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Wissenschaftlich geprüft

Plastikfrei einkaufen: 10 praktische Tipps

Von Milena Schwindt
Aktualisiert am 03. Mai. 2019
© Unsplash/ Gaelle Marcel
© Unsplash/ Gaelle Marcel

Plastikmüll ist lästig und schadet der Umwelt – doch wie lassen sich im Alltag Plastikverpackungen vermeiden? Mit unseren zehn Tipps steht dem plastikfreien Einkaufen in Zukunft nichts mehr im Weg.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Unverpackt statt Plastikhülle
  2. Wasser braucht kein Plastik
  3. Schraubglas statt Plastikbecher
  4. Vorsicht vor Plastikverstecken
  5. Plastikfrei an der Frischetheke
  6. Stilsicher ohne Plastik
  7. Verpackungen mit Geschmack
  8. Frisch ist Trumpf
  9. Bringen Sie Ihren Beutel mit
  10. Lassen Sie das Plastik im Laden
  11. So gefährlich ist Plastikmüll für uns
  12. Wissen zum Mitnehmen

1. Unverpackt statt Plastikhülle

Egal ob Äpfel, Gurken oder Karotten – im Obst und Gemüseregal stecken die gesunden Vitaminlieferanten oft hinter einer dicken Plastikschicht. Dabei ist dies völlig unnötig, schließlich ist die Schale selbst der beste Schutz und dabei völlig plastikfrei. Greifen Sie also gerne zu unverpackten Lebensmitteln und transportieren Sie diese in selbst mitgebrachten Gefäßen.

Hierbei sollten Sie sich jedoch nicht nur auf die Gemüseabteilung beschränken. In „Unverpacktläden" oder auf dem Wochenmarkt bekommen Sie viele weitere Produkte des täglichen Bedarfs ganz ohne störende Plastikhülle. Auch in einigen Supermarktketten ist mittlerweile sogar das Abfüllen von Reinigungsmitteln in eigene Gefäße möglich.

Merke!

Versuchen Sie darauf zu achten, unverpackte Lebensmittel einzukaufen. Wochenmärke und Unverpacktläden sind ideal dafür.

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2. Wasser braucht kein Plastik

Machen Sie am besten in Zukunft um PET Wasserflaschen einen großen Bogen. In fast allen Regionen Deutschlands können Sie Wasser nicht nur bedenkenlos aus der Leitung trinken, es hat oftmals sogar eine bessere Qualität als abgefülltes Wasser. Praktischer Nebeneffekt: Sie sparen sich das Schleppen der schweren Flaschen.

Wenn Sie auf Kohlensäure nicht verzichten wollen, dann können Sie das Wasser auch zuhause damit versetzen. Die Geräte hierfür bestehen zwar leider auch meist aus Plastik, lohnen sich aber im Vergleich zu den einzeln gekauften Plastikflaschen immer noch.

Plastikflaschen werden zwar recycelt, die Wiederverwendung ist jedoch nur begrenzt möglich, weswegen auch hier Plastikmüll anfällt. Sollten Sie dem Wasser aus Ihrer Leitung trotzdem nicht vertrauen, können Sie Wasser auch in Glasflaschen erwerben. Möchten Sie komplett plastikfrei einkaufen, sollten Sie zu Flaschen mit Metalldeckel greifen.

Merke!

Leitungswasser ist eine günstige und plastikfreie Alternative zu Wasser aus Plastikflaschen.

3. Schraubglas statt Plastikbecher

Achten Sie beim Einkauf im Supermarkt bewusst auf Verpackungen ohne Plastik. Den leckeren Joghurt für das morgendliche Müsli gibt es zum Beispiel nicht nur im Plastikbecher, sondern auch im Schraubglas.

Diese Mehrwegbehältnisse sind häufig bei den Milchprodukten zu finden und können praktischerweise nach dem Gebrauch gegen Pfandrückgabe wieder beim Einkaufsmarkt abgegeben werden.

Merke!

Viele Milchprodukte können Sie auch in umweltfreundlichen Schraubgläsern oder Glasflaschen erwerben.

4. Vorsicht vor Plastikverstecken

Oft locken portionsweise abgepackte Lebensmittel wie Camembert, Frischkäse oder Butter mit dem praktischen Gedanken an längere Haltbarkeit und intensiveren Geschmack. Doch die Mini-Portionen sind regelrechte Plastikverstecke, denn unter der Gesamtverpackung schlummern dann noch die Einzelverpackungen.

