Wissenschaftlich geprüft
Do it yourself

Granola selber machen

Von Wenke Gürtler
Aktualisiert am 03. Feb. 2020
Foto: Marieke Dammann
Foto: Marieke Dammann

Sie lieben Knuspermüsli? Dann sollten Sie vielleicht mal Granola ausprobieren – doch was genau ist Granola? Und wie lässt sich Granola selber machen? Wir verraten es Ihnen.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Lieblingsrezept: Crunchy Kokos-Granola
  2. Was ist Granola?
  3. Welche Zutaten gehören in ein Granola?
  4. Rezept-Video: Leckeres Granola mit Maulbeeren
  5. Was sind die Vorteile von selbstgemachtem Granola?
    1. Zuckerreduziert
    2. Zubereitung ohne Palmöl
    3. Vielseitige Zutaten
  6. Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?
  7. Wie bewahrt man Granola auf?
  8. Wie isst man Granola?
  9. Wissen zum Mitnehmen

In Amerika ist dieses Frühstück schon seit den 80'ern bekannt. In den letzten Jahren erfuhr es jedoch eine wahre Renaissance und wird auch bei uns immer beliebter. Starköche wie Jamie Oliver oder Tim Mälzer haben ihre eigenen Granola-Varianten kreiert und angeblich frühstückt Heidi Klum nichts anderes als selbst gemachtes Granola.

Lieblingsrezept: Crunchy Kokos-Granola

Was ist Granola?

Granola besteht ebenso wie ein Müsli aus Getreideflocken, Nüssen, Samen und Kernen. Der kleine Unterschied: Mit Honig oder anderen Süßungsmitteln gemischt, werden die Zutaten im Ofen gebacken. So erhält der Mix eine knusprige Konsistenz und eine leichte Karamellnote. Im Grunde ist Granola also ein Knuspermüsli.

Welche Zutaten gehören in ein Granola?

Die Basis für ein selbstgemachtes Granola bildet Getreide. Dabei können Sie selbst wählen, ob Sie lieber ganz Oldschool auf Hafer- oder Dinkelflocken setzen oder zur Abwechslung zu Urgetreide greifen. Egal, wie Sie sich entscheiden, die Flocken sind fettarm, eiweiß- und ballaststoffreich und liefern reichlich B-Vitamine.

Nüsse, Samen und Kerne – immer rein damit! Sie sorgen nicht nur für den Crunch, sondern bieten auch gesunde Fettsäuren und Eiweiß. Top-Eiweißlieferanten sind zum Beispiel Erdnüsse (22 Gramm pro 100 Gramm), Kürbiskerne (25,5 Gramm pro 100 Gramm) und Mandeln (18,7 Gramm pro 100 Gramm). So können Fitness-Fans ihr selbst gemachtes Granola ganz easy aufwerten!

Feine Fette: Für die Zubereitung ist etwas Fett bzw. Öl notwendig. Je nach Gusto können Sie auf das geschmacksintensive Kokosöl zurückgreifen, das sehr gut zu exotischen Rezepten passt. Neutraler ist das Rapsöl, das zudem ein sehr ausgewogenes Fettsäuremuster aufweist. Auch bietet sich Olivenöl an. Mit fast 80 Prozent ungesättigten Fettsäuren kann es sowohl Cholesterinspiegel als auch Blutdruck günstig beeinflussen.

Geschmacksexplosion dank Aromageber: Vanille und Zimt sind beliebte Granola-Gewürze, die wärmend und leicht beruhigend wirken. Sie können das Müsli aber auch mit Tonkabohne, Kardamom, Kurkuma oder Chili verfeinern. Egal wie Sie sich entscheiden – mit den Gewürzen wird es aromatischer, sodass sich leicht etwas Süße einsparen lässt.

Zuckerbombe adé: Beim Süßen gilt, weniger ist mehr. Denn auch Ahornsirup, Honig und Co. bestehen letztendlich (fast) nur aus Zucker. Aber auch ganz darauf verzichten ist keine Option. Die Süßungsmittel karamellisieren im Backofen und halten die Masse zusammen.

Früchte sind natürlich erlaubt, erwünscht und lecker. Aber durch die Hitze werden die Trockenfrüchte zäh. Daher lieber nach dem Backen unter die Granola-Kreation mixen.

Merke!
Basis eines selbst gemachten Granolas sind Getreideflocken – zusammen mit Nüssen, Kernen, Gewürzen, Öl und etwas Süße im Ofen gebacken, kommt der gesunde Knusperspaß auf den Frühstückstisch.

