TK Banner

Starke Nerven: Diese Lebensmittel tun Körper und Seele gut

Von Wenke Gürtler
Aktualisiert am 14. Dez. 2021
© Pexels/ Monika Grabkowska
© Pexels/ Monika Grabkowska

Manchmal ist der Alltag so straff durchgetaktet, dass nur wenig Zeit zum Verschnaufen bleibt. Aber das Gute ist: Die richtige Ernährung sorgt für starke Nerven und hilft, die Hürden entspannt zu meistern. Mit welchen Lebensmitteln Ihnen das gelingt, erfahren Sie im Live Smarter-Blog.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Starke Nerven durch Haferflocken
  2. Gewürze als beruhigende Lebensmittel 
  3. Nüsse machen glücklich
  4. Abwarten und Tee trinken 
  5. Tierisch gut für die Nerven
  6. Wissen zum Mitnehmen

Ob in der Schule, im Studium oder im Job: Meist bleibt uns nur wenig Zeit zum Entspannen. Gesund ist das nicht. Es gibt jedoch Möglichkeiten, um sich vom Stress zu befreien, beispielsweise mit Yoga, Meditation – oder der richtigen Ernährung. So schenken uns einige Lebensmittel wichtige Nährstoffe, die uns dabei helfen, hektische Situationen gut zu bewältigen und einen kühlen Kopf zu bewahren. Die besten nervenstärkenden Lebensmittel stellen wir Ihnen hier vor.

1. Starke Nerven durch Haferflocken

Wenn ein langer und anstrengender Tag vor Ihnen liegt, sind Haferflocken eine klasse Wahl: Sie enthalten komplexe Kohlenhydrate, die im Gegensatz zu einfachen Kohlenhydraten – zum Beispiel aus Zucker oder Weißmehl – unseren Körper dauerhaft mit Energie versorgen. Davon profitieren vor allem unsere Nerven. Ein konstanter Blutzuckerspiegel verhindert aber auch Heißhungerattacken und Schwächegefühl. Und die können wir in der alltäglichen Hektik überhaupt nicht gebrauchen.

Zudem glänzt das heimische Getreide mit jeder Menge B-Vitaminen und Magnesium: Während die B-Gruppe wichtige Aufgaben bei der Energiegewinnung aus der Nahrung übernimmt und somit für starke Nerven unentbehrlich ist, reguliert der Mineralstoff die Ausschüttung von Stresshormonen. Dadurch wirkt das Mineral beruhigend. Außerdem dämpft Magnesium die Erregbarkeit der Nervenzellen und wir sind nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen.

Auch interessant: Die 5 wichtigsten Mineralstoffe für unseren Körper

Merke!
Haferflocken versorgen den Körper kontinuierlich mit Energie und sind vollgepackt mit Mikronährstoffen, darunter Magnesium. Das Mineral unterstützt eine normale Nervenfunktion und macht gelassener.

2. Gewürze als beruhigende Lebensmittel 

Wenn im täglichen Einerlei die Anspannung wächst, reagieren einige von uns mit Magenschmerzen oder Übelkeit. In der Akutsituation versprechen feucht-warme Kompressen oder eine Wärmflasche auf dem Oberbauch Linderung. Ebenso besänftigen Anis, Fenchelsamen, Kümmel und Sternanis einen nervösen Magen. Frisch aufgebrüht und warm genossen, vertreiben die Gewürze im Nu die Beschwerden. 

Im Advent sind Vanille und Zimt für Plätzchen nicht wegzudenken – lassen Sie sich jedoch auch außerhalb der Weihnachtszeit die Gewürze schmecken, etwa in Müsli, Porridge oder Joghurt. Denn Vanille hebt die Stimmung, beruhigt und stärkt die Psyche. Ihr charakteristisches Aroma verdankt die Schote dem Vanillin. Im Zimt sorgen die ätherischen Öle Zimtaldehyd und Eugenol für den typischen Geschmack. Sie verleihen ihm auch seine wärmende und leicht beruhigende Wirkung.

Lesen Sie mehr: Ceylon oder Cassia? Zimt ist nicht gleich Zimt!

