Maracuja

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 08. Jun. 2020

Lassen Sie sich bloß nicht vom äußeren Anschein täuschen: Die Maracuja sieht zwar ganz unscheinbar aus. Doch unter der dunkelbraunen und oft schrumpeligen Schale verbirgt sich ein kulinarisches Aha-Erlebnis, das nebenbei noch unserer Gesundheit viel Gutes beschert.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Maracujas
  2. Das sollten Sie über Maracujas wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Rezepte mit Maracuja
  4. Wie gesund sind eigentlich Maracujas?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Maracujas
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  6. Zubereitungstipps für Maracujas

Interaktive Infografik zu Maracujas

Maracujas...

  • ...entwässern auf sanfte Art: Mit einem Kalium-Gehalt von 267 Milligramm pro 100 Gramm helfen Maracujas dem Körper dabei, seinen Flüssigkeitshaushalt in der Balance zu halten und überschüssiges Wasser schneller auszuscheiden.
  • ...tun Haut und Augen gut: Mit 108 Mikrogramm Vitamin A pro 100 Gramm zählen Maracujas zu den Früchten, die dazu beitragen, dass Haut und Schleimhäute gesund bleiben. Außerdem stärken Maracujas damit auch die Sehkraft.
  • ...sind eine gesunde Nascherei: Maracujas enthalten zwar ebenfalls Zucker, im Gegensatz zu Bonbons, Gummibärchen und Co. liefern Sie aber gleichzeitig wertvolle Vitamine und Ballaststoffe. Das macht die exotische Frucht zu einer guten Wahl wenn der kleine Süßhunger kommt.
  • ...schützen die Zellen: Maracujas enthalten Antioxidanzien – das sind natürliche Pflanzenstoffe, die unsere Körperzellen vor schädlichen Substanzen wie zum Beispiel freien Radikalen schützen.
  • ...stärken die Nerven: Von allem ein bisschen – so sieht die Bilanz für Maracujas in Sachen B-Vitamine aus. Sie tragen dadurch einen Teil zur guten Funktion von Gehirn, Nerven und Stoffwechsel bei.
  • ...unterstützen die Abwehr: Beim Vitamin C sind Maracujas nicht unbedingt ein Superstar. Trotzdem liefern sie pro 100 Gramm Fruchtfleisch immerhin 20 Prozent des täglichen Bedarfs an diesem immunstärkenden Vitamin.
  • ...CO2 Bilanz mittel: Mit einem Emissionswert zwischen 130 Gramm und 260 Gramm pro 100 Gramm, liegt die CO2-Bilanz von Maracuja im mittleren Bereich. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.

Das sollten Sie über Maracujas wissen

Ihr eigentlich korrekter Name Passionsfrucht ist gewissermaßen Programm. Zwar hat man die Maracuja so genannt, weil fromme Menschen in den betörend schönen Blüten mit zahlreichen Stempeln die Dornenkrone Christi erkannten, aber wahr ist auch, dass echte Maracujafans sie mit Passion beziehungsweise Leidenschaft lieben.

Herkunft

Ihre Heimat hat die Maracuja (Passiflora edulis), die zu den Gewächsen der Passionsblumen zählt, in Mittel- und Südamerika. Brasilien gilt als Hauptlieferant für die köstliche Exotin. Inzwischen baut man Maracujas aber auch in einigen afrikanischen Ländern, in Neuseeland, Australien, auf Hawaii sowie in Kalifornien an.

Saison

Maracuja und Passionsfrucht bekommt man bei uns als Import aus tropischen Ländern inzwischen das ganze Jahr über.

Geschmack

Maracujas haben einen einzigartigen, typischen und sehr aromatischen Geschmack. Die meisten Maracujafans lieben an der Frucht außerdem die erfrischende Säure.

Sorten

Rund 400 Arten der zu den Lianen zählenden Passiflora-Pflanzen kennen die Botaniker. Ihre Früchte können sich rein äußerlich erheblich unterscheiden: Während man bei uns meist runde, dunkelbraune oder fast schwarze Maracujas kaufen kann, gibt es in den Herkunftsländern auch ovale Früchte mit gelber oder weinroter Schale in diversen Größen.

