Schafskäse (Feta)

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 13. Mai. 2020

Der vermutlich älteste Käse der Welt ist aktueller denn je: Schafskäse wird auch bei uns immer beliebter. Warum das für Genießer und Gesundheitsbewusste eine gute Nachricht ist, lesen Sie hier.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Schafskäse
  2. Das sollten Sie über Schafskäse wissen
  3. Unsere liebsten Schafskäse-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Schafskäse?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Schafskäse
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Schafskäse

Infografik zu Schafskäse

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik.

Schafskäse...

  • ...punktet mit Proteinen: Der hohe Eiweißanteil von rund 16 Gramm pro 100 Gramm in Feta hilft beim Aufbau und Erhalt von Muskelmasse. Außerdem verhindert er, dass der Körper bei einer Diät Muskelmasse statt Fett abbaut.
  • ...stärkt die Knochen: Bei 500 Milligramm Calcium plus 400 Milligramm Phosphor pro 100 Gramm bietet Feta eine dicke Portion der Stoffe, die zusammen besonders effektiv für starke, feste Knochen und außerdem für gesunde Zähne sorgen.
  • ...ist gut für Augen und Haut: In 100 Gramm Feta stecken etwa 180 Milligramm Vitamin A, das die Sehkraft (besonders auch bei Nacht) stärkt und für gesunde Haut sorgt. Ideal ist hier übrigens, dass Feta auch Fett liefert, denn dieses macht Vitamin A im Körper optimal verfügbar.
  • ...fördert die Gesundheit: Ein besonderer Inhaltsstoff von Feta war früher als Vitamin B13 bekannt und heißt heute Orotsäure. Orotsäure soll z.B. die Abwehrkräfte stärken, den Cholesterinspiegel senken, das Zellgewebe und die Leber schützen. Auch auf Herz und Kreislauf soll Orotsäure günstig wirken.
  • … pusht das Immunsystem Der hohe Zinkgehalt in Feta kann auch vor Erkältungen und allgemeiner Krankheitsanfälligkeit schützen.
  • … tut der Schönheit gut Wer sich glänzendes Haar und feste Nägel wünscht, sollte ruhig öfter mal Feta essen. In 100 g steckt nämlich mit ca. 3,5 mg schon die Hälfte der täglich empfohlenen Menge Zink. Das Spurenelement ist u.a. zuständig für gutes Wachstum von Haaren und Nägeln.
  • ...enthält wenig Laktose: Auch wenn man es immer wieder liest - Feta ist leider nicht frei von Laktose (Milchzucker). Allerdings ist der Anteil tatsächlich sehr gering: 100 Gramm Feta enthalten maximal 0,7 Gramm Laktose. Viele, die Milchzucker nicht vertragen, haben darum bei Feta kaum oder keine Probleme.
  • ...CO2-Bilanz Mit einem Emissionswert von über 260 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Schafskäse schlecht. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Das sollten Sie über Schafskäse wissen

Als die ersten sogenannten Gastarbeiter vor rund 50 Jahren aus Griechenland zu uns kamen, hatten sie neben Gyros und Ouzo einen dritten kulinarischen Newcomer im Gepäck: Schafskäse, hierzulande bis dahin beinahe unbekannt, wurde zum Renner. Die Griechen wird das wenig überrascht haben, schließlich hat es gute Gründe, dass Schafskäse bei ihnen seit Jahrtausenden sogar als Geschenk der Götter gilt. Auch die bei uns immer noch herrschende Verwirrung darüber, ob Schafskäse und Feta dasselbe sind, dürfte in Griechenland Verwunderung auslösen. Denn schließlich bedeutet das Wort „Feta“ schlicht und einfach so viel wie „Scheibe“.

Vermutlich weil „Feta“ so griffig und nach mediterranem Genuss klingt, hat sich der Name hierzulande als Synonym für Schafskäse eingebürgert. Das wäre nicht weiter wild, wenn auch wirklich immer echter Schafskäse wäre, was Feta heißt. Doch dem ist keineswegs so, denn unter diesem Namen wurden lange Zeit auch Produkte verkauft, der zwar wie Schafskäse aussah, aber tatsächlich ganz oder teilweise aus Kuhmilch bestand.