Merke!
Gewürze wie Vanille und Zimt bereiten gute Laune, während ein nervöser Magen mit Anis, Fenchel, Kümmel und Sternanis zur Ruhe kommt.

3. Nüsse machen glücklich

Egal ob Cashewkerne, Haselnüsse, Mandeln oder Walnüsse: Die kernigen Kandidaten überzeugen mit B-Vitaminen, Vitamin E, Magnesium und Tryptophan. Aus der Aminosäure entsteht in unserem Gehirn Melatonin, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert, und Serotonin, das landläufig als Glückshormon bezeichnet wird. Ist dieser Botenstoff in ausreichender Menge vorhanden, sind wir entspannt und lassen uns nicht so schnell aus der Bahn werfen. 

Im Übrigen steckt Tryptophan noch in anderen Lebensmitteln. Nennenswerte Mengen bringen Fisch, Fleisch, Getreide, Hülsenfrüchte und Eier mit. Um den Tryptophanspiegel effektiv anzuheben, kommt es nicht nur auf die richtigen Quellen, sondern auch auf die richtige Kombination an: Unser Körper kann die Aminosäure besonders gut aufnehmen und die Blut-Hirn-Schranke passieren, wenn wir dazu Kohlenhydrate essen.  

Merke!
Nüsse, aber auch Fisch, Fleisch, Getreide, Hülsenfrüchte und Eier sind reich an Tryptophan. Der Körper wandelt die Aminosäure wird in das Glückshormon Serotonin um, das wiederum den Stresspegel senkt.

4. Abwarten und Tee trinken 

Tees gehören zu den beliebtesten Hausmitteln, um Nervosität, innere Unruhe oder Schlafprobleme zu lindern. Dafür verwendet man typischerweise Baldrianwurzel, Hopfen, Johanniskraut, Kamille, Lavendel, Lindenblüten, Passionsblume oder Zitronenmelisse. Auch Mischungen sind üblich. Die Kräuter wirken vor allem durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, die beim Aufbrühen in den Tee übergehen. In der Kamille ist es etwa der Blütenfarbstoff Apigenin, das beruhigt, während die ätherischen Öle aus der Baldrianwurzel entspannen und den Schlaf fördern.

Lesen Sie mehr: Die 6 besten Tees zum Einschlafen

Sie können die Wirkung der Heilkräuter verstärken, indem Sie das Teetrinken zu einem Ritual machen: Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit, setzen Sie sich hin, atmen Sie tief durch und genießen Sie den Aufguss mit allen Sinnen. Diese bewusste Pause hilft zusätzlich den Alltag zu entschleunigen. 

Bevor Sie Ihre Tea Time genießen, bedenken Sie aber, dass manche Heilkräuter die Wirkung von bestimmten Medikamenten beeinträchtigen können: Beispielsweise reduziert Johanniskraut die Wirkung der Pille. Um mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten auszuschließen, ist es wichtig, dass Sie stets den Beipackzettel Ihrer Arzneien lesen oder sich dazu in der Apotheke beraten lassen.

Merke!
In Zeiten von Ruhelosigkeit und Stress hilft eine Tasse Kräutertee, um wieder zu entspannen und Kraft zu tanken. Dafür eignen sich Baldrianwurzel, Hopfen, Johanniskraut, Kamille, Lavendel, Lindenblüten, Passionsblume oder Zitronenmelisse.

5. Tierisch gut für die Nerven

Damit das Nervengewebe gesund bleibt, benötigt unser Körper B-Vitamine. Diese Gruppe umfasst acht Vertreter, darunter Vitamin B12, auch Cobalamin genannt. Es spielt eine besondere Rolle, da es in größeren Mengen ausschließlich in tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Eiern und Käse steckt. Mikrobiell hergestellte Lebensmittel wie Kimchi, Sauerkraut oder fermentierte Sojaprodukte enthalten, wenn überhaupt, so geringe Menge und oft in einer für den Körper nicht verwertbaren Form, dass sie für die Versorgung mit Cobalamin keine Rolle spielen. Daher müssen insbesondere Vegetarier:innen und Veganer:innen aufpassen, dass sie ausreichend mit dem Mikronährstoff versorgt sind.