Rezept-Video: Leckeres Granola mit Maulbeeren

Was sind die Vorteile von selbstgemachtem Granola?

Zuckerreduziert

Viel zu oft verstecken sich im fertigen Knuspermüsli jede Menge Kristallzucker. Ein Zuviel provoziert nicht nur Karies, sondern auch Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2, Herz- und Gefäßerkrankungen. Wer aber Granola selber macht, hat nicht nur den Zuckergehalt im Griff, sondern kann auch über das Süßungsmittel bestimmen. So ist der Honig eine der wenigen naturbelassenen Zuckeralternativen, die aus der Heimat kommt. Wer sich vegan ernährt, kann auf Ahornsirup, Reissirup oder Zuckerrübensirup setzen.

Lesen Sie auch10 Zuckeralternativen: Welche Süße ist die Beste?

Zubereitung ohne Palmöl

Man mag es kaum glauben, aber auch im Knuspermüsli setzt die Lebensmittelindustrie Palmöl ein. Das Problem: Für die Gewinnung müssen die Regenwälder den industriellen Monokulturen weichen. Dabei geht die enorme Vielfalt von Tieren und Pflanzen verloren – die Orang-Utans stehen hier nur stellvertretend für den Verlust der Artenvielfalt. Zudem werden häufig neue Plantagenflächen durch Brandrodung erschlossen. Das verursacht wiederum CO2-Emissionen, die den Klimawandel weiter vorantreiben. Auch abseits von ökologischen Gesichtspunkten wird das Palmöl diskutiert. So glauben Experten, dass Palmöl an der Entstehung von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes beteiligt sein könnte. Hier können Sie mehr darüber erfahren.

Mehr über Palmöl können Sie hier erfahren: Ist Palmöl gesund?

Vielseitige Zutaten

Je nach Vorlieben können Sie über die Zutaten bestimmen und den Geschmack des Granolas variieren. Sie sehnen sich am Frühstückstisch nach der Karibik? In Honig und Kokosöl gebackene Haferflocken mildern zusammen mit Mango und Ananas das Fernweh. Sie sind ein Schokoholic? Kakaopulver, geraspelte Zartbitterschokolade und Kakaonibs schaffen garantiert Befriedigung.

Merke!
Selbstgemachtes Granola kommt mit weniger Zucker aus, ist ohne Palmöl und lässt sich individuell variieren. Davon profitiert nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch die Umwelt.

Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?

Wenn Sie Ihr Granola selbst zubereiten, sollten Sie zwei Dinge berücksichtigen:

  • Sie können alle Zutaten in einer Schüssel mischen – Trockenfrüchte und Schokolade ausgenommen. Das Obst würde nur zäh werden und die Schokolade schmilzt natürlich. Solche Zutaten lieber unter das fertige, abgekühlte Granola mischen.
  • Egal ob Sie Granola im Backofen oder in der Pfanne zaubern: Damit die Zutaten nicht verbrennen, ist das regelmäßige Wenden oder Umrühren Pflichtprogramm. Und wie oft? Alle fünf Minuten.

Merke!
Die Zubereitung ist easy: Alle Zutaten mischen, Trockenobst und Schokolade ausgenommen, und backen bzw. rösten. Das Umrühren nicht vergessen!

Wie bewahrt man Granola auf?

Damit das selbst gemachte Granola nicht pappig wird, sollten Sie es trocken, luftdicht verschlossen und kühl lagern. Dafür eignen sich übliche Müslidosen aus Blech oder große Vorratsgläser. So hält sich das Müsli zwei bis vier Wochen und Sie können das Rezept auch prima auf Vorrat backen.

Wie isst man Granola?

Entweder ganz klassisch mit Milch oder Pflanzendrink oder Sie streuen das Müsli über Joghurt, Quark oder Skyr. Garniert mit frischen Beeren, Apfelspalten oder gerösteten Pflaumenscheiben wird das Frühstück richtig vollwertig. Yummie! Zudem kann der gesunde Knusperspaß auch Smoothie-Bowls oder Desserts aufpimpen.

Wissen zum Mitnehmen

Oft verstecken sich im fertigen Knuspermüsli jede Menge Zucker. Wer aber sein Granola selber macht, hat nicht nur den Zuckergehalt im Griff, sondern kann auch über die Zutaten bestimmen. Und die können wiederum nach Vorlieben und Bedürfnissen gewählt werden.

Trocken, luftdicht verschlossen und kühl gelagert, bleibt das selbstgemache Granola auch noch Wochen knusprig – und kann Joghurt, Quark und Desserts verfeinern.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
Schreiben Sie einen Kommentar