angekurbelt; diese ist für das Wachstum neuer Gehirnzellen notwendig.

Regelmäßiges Radeln verdoppelt und verdreifacht die neue Zellproduktion in unserem Gehirn. Außerdem erhöht es die Aktivität der Neurotransmitter und sorgt so dafür, dass unsere verschiedenen Gehirnregionen effektiver miteinander kommunizieren und sich unsere kognitiven Fähigkeiten verbessern.

Den Ritt genießen

Wenn Sie gerne radfahren würden, jedoch denken, dass es zeitlich noch nicht passt, nehmen Sie den Drahtesel doch erst einmal zur Arbeit und zurück. Radfahren, ähnlich wie Laufen, lässt sich relativ leicht auch in einen vollen Terminplaner integrieren, ich erwähnte das bereits. Das einfachste wäre demnach, ein bereits bestehendes Zeitfenster zu nutzen und in diesem Fall das Auto stehen zu lassen und aufs Rad umzusteigen.

Ihr Körper und die Umwelt werden es Ihnen danken. Keine Staus mehr, überflüssige Pfunde verlieren, straffere Figur, einen durchgepusteten, klaren Kopf bei Ankunft ... Übrigens kann man auch bei „schlechtem“ Wetter wunderbar auf dem Rad unterwegs sein. Sie wissen ja, es gibt kein schlechtes Wetter lediglich unpassende Kleidung.

Die mentale Stärke ausbauen

Wenn Sie die Gewohnheit einmal etabliert haben, sind Sie bestens für den nächsten Schritt vorbereitet: Tägliche Bewegung erhöht unser Energielevel und reduziert Erschöpfung und Müdigkeit. Eine 30-minütige Runde reduziert bereits Stress, Angst und Niedergeschlagenheit, Ihre Reaktionszeit, das Gedächtnis und unser kreatives Denken werden erhöht. Ganz zu schweigen von dem Gefühl des Wohlbefindens nach jeder Art von Bewegung.

Besserer Sex – oder zumindest den Glauben daran

Sie werden besseren Sex haben – oder mindestens glauben, dass es so ist. Mentale Gesundheit sorgt für mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Studien haben ergeben, dass Männer, die bis zu sechs Mal die Woche trainieren, weitaus mehr Lust auf Sex als der Durchschnittsbürger haben. Auch bei Frauen ist das so, allerdings nicht ganz so drastisch.

Aus welchen Gründen auch immer sind diese Männer in jeder Hinsicht ausgesprochen selbstbewusst. Wenn das kein guter Grund für regelmäßige Bewegung ist? Allerdings hat das ganze auch eine Kehrseite: Während noch intensiveres Training bei Männern zu einem Sinken des Testosteronspiegels führen kann, haben Frauen nach nur 20 Minuten regelmäßigem Sport mehr Lust auf Erotik.

Ein gesunder Appetit

Bewegung welcher Art auch immer sorgt für einen gesunden Appetit im Sinne von: Der Körper verlangt eher nach dem, was er wirklich braucht, und nicht wonach uns gelüstet, wenn wir zum Beispiel gelangweilt oder traurig sind.

Heißhungerattacken werden seltener und kleine Sünden steckt unser Körper leichter weg, ohne dass wir gleich an Gewicht zulegen, wenn wir dafür sorgen, dass unser Grundumsatz ein gewisses Niveau hält. Wenn wir unsere Muskeln beanspruchen, kann unser Körper Kohlehydrate besser verstoffwechseln und Fettdepots auflösen.

Länger (und glücklicher) leben

Tägliches Radeln tut noch mehr, als uns gesünder und glücklicher zu machen: Selbst wenn Sie schon langsam ins Älterwerden kommen, verlangsamt Bewegung selbiges. Eine norwegische Studie hat eine Gruppe älterer Männer in ihren 70er und 80ern beim Radfahren begleitet.

Es stellte sich heraus, dass lediglich 30 Minuten jeden Tag ausreichten, um diese Männer im Schnitt fünf Jahre älter werden zu lassen als die Testgruppe, die sich nicht bewegte. Es gibt noch mehr solcher Untersuchungen und alle bestätigen: Es ist nie zu spät!
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohes Bewegen!

Herzlichst, Ihr Uwe Pettenberg


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Seit ich täglich mit dem Rad zur Arbeit fahre, komme ich morgens viel wacher im Büro an und (was fast noch wichtigr ist ;-) am Nachmittag viel entspannter in den Feierabend.
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