Kommt über die Nahrung kein Nachschub, entleeren sich die Vitamin-B12-Speicher in der Leber und ein Mangel entsteht. Betroffene sind ständig müde, werden vergesslich, können sich schlecht konzentrieren – und sie können alltägliche Hürden nur schwer meistern. Ob tatsächlich ein Defizit vorliegt, kann eine Blutuntersuchung klären. Erst nach der ärztlichen Diagnose sollten Betroffene gezielt Vitamin-B12-Präparate einnehmen, denn eine Überdosierung kann das Risiko für Lungenkrebs erhöhen (1).

Merke!
Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eiern und Käse sind mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin B12 gut für die Nerven – werden allerdings die Speicher in der Leber nicht aufgefüllt, drohen Müdigkeit, Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme.

Wissen zum Mitnehmen

Stehen wir unter Hochspannung, ist unser Körper auf nervenstärkende Lebensmittel angewiesen, die ihn mit genügend B-Vitaminen, komplexen Kohlenhydraten, Tryptophan und Magnesium versorgen. Beispielsweise bieten Nüsse viel Tryptophan. Aus der Aminosäure bildet der Organismus das Glückshormon Serotonin, das wiederum entspannt. Haferflocken versorgen uns kontinuierlich mit Energie, B-Vitaminen und Magnesium. Der Mineralstoff reguliert die Ausschüttung von Stresshormonen und wirkt dadurch beruhigend.

B-Vitamine übernehmen wichtige Aufgaben bei der Energiegewinnung aus der Nahrung und sind für starke Nerven unentbehrlich. Eine besondere Rolle nimmt Vitamin B12 (Cobalamin) ein, denn es kommt nur bedarfsdeckend in tierischen Quellen vor, darunter Fisch, Fleisch, Eier und Käse. Daher müssen Vegetarier:innen und Veganer:innen ihre Versorgung im Blick behalten.

Geraten wir unter Druck, reagieren einige von uns mit Magen-Darm-Beschwerden, schlechter Laune oder Schlafproblemen, aber beruhigende Lebensmittel versprechen Linderung: Ein frisch aufgebrühter Tee mit Anis, Fenchel, Kümmel oder Sternanis besänftigt den nervösen Magen. Vanille und Zimt heben die Stimmung, während Heilkräuter wie Baldrianwurzel, Hopfen, Kamille, Lavendel, Passionsblume und Zitronenmelisse den Schlaf fördern.


Smarte Partner – TK und EAT SMARTER
Gemeinsam mit der TK haben wir großes Interesse daran, Sie über wichtige Themen rund um Gesundheit und Ernährung aufzuklären. Mehr über die Zusammenarbeit und die TK erfahren Sie hier.

 
Einfach kurz und sachlich was heutzutage selten ist. Danke für die Info. mfg e.k.
 
Lecithin fehlt in dieser Auflistung-sehr gut für ausgeglichene Nerven.Enthalten in Buttermilch!
 
Haferflocken als porridge gekocht mit Honig und Sahne verfeinert ist total lecker. Trocken mag ich auch keine Haferflocken.
 
Wozu nutzen Sie jetzt auch die Kommentare von Regierungsberatern? Diese Herrschaften haben doch nur eine Couleur! Beurteilunge dieser Leute schließe ich aus. Das scheint mir alles nicht objektiv zu sein. Die selben Leute empfehlen morgen Butter und übermorgen wird von den selben Leuten das Butteressen verteufelt. Wie lange wollen wir Genussmenschen uns von diesen ahnungslosen, aber profilierungs-geilen Nichtssen denn eigentlich noch verarschen lassen. Die wissen doch gar nicht, was eine gute und ausgewogene Küche ist.
 
Mach Dir doch nich so viele Gedanken. Im übrigen Butter ist fast ein reines Naturprodukt und enthält viele Vitamine. (Wer sich gesund ernähren möchte, sollte die Finger von Margarine lassen.)
  • 1
  • 2
Schreiben Sie einen Kommentar