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Brauchen wir sie?

Vitaminpräparate – So steht es um Nutzen und Wirkung

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 06. Sep. 2017

Auch wenn die Wirkung von Vitaminpräparaten als Nahrungsergänzung wissenschaftlich nicht belegt ist, ist ihre Einnahme manchmal notwendig. EAT SMARTER erklärt, wann und warum gesunde Menschen keine zusätzlichen Vitaminpillen brauchen!

Vitaminpräparate | © cirquedesprit - Fotolia.com Vitaminpräparate | © cirquedesprit - Fotolia.com
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Müssen wir Vitaminpräparate zu uns nehmen?

Im Normalfall nehmen wir über eine gesunde Ernährung ausreichend Vitamine zu uns und versorgen unseren Körper damit optimal – Vitaminpräparate sind überflüssig. Wer zu wenige Vitamine mit der Nahrung aufnimmt, wird dies möglicherweise schnell spüren: Bei Mangelerscheinungen können unterschiedliche Störungen und Krankheiten auftreten. Von Müdigkeit, Hautkrankheiten, Übelkeit, Reizbarkeit bis hin zu schweren Magen-Darm-Störungen, Schäden im Nervensystem oder Rachitis bei Kleinkindern.

Keine wissenschaftlichen Belege für Vitaminpräparate

Wissenschaftler vermuten sogar eine Verbindung zwischen Vitaminmangel und Krebskrankheiten oder Herzinfarkten. Der Gesundheit mit Vitaminpräparaten auf die Sprünge zu helfen, liegt da nahe. Ob Pillen, Kapseln, Cocktails oder sogar Infusionen, der Markt bietet eine Vielzahl an Vitaminpräparaten. Doch tatsächlich gibt es keine wissenschaftlichen Belege, dass Vitaminpräparate eine positive Wirkung haben. Im Gegenteil, immer mehr Ernährungsexperten sagen ihnen keine bzw. eine schädliche Wirkungen nach. So schockierte zum Beispiel eine Studie, bei der Raucher einem erhöhten Lungenkrebsrisiko ausgesetzt waren, nachdem sie zusätzlich Vitamin E und Betacarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird, eingenommen hatten.

Gleichen Vitaminpräparate schlechtes Ernährungsverhalten aus?

Zu wenig Obst und Gemüse, viel tierisches Fett, Weißmehlprodukte – modernes Essverhalten setzt nur selten auf eine ausgewogene Ernährung. Vitaminpräparate versprechen den perfekten Ausgleich. Ein Trugschluss, schließlich können Vitaminpräparate nicht alle bioaktiven Substanzen ersetzen. Besonders schädlich können Kombi- bzw. Multi-Vitaminpräparate sein, da sie zu Überdosierungen verschiedener Vitamine, Mineralstoffe usw. führen können. So kann aus einem Radikalfänger wie Vitamin E selbst ein schädliches Radikal werden, das Krebs- und Darmerkrankungen auslöst.

Wann ist man auf zusätzliche Vitaminpräparate angewiesen? 

In Deutschland wird schwangeren Frauen und denen, die es werden möchten, empfohlen, bis zum Ende des ersten Drittels der Schwangerschaft zusätzlich Folsäure einzunehmen. Täglich 400µg des synthetisch hergestellten Folats beugt Fehlbildungen wie dem Neuralrohrdefekt bei  den Ungeborenen vor. Außerdem sollten Säuglinge nach der Geburt ausreichend mit Vitamin K versorgt werden und während des ersten Lebensjahrs mit Vitamin D – genauso wie Menschen, die sich nur selten im Freien aufhalten können.

Im Video: 5 Zeichen, dass Sie einen Vitamin-Mangel haben könnten


 

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