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Maracuja

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 13. Nov. 2018
Sorgt für Aha-Erlebnisse - die Maracuja! Sorgt für Aha-Erlebnisse - die Maracuja!

Lassen Sie sich bloß nicht vom äußeren Anschein täuschen: Die Maracuja sieht zwar ganz unscheinbar aus. Doch unter der dunkelbraunen und oft schrumpeligen Schale verbirgt sich ein kulinarisches Aha-Erlebnis, das nebenbei noch unserer Gesundheit viel Gutes beschert.

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Interaktive Infografik zu Maracujas

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Das sollten Sie über Maracuja wissen

Ihr eigentlich korrekter Name Passionsfrucht ist gewissermaßen Programm. Zwar hat man die Maracuja so genannt, weil fromme Menschen in den betörend schönen Blüten mit zahlreichen Stempeln die Dornenkrone Christi erkannten. Aber wahr ist auch, dass echte Maracujafans sie mit Passion bzw. Leidenschaft lieben! Rund 400 Arten der zu den Lianen zählenden Passiflora-Pflanzen kennen die Botaniker. Ihre Früchte können sich rein äußerlich erheblich unterscheiden: Während man bei uns meist runde, dunkelbraune bzw. fast schwarze Maracuja kaufen kann, gibt es in den Herkunftsländern auch ovale Früchte mit gelber oder weinroter Schale und diverse Größen. Doch ganz gleich, wie die Schale und Form beschaffen sind: Im Inneren verbirgt sich bei der Maracuja immer ein großes Kerngehäuse mit bis zu 200 schwarzen Kernen, die von einer geleeartigen, gelben Masse umhüllt sind. 

Saison: Maracuja und Passionsfrucht bekommt man bei uns als Import aus tropischen Ländern inzwischen das ganze Jahr über.

Herkunft: Ihre Heimat hat die Maracuja (Passiflora edulis), die zu den Gewächsen der Passionsblumen zählt, in Mittel- und Südamerika.; Brasilien gilt als Hauptlieferant für die köstliche Exotin. Inzwischen baut man Maracujá aber auch in einigen afrikanischen Ländern, in Neuseeland, Australien, auf Hawaii sowie in Kalifornien an.

Geschmack: Maracuja hat einen einzigartigen, ganz typischen und sehr aromatischen Geschmack. Die meisten Maracujafans lieben an der Frucht außerdem die erfrischende Säure.

Wie gesund ist eigentlich Maracuja?

Die Maracuja mag ja kein Superstar in Sachen Vitaminreichtum sein (100 g bringen es auf moderate 20 mg Vitamin C). Aber dafür können die Tropenfrüchte mit Mineralstoffen umso üppiger punkten. Fast keine andere frische Frucht hat beispielsweise so viel Magnesium zu bieten wie die Maracuja, die es auf stolze 39 mg dieses für Muskeln und Nerven so nützlichen Stoffs bringt – nur die Papaya hat rund 2 mg mehr. Beim Phosphorgehalt liegen die Passionsfrüchte sogar unangefochten an erster Stelle: Mit sagenhaften 54 mg pro 100 g ist das Fruchtfleisch eine hervorragende Quelle für den Mineralstoff, der zusammen mit Kalzium für die Festigkeit von Knochen und Zähnen sorgt. Außerdem spielt Phosphor eine  wichtige Rolle bei der Energiegewinnung, beim Aufbau der Zellwände und als Puffersubstanz im Blut.

Nährwerte von Maracuja pro 100 Gramm  
Kalorien 63
Eiweiß 2,4 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 9,5 g
Ballaststoffe 1,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Maracuja:

Einkauf: Maracujas bekommt man zum Stückpreis. Prall und glatt – so sollte eine frische Maracuja aussehen, wenn man sie säuerlich-frisch haben möchte. Wer das Fruchtfleisch allerdings süßer schätzt, greift besser nach Maracuja mit „Schrumpelschale“.

Lagerung: Als typische tropische Frucht mag Maracujá keine Kälte. Bewahren Sie Maracujas darum bei Zimmertemperatur auf. Diese Art der Passionsblume hält sie sich etwa 8 Tage.

Vorbereitung: Eine Maracuja macht kaum Arbeit: Einfach mit einem scharfen Messer halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen oder auf einer Zitronenpresse aus den Hälften pressen. Die Kerne von Maracujas kann man mitessen; sie enthalten wertvolle Nährstoffe und sehen obendrein höchst dekorativ aus. Wenn Sie trotzdem nur den puren Saft haben möchten, können Sie Fruchtfleisch und Kerne durch ein feines Sieb streichen. In unserem Kochschul-Video können Sie sich genau anschauen, wie´s gemacht wird.

Zubereitungstipps für Maracuja:

Echte Fans lieben die Maracuja einfach pur aus der Schale, eventuell noch mit einem kleinen Schuss Sahne gemixt. Das köstliche Fruchtfleisch eignet sich aber auch perfekt, um damit exotischen Genüssen wie zum Beispiel Mango-Maracuja-Creme oder Maracuja-Muffins geschmacklich und optisch das gewisse Extra zu verleihen. Klassischerweise nimmt man Maracuja oder den aus der Zitronenpresse gewonnenen Saft außerdem für Marmelade, für erfrischende Drinks wie Bowle oder Cider, für feine Sorbets und Eis oder für einen exotischen Obstsalat.

Rezepte mit Maracuja:

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Bisherige Kommentare

 
Ich liebe Maracujas! Ich esse sie jeden Tag in rauen Mengen!!!
 
Ihr Bericht über die Maracuja finde ich aufschlußreich !Sie haben mein Interesse über diese Frucht geweckt, ich werde mir Rezepte aufschreiben und ausbrobieren !!Danke

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