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Der Schlankmacher Blog
27. Januar 2014

Das große Bibbern: warum Kälte schlank macht

Kennen Sie braunes Fettgewebe? Nicht? Dabei kann es schlank machen. Und Wissenschaftler aus den Niederlanden haben jetzt eine neue Theorie, wie das funktioniert: durch gezielte Kältereize.

© tanchop - Fotolia.com © tanchop - Fotolia.com

Liebe Leser, sollten Sie mich demnächst zu Hause besuchen kommen, dann muss ich Sie vorwarnen: Es könnte kalt werden. Statt der Heizkörper in meiner Wohnung drehe ich nämlich ab sofort meine „innere Heizung“ auf. Das soll – so berichten Forscher der Uniklinik in Maastricht im Fachmagazin „Trends in Endocrinology and Metabolism“  – beim Abnehmen helfen. 

Unser Körper reguliert Temperaturunterschiede normalerweise selbst. Frieren wir, reagieren wir mit Zittern. Ist es zu heiß, schwitzen wir. Nun geht es vielen von Ihnen aber sicherlich wie mir: Den Großteil des Tages sitzen wir im Büro und haben dort, wenn wir ehrlich sind, keine lebensbedrohlichen Temperaturschwankungen zu überstehen. Auch zu Hause stellen wir die Heizung auf Wohlfühltemperatur. Wer will schon in Daunenjacke auf dem Sofa sitzen?

Nun gibt es aber offenbar ein Problem: Wenn wir uns stets nur in molligwarmen Räumen aufhalten, gibt es für den Körper nichts mehr zu regulieren und unsere innere Heizung läuft nur noch auf Sparflamme oder schaltet sich sogar ganz aus. Die innere Heizung – das ist unser braunes Fettgewebe, das in nicht allzu großen Mengen vor allem rund um unsere Schlüsselbeine sitzt (hier mehr dazu). Das Interessante: Braune Fettzellen speichern keine Energie, sie verbrauchen welche! Ein regelmäßiges Kältetraining, so die Forscher, kann die braunen Fettzellen aktivieren und damit den Energieverbrauch erhöhen und beim Abnehmen helfen. Fett verbrennt Fett – klingt das nicht gut?

Bevor sie sich jetzt direkt nackt durch den Schnee rollen: Wir sprechen hier von milden Kältereizen. Teilnehmer einer Studie in Japan saßen zum Beispiel über sechs Wochen zwei Stunden täglich mit leichter Kleidung in einem auf 17°C herunter gekühlten Raum. Das reichte aus, um das braune Fett zu aktivieren, zusätzliche Kalorien zu verbrennen und Körperfett abzubauen. Die Forscher aus Maastricht vermuten aber, dass das auch bei 18-19°C funktioniert. 

Sie vermuten es. Und damit sind wir beim klassischen Stichwort für viele Studien: Es besteht auch hier noch weiterer Forschungsbedarf. Zum Beispiel dazu, was so ein Kältetraining für eine Auswirkung auf unser Immunsystem hat. Eines jedoch erwähnen die Foscher bereits jetzt als großen zusätzlichen Vorteil ihrer Bibber-Theorie: Man spart Heizkosten. 

Nicole Benke

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Bisherige Kommentare

 
Groaßartig! Bei mir zu Hause sinds im Winter sowieso ne mehr als 18 Grad! :-D