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Stoppt das Kükenschreddern!

Von Jessica Bolewski
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Stoppt das Kükenschreddern!
Stoppt das Kükenschreddern!

Billige Eier und günstiges Fleisch im Einzelhandel schonen zwar den Geldbeutel, jedoch keinesfalls das Wohl der Tiere und schon gar nicht das Gewissen. Da männliche Küken keine Eier legen und nur wenig Fleisch ansetzen, werden sie oft kurz nach dem Schlüpfen getötet – vergast, lebendig geschreddert. Eine Grausamkeit, die unbedingt aufhören muss! Heute stelle ich Ihnen einige Initiativen gegen das sinnlose Kükentöten vor.

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Stoppt das Kükenschreddern!

Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden jedes Jahr etwa 45 Millionen männliche Küken getötet – und das nur, weil sie das für die Industrie falsche Geschlecht haben. Sie legen nämlich keine Eier und setzen zu wenig und zu langsam Fleisch an. Für den Verbraucher, der in Massen günstige Eier und preiswertes Fleisch konsumieren will, sind diese Küken daher "nutzlos".

Verboten ist das nicht und auch die Bio-Höfe bilden hier leider keine Ausnahme. Bislang wurden keine rechtlichen Schritte gegen Firmen unternommen, die ihre männlichen "Eintagsküken" qualvoll töten. Das Bundesland Niedersachsen erklärte im vergangenen Jahr, dass mit dem Kükenschreddern bis Ende 2016 in den Landesgrenzen Schluss sein soll.

Ein Prototyp eines Geräts zur Geschlechterbestimmung im drei Tage brütenden Ei soll dann zum Einsatz kommen und männliche Küken automatisch aussortieren. Somit würden sie dann nicht lebendig umgebracht werden – sondern als Embryo im Ei. Eine Alternative, die in Wirklichkeit keine ist und das Problem keinesfalls löst.

Die Initiativen

Hahn und Hennen auf einer Bank

Einen besseren Lösungsansatz bieten da diese drei Initiativen gegen das Kükenschreddern und das Wohl der Hähne und Hennen, die ich Ihnen heute kurz vorstellen möchte. Rund zehn Cent mehr als für ein Ei aus biologischer Haltung muss man für diese Eier hinlegen.

Ein durchaus fairer Preis, der unter anderem die erhöhten Kosten der Aufzucht der Hähne finanziert. Über den Erfolg der Initiativen entscheidet wie immer das Konsumentenverhalten und das Bewusstsein der Kunden.

Bruderhahn

Seit 2012 setzt sich die "Bruderhahn Initiative Deutschland" (BID) gegen das nutzlose Kükentöten ein. Mit der Aktion "4 Cent für die Ethik" wird die Aufzucht der männlichen Küken finanziert. Hierfür wird im Supermark ein Zuschlag von vier Cent für ein BID-Ei verlangt. Dieser fließt dann zu 100 Prozent in die Aufzucht der Brudertiere sowie in deren Vermarktung, sodass alle Brudertiere aufgezogen werden können.

Weitere Infos zur "Bruderhahn Initiative Deutschland" finden Sie hier.

Hänsel & Gretel

Die Solidargemeinschaft "Hänsel & Gretel" am Bodensee setzt auf Doppelnutzungshühner, das heißt solche Rassen, die sowohl zum Eierlegen als auch als Fleischlieferant dienen. Mit Solidargutscheinen können Verbraucher die ökologische und nachhaltige Zucht unterstützten. Somit finanzierten sie die Aufzucht eines bestimmten Hahnes, den sie später als Brathuhn erhalten.

Weitere Infos zum Hühnerprojekt "Hänsel & Gretel" finden Sie hier.

Ei care

Die "ei care Initiative" ging im Jahr 2011 an den Start. Auf den dazugehörigen Bio-Höfen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wachsen Zweitnutzungshühner einer alten Rasse und natürlich beider Geschlechter auf. Die Tiere liefern also ebenfalls Eier und Fleisch.

Weitere Infos zur "ei care Initiative" finden Sie hier.

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Bisherige Kommentare

 
Bei den Hermannsdorfer Landwerkstätten kann man in München auch Zweinutzungseier kaufen. Aber immer nur Dienstags.
 
Eine gute Initiative,jedoch sollte man auch die Gütterungen in Tierparks und Zoos bedenken.Wir waren vor kurzen in Neuruppin unterwegs,dort lagen in fast jedem Gehege viele tote Küken.Schrecklich für die Kinder.Und es war ein Wald Tierpark mit heimischen Tieren....Da sollte sich auch etwas ändern.

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