Diese Art der Verpackung verursacht nicht nur unnötig viel Müll, sondern ist häufig auch noch teurer als das einzeln verpackte Produkt. Wenn Sie lieber kleinere Portionen kaufen, lohnt sich ein Einkauf in Unverpacktläden oder Fachgeschäften. Hier können Sie die Portionsgrößen selbst bestimmen und zusätzliche Verpackungen vermeiden. 

Merke!

Portionsweise abgepackte Lebensmittel verursachen häufig zusätzlichen Plastikmüll.

5. Plastikfrei an der Frischetheke

Der Gang zur Frischetheke lohnt in jedem Fall: Zum einen können Sie sich hier von fachkundigen Mitarbeitern über Herkunft und Geschmack der Käse- und Wurstwaren beraten lassen, zum anderen ist auch hier ein plastikfreier Einkauf möglich. Während in den Kühlregalen Fleisch, Wurst und Käse immer in Plastik verpackt sind, wird an der Frischtheke meist in Papier verpackt.

Wichtig für einen plastikfreien Einkauf ist allerdings, dass Sie die Mitarbeiter wissen lassen, dass sie auf eine weitere Plastiktüte verzichten. Fragen Sie nach plastikfreien Alternativen: im besten Fall können Sie die Waren direkt in selbst mitgebrachte, wiederverwendbare Gefäße einpacken lassen. In immer mehr Supermärkten ist dies mittlerweile möglich.

Tipp: Aufgrund der Hygieneverordnung darf die Bedienung Ihnen Wurst und Käse eigentlich nicht ohne Verpackung geben. Solange Ihr mitgebrachter Behälter auf der Theke bleibt und Wurst und Käse einfach hineingelegt werden, ist das aber in Ordnung.

Merke!

Lassen Sie sich, wenn dies möglich ist, an der Frischetheke die Produkte in selbst mitgebrachte Behälter füllen.

6. Stilsicher ohne Plastik

Egal ob wärmender Mantel, bequeme Jeans oder modischer Pulli: viele Textilien haben nicht unerhebliche Plastikanteile. Riskieren Sie daher einen Blick auf das Etikett. Sind Nylon oder Polyesteranteile in den Stoffen enthalten, sollten Sie auf plastikfreie Alternativen aus 100 Prozent Baumwolle, Wolle oder Leinen ausweichen.

Textilien, in denen Plastik enthalten ist, können auch ein Risiko für unsere Umwelt darstellen. Wenn diese Kleidung in der Waschmaschine ist, lösen sich diese Mikroplastik-Bestandteile und geraten ins Abwasser. Mittlerweile gibt es viele Designer und Marken, die nachhaltige Mode und Fair Trade Kleidung produzieren – auch Klamotten kann man also plastikfrei einkaufen.

Merke!

Verzichten Sie auf Textilien aus Polyester oder Nylon und greifen Sie stattdessen zu Naturprodukten.

7. Verpackungen mit Geschmack

Verpackungen, die keinen Müll hinterlassen und auch noch gut schmecken? Greifen Sie doch einfach beim nächsten Gang in die Eisdiele zur Waffel und nicht zum Plastik- oder Pappbecher. Auch die Industrie hat den Nutzen essbarer Verpackungen mittlerweile für sich entdeckt. 

Seien es Algenkapseln als Wasserverpackungen, Besteck aus Reismehl, Verpackungen aus Milch oder essbare Strohhalme – immer mehr Start-ups tüfteln an umweltfreundlichen Lösungen, die uns allen schmecken. Auch wenn es die meisten noch nicht in die Supermarktregale geschafft haben, kann man viele der leckeren alternativen Verpackungen zumindest online bestellen.

Merke!

Suchen Sie nach essbaren Verpackungsalternativen aus Reismehl oder Waffeln.

8. Frisch ist Trumpf

Wenn es in der Mittagspause mal wieder schnell gehen muss, greifen wir gerne mal bei den abgepackten Salaten oder Sandwiches zu. Doch der Snack auf die Hand geht häufig mit einer dicken Kunststoffverpackung einher. Versuchen Sie daher auf Fertiggerichte zu verzichten und bereiten Sie Ihre Mahlzeiten lieber selber zu und nehmen sie mit.

Das sogenannte Meal Prepping hat den Vorteil, dass Sie nicht nur weniger Plastikmüll produzieren, sondern auch noch einen großen Bogen um Geschmacksverstärker und andere chemische Zusätze machen und Geld sparen. Transportieren können Sie die leckeren Lunchgerichte dann beispielsweise in Einmachgläsern, Edelstahlboxen oder eingewickelt in Wachspapier.

