Reinigungsmittel ohne Plastikmüll: dm testet Abfüllstationen

Von Milena Schwindt
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Reinigungsmittel ohne Plastik

Kein Einkauf mehr mit schlechtem Gewissen! Die Drogeriekette dm testet in Österreich gerade erste Abfüllstationen für Reinigungsmittel. So sollen in Zukunft bis zu 60 Prozent Plastikmüll eingespart werden.

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Lässt man im Supermarkt die Augen über die Regale wandern, leuchten sie einem in allen Farben, Größen und Formen entgegen: die Plastikverpackungen. Doch in punkto Nachhaltigkeit sind die bunten Kunststoffbehälter nicht wirklich smart, denn bisher wanderten Sie nach dem Gebrauch einfach in die Mülltonne. Das möchte die Drogeriekette dm mit Reinigungsmittel ohne Plastik jetzt ändern.

Reinigungsmittel zum Abfüllen

Die Idee ist zugegebenermaßen nicht ganz neu, schließlich konnte man sich bereits früher im guten alten "Tante-Emma-Laden" um die Ecke oder beim nächsten Gemischtwarenladen Kaffeebohnen und andere Lebensmittel in selbst mitgebrachte Behältnisse abfüllen lassen. Seit Kurzem wird dieses nachhaltige Konzept auch von zahlreichen "Unverpackt-Läden" fortgesetzt.

Mit der Drogeriekette dm hat der Trend zum plastikfreien Einkauf nun auch die großen Einzelhandelsketten erreicht. Ganz ohne Plastik geht es bei dm jedoch nicht: Die Kunden kaufen einmalig ein Behältnis und füllen Wasch- oder Spülmittel ein. Ist das Reinigungsmittel aufgebraucht, nimmt man die leere Flasche wieder mit und füllt sie neu auf.

Testphase für Reinigungsmittel ohne Plastikverpackung

Aktuell werden jedoch nur zwölf dm Filialen in Österreich, unter anderem in Wien, Graz und Innsbruck, mit den neuen Abfüllstationen ausgestattet und die Auswahl des Reinigungsmittels beschränkt sich auf jeweils zwei Sorten Wasch- und Spülmittel der österreichischen Marke Planet Pure.

Die Testphase soll ein Jahr laufen. Bei guter Kundenannahme des neuen Systems könnte dm Abfüllstationen in rund 100 Filialen in Österreich einführen, wie eine Sprecherin erklärt. In den sozialen Netzwerken ist das nachhaltige Konzept von Reinigungsmittel ohne Plastik bereits auf großen Zuspruch gestoßen. 

So teuer wird das verpackungsfreie Waschmittel

Zwar sind die wiederauffüllbaren Behältnisse nach wie vor aus Plastik und müssen bei dm im Vorfeld käuflich erworben werden, dennoch spare man dm zufolge bis zu 60 Prozent Plastikmüll ein. 

Die Flasche für Geschirrspülmittel fasst einen Liter und kostet 35 Cent, für Waschmittel gibt es eine 1,5-Liter-Flasche für 50 Cent. Das Spülmittel nachzufüllen kostet 2,95 Euro, eine Ladung Waschmittel 5,95 Euro. Alle Reinigungsmittel sind laut dm bio-zertifiziert, vegan und zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Hat das Konzept von Reinigungsmittel ohne Plastik eine Zukunft? Wünschenswert wäre es zumindest.

Legen auch Sie Wert auf einen nachhaltigen Einkauf ohne Plastik? Dann haben wir hier sieben smarte Ideen für Produkte ohne Plastik.

Bild des Benutzers Katrin Kupec
wie kann ich einen Kommentar wieder löschen? weiß das jemand?
Bild des Benutzers Katrin Kupec
wie kann ich den Kommentar löschen? weiß das jemand?
Bild des Benutzers Katrin Kupec
liebe Ronja M, ich habe jetzt erst gesehen, dass mein Kommentar unterm völlig "falschen" Artikel gelandet ist. Nicht über die Abfüllstation war ich verärgert, denn das ist ein toller Anfang!, sondern über Verpackung aus Kuhmilch: https://eatsmarter.de/blogs/green-living/essbare-verpackung-aus-milch Ich werde gleich versuchen, das zu korrigieren und hoffe sehr, dass das irgendwie geht...
 
Liebe Katrin, ich sehe wie du die Probleme, die unsere Gesellschaft hat und verursacht, aber wer glaubt, dass alle Versaumnisse der letzten Jahrzehnte mit einem Augenaufschlag gelöst werden können, der ist eines und das ist kleingeistig. Ich finde jeder kleine Schritt, wie auch dieser von dm oder der von EDEKA mit den Dosen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich ist es nach wie vor Plastik und keine ideale Lösung, aber so wird dafür gesorgt, dass die Produkte lange im Umlauf bleiben und auch das ist ein Stück Umweltschutz. Ich persönlich sehe mit Hoffnung, dass einige von uns lernen umzudenken, aber ich sehe auch, dass jeder einzelne von uns Verantwortung trägt am großen Ganzen. Anstatt zu schimpfen, liegt es an jedem von uns etwas zu tun, etwas zu verändern, andere zu sensibilisieren.
Bild des Benutzers Monika Hojka
Das ist doch super. Das müsste auch in Deutschland so sein. Die Idee ist sehr gut. Ich gehe schon oft in unverpackte Läden aber es wäre natürlich besser wenn man überall einfach auffüllen kann
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