Der Profi-Coach

Wie Sie sich trotzdem motivieren und positiv bleiben können, wenn es mal nicht so gut läuft

Von Uwe Pettenberg
Aktualisiert am 27. Dez. 2018

Liebeskummer, Stress im Job, gesundheitliches Tief: manchmal scheint sich das Leben gegen uns zu verschwören. Profi-Coach Uwe Pettenberg gibt Anregungen, wie Sie Krisen meistern und gestärkt daraus hervorgehen.

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Manchmal scheint sich alles gegen uns zu verschwören, nichts läuft wie geplant und wir fühlen uns frustriert, zornig und traurig.

Wir alle kennen das. Wenn wir allerdings wissen, wie wir in solchen Phasen jeweils auf die Geschehnisse reagieren können, um das Ganze zu entschärfen oder gar umzuwandeln, ist viel gewonnen. Wichtig ist, dass wir uns nicht ausgeliefert fühlen und dem Glauben aufsitzen, wir könnten nichts tun. Wir können immer etwas tun – selbst wenn wir manchmal scheinbar nichts tun können und darauf vertrauen müssen, dass sich alles fügt.

Das Leben besteht nun mal aus Auf und Abs, wahres Glück braucht auch Probleme. Wahres Glück bedeutet, in der zu Lage sein, sich solchen Problemen und Herausforderungen zu stellen. Nichts das, was uns die Welt gibt, ist, was zählt, sondern vielmehr, wie wir damit umgehen, was uns gegeben wird.

Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Überlegungen, wenn Sie das nächste Mal eine schwierige Zeit durchlaufen:

Nichts ist wirklich von Dauer

Jeden Abend wird es dunkel, jeden Morgen scheint die Sonne wieder. Jeden Tag schauen wir ihr dabei zu, doch es ist schwierig zu sehen, dass nichts im Leben wirklich von Dauer ist, wenn wir gerade mitten in einer Krise stecken. Vielleicht sieht es gerade wirklich nicht gut aus, doch die Situation wird sich ändern. Wir alle wissen das aus Erfahrung. Der Schmerz wird nicht ewig anhalten und jeder Tag ist ein neuer Anfang. Das mag wie Binsenweisheiten klingen, doch machen Sie sich bewusst, wie kostbar dieses Leben ist: Wir haben immer die Wahl, ob wir an diesem neuen Tag das Beste daraus machen – oder eben nicht.

Narben erinnern uns an unsere Stärke, nicht an unsere Schwäche

Die meisten Menschen fürchten, dass ihnen sogenannte schlechte Erfahrungen schaden, tatsächlich machen sie uns stärker. Nach über 20 Jahren Coaching kann ich das sicher sagen, denn keine Erfahrung, die wir machen, ist wirklich eine schlechte. Letztendlich bringen sie uns immer weiter. Vielleicht haben Sie die eine oder andere emotionale Narbe, aber sie ist verheilt und der Schmerz ist vergangen, stimmt’s? Sie haben aus der Erfahrung gelernt und die Narbe erinnert Sie daran, dass Sie Schwierigkeiten sehr wohl überwinden können.

Bleiben Sie positiv, auch wenn alle anderen um Sie negativ sind

Manchmal werden die Menschen in Ihrem Leben versuchen, Sie runter zu ziehen, aber Sie müssen Ihnen ja nicht zuhören. Lächeln Sie einfach, wenn Sie können, wünschen Sie dem anderen innerlich das Beste, und konzentrieren Sie sich darauf, positiv zu bleiben.

Negative Menschen sind meist äußerst unglückliche Menschen. Sie legen es darauf an, Sie auf Ihre Ebene zu ziehen, aber wie gesagt, Sie haben die Wahl, einfach nicht hinzuhören. Sie sind der Held in Ihrer Welt, und das bedeutet auch, dass Sie sich nicht mit den Problemen anderer herumschlagen müssen – es ist deren Negativität, nicht Ihre.

Durch den Schmerz gehen verwandelt ihn

Jede schmerzvolle Erfahrung ist eine Lektion, die wir lernen dürfen. Wenn wir noch mittendrin stecken, ist das schwer zu sehen, geschweige denn zu verstehen, aber wenn Sie sich dem Schmerz nicht entziehen sondern sich getrauen, ihn auszuhalten und zu erforschen, werden Sie feststellen, dass er Ihnen etwas zu sagen hat, dass es Sinn macht, was gerade passiert und sich das Leid auflöst.

Seien Sie geduldig und liebevoll mit sich, wehren Sie sich nicht und vertrauen Sie darauf, dass ein weiseres Ich Ihres Selbst zum Vorschein kommen wird.

Veränderung findet immer statt

Auch wenn wir glauben, gerade nichts dazu tun zu können. Veränderung ist die einzige Konstante in unserem Leben. Selbst wenn wir glauben, gerade im Sumpf unserer Sorgen festzustecken, die Erde dreht sich weiter, unserer Zellen teilen sich immer weiter, die Zeit vergeht – und eines Tages wachen Sie auf und stellen fest, dass Sie abgemüht und gekämpft haben im vermeintlichen Stillstand, aber tatsächlich hat sich etwas verändert. Die Welt sieht auf einmal doch anders aus.

Dabei ist wichtig, dass wir uns nicht auf das konzentrieren, was schlimmes passieren könnte. Auf diese Weise erreichen wir nie unser volles Potential. Menschen, die viel jammern und sich ängstigen, erreichen meist nicht viel im Leben, denn das Lamentieren und Schimpfen nimmt sie viel zu sehr in Anspruch. Wenn wir uns jedoch auf das Beste konzentrieren, was geschehen könnte, sind wir auch motiviert und mutig genug neue Chancen zu ergreifen und auch mal ein Risiko einzugehen.

So oder so – das Beste was wir tun können, ist aufstehen und weitermachen, wenn uns das Leben mal wieder eine Watschen verpasst hat. Ich habe schon an anderer Stelle erzählt, dass mir persönlich in solchen Fällen die Frage „Was würde die Liebe jetzt sagen?“ immer hilft. Diese Frage bringt mich unmittelbar aus dem Grübeln ins Fühlen, und von dort kommt immer eine Lösung.

In diesem Sinne, herzlichst,

Ihr Uwe Pettenberg

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