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Teigarten im Überblick – von Bier- bis Sauerteig

Von Katharina Borgerding
Aktualisiert am 08. Apr. 2021
Teigarten

Ob Kuchen, Brot oder pikante Strudel: Jedes Gebäck braucht einen speziellen Teig. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten: Braucht man für Kekse nun einen Mürbeteig? Oder doch eher einen Rührteig? EAT SMARTER verrät Ihnen, welche Teigarten es gibt und für welche Backware sie sich am besten eignen.

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Bierteig

Inhaltsverzeichnis

  1. Bierteig
  2. Biskuitteig
  3. Blätterteig
  4. Brandteig
  5. Filoteig
  6. Hefeteig
  7. Mürbeteig
  8. Rührteig
  9. Sauerteig

Bierteig

Hier ist der Name Programm: Denn in Bierteig gehört wirklich Bier, es gibt dem Teig ein markantes Aroma. Weitere Zutaten sind Mehl, Ei und je nach Belieben Salz, Pfeffer, Zucker, Vanille oder Zimt. Diese relativ dünne Teigart wird zum Ausbacken verwendet. Süße (zum Beispiel Obst) oder pikante Lebensmittel (Gemüse, Fleisch oder Fisch) werden in Mehl gewendet, dann in Bierteig getunkt und anschließend in heißem und geschmacksneutralem Fett ausgebacken.

Biskuitteig

Biskuitteig

Streng genommen ist Biskuitteig kein Teig, sondern eine Masse. Dafür werden Eier, Zucker und Mehl schaumig gerührt. Beim Backen dehnt sich Biskuitteig durch die eingeschlagene Luft aus und wird zart und feinporig. Wichtig: Man darf die Backform nur am Boden fetten und nicht auch den Rand. Denn ansonsten kann der Teig nicht aufgehen. Das fertige Gebäck eignet sich perfekt für Biskuitrollen und als Tortenboden.

Blätterteig

Blätterteig

Bei Blätterteig kann fast niemand „Nein“ sagen. Er besteht hauptsächlich aus Mehl und Butter. Hefe ist tabu. Dennoch wird Blätterteig locker und luftig. Der Grund: Beim Backen verdampft das Wasser aus der Butter und lässt so den Teig Schicht für Schicht in die Höhe steigen. Da die Herstellung von Blätterteig sehr aufwendig ist, verwenden viele Verbraucher den Fertigteig aus dem Kühlregal. Kaum ein Teig ist so vielseitig: Blätterteig schmeckt sowohl süß als auch herzhaft kombiniert und eignet sich für fast alle Gelegenheiten – zum Beispiel, um Fleisch oder Fisch zu umhüllen sowie als Boden für kleine Törtchen.

Brandteig

Brandteig

Ob Windbeutel, Eclairs oder Spritzkuchen – eine Sache haben diese süßen Gebäckstücke gemeinsam: Sie werden mit Brandteig zubereitet. Dessen Herstellung ist nicht ganz einfach: Zuerst werden Wasser, Fett und Salz zum Kochen gebracht. Im nächsten Schritt wird der Topf vom Herd genommen und das Mehl hinzugegeben. Dann stellt man den Topf zurück auf den Herd (bei kleiner Hitze) und rührt so lange, bis sich der Teig als Kloß vom Topfboden löst. Anschließend lässt man ihn etwas abkühlen und knetet dann die Eier unter – so lange bis eine glatte Masse entsteht. Tipp: Während des Backens sollte man den Ofen nicht öffnen, da der Teig sonst zusammenfallen könnte. Der fertige Brandteig lässt sich aufschneiden und nach Belieben füllen.

Filoteig

Filoteig

Filoteig (auch Yufka genannt) ist ein enger Verwandter des Blätterteigs. Er ist jedoch etwas dünner und geht deshalb nicht so stark auf. Außerdem ist er nicht so fettig, da er nur aus Mehl, Wasser und Salz besteht. Filoteig wird häufig bei der Zubereitung von Strudel verwendet. Aber auch für das türkische Nationaldessert Baklava nutzt man Filoteig.

Hefeteig

Hefeteig

Brot, Kuchen, Pizza – fast jedes Gebäck kann man mit Hefeteig (die Zutaten sind überschaubar: Hefe, Mehl, Wasser, Salz und manchmal auch Butter und Ei) herstellen. Dank seiner Vielseitigkeit ist diese Teigart besonders beliebt – obwohl sich viele Hobbybäcker nicht an seine Zubereitung trauen. Zu groß ist die Angst, dass der Teig nicht aufgeht. Dabei funktioniert das immer, wenn man ein paar Regeln beachtet: Hefe braucht Wärme, um aufzugehen. Wird es jedoch zu heiß, sterben die Hefepilze und der Teig geht nicht auf. Am besten ist eine Temperatur um die 30 Grad. Aber auch Kälte schadet dem Teig. Deshalb sollte man ihn nicht auf kalten Glas- oder Marmorplatten kneten oder ausrollen.

Mürbeteig

Mürbeteig

Wenn es um süßes Gebäck wie Kuchen oder Plätzchen geht, ist Mürbeteig in den meisten Fällen die beste Wahl. Der fettige Teig wird beim Backen schön knusprig. Mehl, Zucker, Ei und Butter sind die Grundzutaten. Wichtig ist, dass die Butter nicht zu warm ist, sonst wird der Mürbeteig brüchig. Wer einen Obstkuchen backen möchte, kann Mürbeteig auch ohne Belag vorbacken. Dafür sticht man den Teig ein paar Mal mit der Gabel ein und legt dann Backpapier und getrocknete Hülsenfrüchte darauf. Nach 10 bis 20 Minuten können Sie den Teig wieder aus dem Ofen nehmen, belegen und dann weiter backen.

Rührteig

Rührteig

Rührteig ist das saftige Pendant zu Mürbeteig. Die Zutaten sind die gleichen (gegebenenfalls noch etwas Milch oder Wasser), nur das Verhältnis zueinander ist anders. Besonders Backanfänger nutzen den Teig gerne, da er schnell und einfach gemacht wird: Einfach Mehl, Butter und Co. in eine Schüssel geben und alles gründlich verrühren – fertig! Rührteig eignet sich für zahlreiche Kuchen, zum Beispiel Marmor- oder Zitronenkuchen sowie Muffins. Man kann ihn auch, ganz ohne Rezept, selbst variieren, indem man gehackte Nüsse, Kokosraspeln, Schokolinsen oder Mohn hinzufügt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Sauerteig

Sauerteig

Wer mit Roggenmehl backen möchte, wird um einen Sauerteig nicht herum kommen. Denn während man bei Weizenmehl nur Hefe als Triebmittel braucht, ist es bei Roggenmehl erforderlich, Säure hinzuzufügen. Daher besteht Sauerteig aus Milchsäurebakterien und Hefepilzen, die den Teig „sauer“ machen. Um Sauerteig herzustellen, reicht es, Mehl und Wasser zu vermengen und bei Zimmertemperatur (zugedeckt) zwei Tage stehen zu lassen. Riecht der Teig danach angenehm säuerlich, haben sich Milchsäurebakterien durchgesetzt. Wenn er jedoch faul riecht, ist der Sauerteig misslungen, da sich dann Fäulnisbakterien entwickelt und ausgebreitet haben.

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