Doch ganz gleich, wie die Schale und Form beschaffen sind: Im Inneren verbirgt sich bei der Maracuja immer ein großes Kerngehäuse mit bis zu 200 schwarzen Kernen, die von einer geleeartigen, gelben Masse umhüllt sind. 

Unsere liebsten Rezepte mit Maracuja

Hier gelangen Sie zu allen Maracuja-Rezepten.

Wie gesund sind eigentlich Maracujas?

Die Maracuja mag kein Superstar in Sachen Vitaminreichtum sein. 100 Gramm bringen es auf moderate 20 Milligramm Vitamin C.

Dafür können die Tropenfrüchte mit Mineralstoffen umso üppiger punkten. Fast keine andere frische Frucht hat beispielsweise so viel Magnesium zu bieten wie die Maracuja, die es auf stolze 39 Milligramm dieses für Muskeln und Nerven so nützlichen Stoffs bringt. Nur die Papaya hat rund 2 Milligramm mehr.

Beim Phosphorgehalt liegen die Passionsfrüchte sogar unangefochten an erster Stelle: Mit sagenhaften 54 Milligramm pro 100 Gramm ist das Fruchtfleisch eine hervorragende Quelle für den Mineralstoff, der zusammen mit Calcium für die Festigkeit von Knochen und Zähnen sorgt. Außerdem spielt Phosphor eine  wichtige Rolle bei der Energiegewinnung, beim Aufbau der Zellwände und als Puffersubstanz im Blut.

Nährwerte von Maracujas pro 100 Gramm  
Kalorien 63
Eiweiß 2,4 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 9,5 g
Ballaststoffe 1,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Maracujas

Einkauf

Maracujas bekommt man zum Stückpreis. Prall und glatt sollte eine frische Maracuja aussehen, wenn man sie säuerlich-frisch haben möchte. Wer das Fruchtfleisch allerdings süßer schätzt, greift besser nach Maracuja mit Schrumpelschale.

Lagerung

Als typische tropische Frucht mögen Maracujas keine Kälte. Bewahren Sie sie darum bei Zimmertemperatur auf. So hält sie sich etwa 8 Tage.

Vorbereitung

Eine Maracuja macht kaum Arbeit: Einfach mit einem scharfen Messer halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen oder auf einer Zitronenpresse aus den Hälften pressen. Die Kerne von Maracujas kann man mitessen, sie enthalten wertvolle Nährstoffe und sehen obendrein höchst dekorativ aus. Wenn Sie trotzdem nur den puren Saft haben möchten, können Sie Fruchtfleisch und Kerne durch ein feines Sieb streichen. In unserem Kochschul-Video können Sie sich genau anschauen, wie es gemacht wird.

Zubereitungstipps für Maracujas

Echte Fans lieben die Maracuja einfach pur aus der Schale, eventuell noch mit einem kleinen Schuss Sahne gemixt. Das köstliche Fruchtfleisch eignet sich aber auch perfekt, um damit exotischen Genüssen wie zum Beispiel Mango-Maracuja-Creme oder Maracuja-Törtchen geschmacklich und optisch das gewisse Extra zu verleihen.

Klassischerweise nimmt man Maracujas oder den aus der Zitronenpresse gewonnenen Saft außerdem für Marmelade, für erfrischende Drinks wie Bowle oder Cider, für feine Sorbets und Eis oder für einen exotischen Obstsalat.

 
Ich liebe Maracujas! Ich esse sie jeden Tag in rauen Mengen!!!
 
Da wäre ich ja mal an deiner Bezugsquelle interessiert, ich habe immer den Eindruck an der Kasse ich müsste Konkurs anmelden, nachdem ich bezahlt habe.
 
Ihr Bericht über die Maracuja finde ich aufschlußreich !Sie haben mein Interesse über diese Frucht geweckt, ich werde mir Rezepte aufschreiben und ausbrobieren !!Danke
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