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Dill

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 20. Feb. 2019

Mit seinem typischen Anisgeschmack schmeckt Dill nicht jedem – aber wer ihn mag, hat gute Karten. Denn das Sommerkraut bringt nicht nur intensiven Geschmack an viele Gerichte, es punktet auch mit heilsamen Inhaltstoffen.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Das sollten Sie über Dill wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  2. Unsere liebsten Dill-Rezepte
  3. Wie gesund ist eigentlich Dill?
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Dill
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  5. Zubereitungstipps für Dill

Interaktive Infografik zu Dill

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf den entsprechenden Plus- oder Minuspunkt.

Das sollten Sie über Dill wissen

Der eng mit dem Fenchel verwandte Dill heißt aus gutem Grund auch „Gurkenkraut“: Dill ist der Klassiker als Gewürz sowohl beim Einlegen von Gurken als auch zu frischen Gurken.

Seine geschmacklichen Vorzüge zeigt Dill vor allem, wenn er frisch vom Freiland kommt. Besonders intensiv schmecken die sehr zarten sogenannten Kronblätter, die man von der schon blühenden Pflanze erntet.

Das trifft übrigens auch auf die gelben Blüten selbst zu, die man selbstverständlich mitessen kann und die eine hübsche essbare Deko für Salate und Gemüse ergeben.


Herbst, Winter und zeitiges Frühjahr sind nicht unbedingt die beste Zeit für Dill. Dann kommt das Kraut aus dem Treibhaus und hat in Sachen Aroma deutlich weniger zu bieten. Das gilt erst recht für getrockneten Dill, bei dem vom typischen Geschmack nur noch sehr wenig übrig ist.

Herkunft

Kurioserweise gedeiht Dill am besten im hohen Norden und gilt in Skandinavien als Allroundgewürz – dabei stammt das Kraut ursprünglich aus ganz anderen Gefilden, und zwar aus Westasien, dem Mittelmeerraum bzw. Südeuropa und Russland.

Saison

Wie mittlerweile alles gibt es auch Dill das ganze Jahr über frisch zu kaufen. Aber wenn er von Juli bis September aus Freilandanbau kommt, schmeckt er am besten.

Geschmack

Dill schmeckt aromatisch-würzig und ähnlich wie Anis und Fenchel.

Unsere liebsten Dill-Rezepte

Hier geht es zu allen Dill-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Dill?

Das intensive Aroma verdankt der Dill dem ätherischen Öl, das in sämtlichen Pflanzenteilen reichlich enthalten ist. Zusammen mit Gerbstoffen, Mineralstoffen und Harzen sorgt es dafür, dass Dill zu Recht einen guten Ruf als Kraut mit ausgesprochen vielseitiger Heilwirkung hat.


Ob damit tatsächlich auch Dämonen bekämpft werden können, wie man im Mittelalter glaubte, ist natürlich nicht erwiesen.

Fest steht aber ohne Zweifel, dass Dill bei vielen Beschwerden wirksame Hilfe bringen kann. Die Liste der Anwendungsmöglichkeiten von Dill als Naturheilpflanze ist lang. Das Kraut wirkt nachweislich entkrampfend und beruhigend und ist daher bewährt bei Magenkrämpfen, Verdauungsstörungen aller Art, Übelkeit, Erbrechen und auch bei Nervosität. Dill macht außerdem schwere Speisen wie fetten Fisch leichter verdaulich. Das ist der Grund, warum man ihn zum Beispiel auch gern als Gewürz für Aal verwendet.


Als altes Hausmittel bei Schlaflosigkeit gilt ein Tee aus Dill, für den man einen Teelöffel fein gehackte frische Blattspitzen mit 150 Milliliter kochendem Wasser aufgießt und zehn Minuten ziehen lässt.

 

Nährwerte von Dill pro 100 Gramm  
Kalorien 54
Eiweiß 3,7 g
Fett 0,8 g
Kohlenhydrate 8 g
Ballaststoffe 2,2 g

 

Einkaufs- und Küchentipps für Dill

Einkauf

Frischer Dill guter Qualität hat kräftige Stiele und eine satt grüne Farbe. Bündel mit sehr hellem oder sogar vergilbtem und schlappem Dill lieber liegen lassen.

Lagerung

Seine Farbe, sein Aroma und seine Inhaltsstoffe behält Dill am besten, wenn man ihn locker in einen Gefrierbeutel und dann ins Gemüsefach des Kühlschranks legt.

Vorbereitung

Wie bei allen Kräutern ist auch bei Dill schonender Umgang angesagt. Zum Vorbereiten gehört das Abspülen und anschließende Trockenschütteln. Dann kann man die feinen Fähnchen abzupfen und direkt vor dem Zufügen zum jeweiligen Gericht mit einem scharfen Messer hacken.

Wer ein besonders intensives Aroma möchte, kann auch feinere Stängel fein schneiden und mit verwenden.

Zubereitungstipps für Dill

Viele mögen Dill am liebsten in der Kombi mit Fisch, Krebsen, Kartoffeln, hellen Saucen oder Kräuterquark.

In Frankreich gehört Dill zwingend an die „sauce à l´aneth“, eine Sahnesauce, die man klassischerweise zu Rindfleisch, Fisch und Zunge serviert.

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