Probieren Sie unsere leckeren Salate zum Mitnehmen, die sie ganz einfach vorbereiten können.

Merke!

Abgepackte Salate und Fertiggerichte enthalten oft nicht nur ungesunde Zusätze, sondern sind auch in jede Menge Plastik verpackt. Planen Sie daher lieber Ihre Mahlzeiten, um Spontankäufe zu vermeiden.

9. Bringen Sie Ihren Beutel mit

Gerade auf dem Weg zur Kasse wird unser plastikfreier Einkauf häufig auf die letzten Meter noch auf die Probe gestellt. Den Griff zur Plastiktüte sollten Sie sich jedoch verkneifen. Versuchen Sie stattdessen Ihre Einkäufe zu planen und rüsten Sie sich mit Rucksack oder Stoffbeutel für den Einkauf.

Die umweltfreundlichen Tragealternativen sind nicht nur belastbarer als Plastiktüten, sondern auch waschbar. Platzsparend zusammengefaltet in der Jackentasche sind Sie damit bereit für jeden spontanen Einkauf. Wenn Sie Ihre Stofftasche doch einmal vergessen haben sollten, dann hindert Sie dies dennoch nicht am plastikfreien Einkauf. Die meisten Supermärkte bieten mittlerweile auch Papier-und Stofftaschen an.

Merke!

Ein Rucksack oder Stoffbeutel bietet jede Menge Platz, um plastikfrei einkaufen zu gehen.

10. Lassen Sie das Plastik im Laden

Bei jedem Einkauf ärgern Sie die Plastikmassen? Dann setzen Sie ein Zeichen! Füllen Sie nach dem Bezahlen die zwangsverpackten Artikel in eigene Behälter, Beutel oder Taschen um und befördern Sie die Verpackungen in die Mülleimer des Supermarktes. Diese befinden sich meist hinter dem Kassenbereich.

Achten Sie bei der Entsorgung allerdings darauf, Plastik, Pappe und Aluminium zu trennen. Durch die „Rückgabe“ von Verpackungsmaterial können Sie den Supermarktbetreibern vor Augen führen, dass Plastikverpackungen auch aus Kundenperspektive unerwünscht und lästig sind.

Merke!

Unerwünschte Verpackungen können Sie nach dem Einkauf direkt im Markt entsorgen und somit auf das Plastik-Problem aufmerksam machen.

So gefährlich ist Plastikmüll für uns

Plastik ist zwar bequem, für unsere Umwelt wird das Verpackungsmaterial aber immer mehr zur Belastungsprobe. Jährlich produziert jeder Deutsche etwa 37 Kilogramm Plastikmüll nur aus Verpackungen. Der Kunststoffmüll sammelt sich vor allem im Meer und wird dort zur Gefahr für die Tierwelt. Jährlich sterben etwa eine Millionen Seevögel und 100.000 Meeressäuger durch den Kontakt mit Plastikmüll (1).

Aber auch für unseren Körper birgt Plastik einige Gefahren: Die häufig in Plastik enthaltenen Weichmacher können, laut Umwelt Bundesamt, beispielsweise die Fruchtbarkeit einschränken. Auch wenn viele die Beständigkeit des Kunststoffs als praktisch empfinden, gerade diese Eigenschaft wird bei der Müllbeseitigung zum Problem.

Plastik baut sich nur sehr langsam ab. Eine einzelne Plastikflasche braucht im Meer beispielsweise 450 Jahre, um sich zu zersetzen. Genug Gründe also, um weniger Plastikmüll zu verursachen. Wir verraten Ihnen zehn praktische Tipps, wie Sie plastikfrei einkaufen (2).

Wissen zum Mitnehmen

Die Umstellung auf einen plastikfreien Einkauf ist gar nicht so schwer, wenn Sie einige Tipps beherzigen. Greifen Sie zur Glasflasche, dem Mehrwegglas oder bringen Sie direkt eigene nachhaltige Verpackungen zum Befüllen mit. In Unverpacktläden oder auf dem Wochenmarkt können Sie sich beispielsweise die gewünschten Portionsmengen abfüllen.

Vermeiden Sie unnötige Plastikverpackungen, indem Sie auf Fertiggerichte und Sammelverpackungen verzichten. Auch Obst und Gemüse braucht keine zusätzliche Verpackung, die Schale ist Schutz genug. Sollten Sie doch unliebsame Verpackungen in Ihrem Einkaufskorb entdecken, dann entsorgen Sie diese direkt in der Recycling-Station des Supermarktes.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten

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