Fit halten mit Gehirn-Jogging

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Gehirn-Jogging

Es gibt viele Studien und auch Werbeversprechen von zahlreichen Anbietern diverser Trainingsprogramme, die alle versprechen, Gehirn-Jogging soll den geistigen Abbau verhindern und die kognitive Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter hinein steigern.

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Gehirn-Jogging soll doch gegen Demenz helfen

Die Alterswissenschaftlerin Jerri Edwards von der University of South Florida in Tampa sieht viele bereits bestehende Studien zum Thema Gehirn-Jogging sehr kritisch. Einigen würde es an wissenschaftlich fundierten Grundlagen fehlen, Andere würden bei ihren Auswertungen Äpfel mit Birnen vergleichen. Sie bemängelt: "Viele machen [...] den Fehler, alle Hirntrainings in einen Topf zu werfen". 

Sie selbst hat sich einer speziellen Form des Gehirnjoggings gewidmet: dem sogenannten "Speed of Processing"-Training. Hierbei soll die visuelle Aufmerksamkeit und die Auffassungsgabe der einzelnen Probanden gestärkt und beschleunigt werden. Eine typische Aufgabe wäre zum Beispiel aus einem Suchbild einen bestimmten Gegenstand zu identifizieren und gleichzeitig im nicht direkten Sichtfeld Objekte wahrzunehmen. 

Gehirn-Jogger fahren sicherer im Straßenverkehr 

Die Auswertung von rund 50 Studien zum Thema "Speed of Processing"-Training ergab, dass sich durch wiederholtes Training, die Geschwindigkeit des Suchvorganges verbesserte. Probanden erfassten den gesuchten Gegenstand immer schneller im Suchbild, auch wenn diese sich stark ähnelten. 

Das spezielle Gehirn-Training verbessert generell die Aufmerksamkeit und die Reaktionsfähigkeit von Autofahrern. Sie geraten somit in weniger brenzliche Verkehrssituationen, die andere und sich selbst gefährden würden. Im Vergleich zu Menschen die kein Gehirn-Training praktizierten, konnten 40 Prozent im Alter länger mit dem Auto mobil bleiben. 

Demenzrisiko sinkt mit jeder Trainingseinheit

Um die Auswirkungen auf das Demenzrisko zu untersuchen, setzte die Alterswissenschaftlerin eine eigene Studie mit 2.785 Probanden an. Die Teilnehmer waren im Alter zwischen 65 und 94 Jahren und wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren begleitet. Sie absolvierten "Speed of Processing"-Trainingeinheiten und im Vergleich zur Kontrollgruppe sank das Demenzrisiko nach zehn Jahren um 48 Prozent. 

Zur Studie ►

Für alle, die Lust auf eine kleine Rechenübung haben, haben wir hier ein tolles Beispiel:

(hewi)

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