Doch damit ist seit rund 16 Jahren Schluss: Inzwischen darf nur Käse als Feta verkauft werden, der aus Griechenland stammt. Er muss ganz traditionell in Salzlake eingelegt sein und überwiegend aus Schafsmilch bestehen – lediglich ein Anteil Ziegenmilch ist erlaubt. Feta darf sich nur das griechische Original aus Schaf­ oder Ziegenmilch nennen. Kuh­milchvarianten heißen daher meist Hirten­käse oder Weichkäse griechischer Art.

Auch bei der Herstellung wird Tradition groß geschrieben: Wie schon seit vielen Jahrhunderten gerinnt die Schafsmilch durch den Zusatz von Buttermilch oder Lab und wird dann ausgepresst, bis nur noch eine feste Masse übrigbleibt. Diese schneidet man in Scheiben und schichtet sie mit Salz und Schafsmolke in Holzfässer oder Metallbehälter. Nach rund 2 Monaten Reifezeit ist der Schafskäse fertig; allerdings gibt es auch Sorten, die wesentlich länger reifen und dadurch fester und würziger werden.

Unsere liebsten Schafskäse-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Schafskäse-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Schafskäse?

Der würzige Käse eignet sich in Würfel geschnitten perfekt als eiweißreiche Zwischenmahlzeit. Weil keine Kohlenhydrate in ihm stecken, steigt der Blutzuckerspiegel kaum an und Heißhunger hat keine Chance.

Durch seinen Gehalt an Vitamin B3 (Niacin) un­terstützt der Käse viele wichtige Funktionen im Stoffwechsel – wie die Bildung von Schilddrüsenhormonen und Fettsäuren sowie die Kontrolle des Blutzuckers.

Feta ist eine Quelle für Zink. Dieses lebens­wichtige Spurenelement wird für die Zellteilung benötigt und fördert daher die Regeneration der Haut und das Abheilen von Verletzungen.

Einkaufs- und Küchentipps für Schafskäse

Einkauf

Wenn Sie Wert auf das Original legen, können Sie sich mittlerweile darauf verlassen: Steht „Feta 40 Prozent“ oder „Feta 45 Prozent“ auf der Verpackung, bekommen Sie echten griechischen Schafskäse.

Lautet die Bezeichnung hingegen einfach „Schafskäse“, dann kann das Produkt auch aus anderen Ländern wie zum Beispiel der Türkei oder Bulgarien stammen. Das ist selbstverständlich kein Mangel, sondern einfach eine Frage der vorgeschriebenen Benennung.

Lagerung

Als typischer Frischkäse hält sich lose gekaufter Schafskäse auch im Kühlschrank nicht länger als etwa 4-5 Tage. Sie können seine Haltbarkeit aber verlängern, wenn Sie ihn in eine Mischung aus gut gesalzenem, frischem Wasser legen oder mit Öl bedeckt aufbewahren.

Vorbereitung

Weil er in Salzlake gelagert wird, steckt in Feta eine Menge des Kristalls. Tipp: Legen Sie ihn vor dem Verzehr 30 Minuten in Was­ser ein, das vermindert den Salzgehalt.

Zubereitungstipps für Schafskäse

Ob kalt oder warm, als würziger Aufstrich, zerbröselt als Topping, in Snackwürfeln, herzhaft überbacken, gegrillt oder als Füllung für Fleisch, Teigwaren und Gemüse macht Feta immer eine gute Figur.

Für Fans von mediterraner Küche hat Schafskäse eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten zu bieten. Nicht nur im Sommer ist Schafskäse zum Beispiel ein köstlicher Klassiker als Topping für bunte knackige Salate!

Sie können ihn aber auch ganz einfach mit ein paar Oliven und etwas Baguette oder Fladenbrot als Snack oder Vorspeise genießen. Viele mögen Schafskäse außerdem gerne auf der Pizza, zur Pasta, im Gratin, in Gemüsepfannen, überbacken aus dem Ofen oder fein zerdrückt mit Kräutern und Knoblauch als Dip.

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