Staudensellerie

Von Katrin Koelle
Aktualisiert am 11. Jun. 2020

In Großbritannien, den USA und rund ums Mittelmeer gehört er zu den wichtigsten Gemüsesorten – nur bei uns gilt Staudensellerie noch immer als Exot. Dabei stammt er aus Europa und hat nur Gutes zu bieten!

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Staudensellerie
  2. Das sollten Sie über Staudensellerie wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
  3. Unsere liebsten Staudensellerie-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Staudensellerie?
  5. Gesundheitsvorteile von Staudensellerie
  6. Einkaufs- und Küchentipps für Staudensellerie
    1. Einkauf
    2. Lagerung
    3. Vorbereitung
  7. Zubereitungstipps für Staudensellerie

Infografik zu Staudensellerie

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie mehr Informationen unterhalb der Grafik. 

Infografik Staudensellerie

Staudensellerie...

  • ...wirkt antibakteriell: Apiin und andere ätherische Öle in Staudensellerie können Bakterien, Viren und Pilze nachweislich mit Erfolg ausbremsen.
  • ...tut dem Magen gut: Die in Staudensellerie enthaltenen ätherischen Öle und Bitterstoffe können einen gereizten Magen beruhigen, einen Überschuss an Magensäure neutralisieren und leichtere Magenschmerzen lindern.
  • ...soll anregend wirken: Dem Staudensellerie sagt man nach, dass er die Lust auf Liebe wecken soll. Beweisen lässt sich das zwar nicht, aber tatsächlich enthält Staudensellerie hormonähnliche Substanzen, die den menschlichen Sexuallockstoffen (Pheromenen) chemisch sehr ähneln.
  • ...regt die Verdauung an: Terpene (Bitterstoffe) in Staudensellerie aktivieren die Verdauungssäfte und Enzyme in Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.
  • ...macht rundum fit: Terpene (Bitterstoffe) in Staudensellerie aktivieren die Verdauungssäfte und Enzyme in Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.
  • ...macht rundum fit: Staudensellerie liefert etwa 7 Milligramm Vitamin C und 118 Mikrogramm Vitamin A pro 100 Gramm, dazu Vitamine aus der B-Gruppe und Vitamin E sowie immerhin gut 1 Gramm Eiweiß.
  • ...kann sanft entwässern: Wegen seiner harntreibenden Wirkung setzten schon die alten Römer Staudensellerie als Naturheilmittel ein: Er hilft dem Körper, unerwünschte Flüssigkeitsansammlungen auf sanfte Art loszuwerden.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Staudensellerie gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...verträgt nicht jeder: Nierenkranke sollten Staudensellerie mit Vorsicht und nur in Absprache mit dem Arzt genießen. Das Gleiche gilt für Schwangere.

Das sollten Sie über Staudensellerie wissen

Mal ehrlich – was fällt Ihnen bei Sellerie als erstes ein? Wahrscheinlich das hartnäckige Gerücht, dieses Gemüse stärke die Libido. In der Tat galt bereits  bei den alten Griechen die bis heute nicht bewiesene (aber auch nicht widerlegte) Vermutung einer erotisch relevanten Wirkung. Selbst moderne Mediziner widersprechen da nicht, denn es wäre immerhin möglich, dass die reichlich enthaltenen ätherischen Öle, Mineralstoffe und Vitamine nicht nur die Gesundheit fördern, sondern auch die Manneskraft.

Fest steht auf jeden Fall, dass Staudensellerie sich auch bei uns langsam durchsetzt. Denn wer den vermeintlichen Exoten mal probiert hat, weiß: Seine knackigen und dabei zarten Stängel schmecken roh ebenso köstlich wie gekocht oder überbacken und glänzen darüber hinaus durch praktisch nicht vorhandene Kalorien.

Etwas weniger würzig und aromatisch schmeckt übrigens der so genannte Bleichsellerie, der seine vornehme Blässe einer speziellen Zuchtmethode verdankt. Früher musste er nämlich durch das Anhäufeln von Erde oder Abdecken bleich gehalten werden. Heutzutage machen neue, selbst bleichende Sorten diesen Aufwand überflüssig.

Herkunft

Die ursprüngliche Heimat der Staudenselleriebäume liegt im Mittelmeerraum. Bis heute gehören Länder wie Italien, Spanien und Israel zu den wichtigsten Anbaugebieten für Staudensellerie.

Saison

Staudensellerie kommt das ganze Jahr über aus verschiedenen Exportländern zu uns. In Deutschland erntet man das Gemüse von Juli bis Oktober vom Freiland.

Geschmack

Staudensellerie schmeckt mild nach Sellerie, hat aber durch seinen hohen Wassergehalt eine frische, saftige und knackige Konsistenz.

Unsere liebsten Staudensellerie-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Staudensellerie-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Staudensellerie?

Im Altertum und im Mittelalter hatte Sellerie seinen Platz in der Apotheke als harntreibendes Mittel. Zu Recht, meinen auch moderne Experten, und rühmen außerdem die wohltuende Wirkung des Gemüses als Blutreinigungs- und Entwässerungsmittel der ebenso sanften wie köstlichen Art. Für Figurbewusste ist Staudensellerie gerade zu ideal, denn er glänzt mit einem extrem niedrigen Kalorien- und Fettgehalt. Diabetiker und Low-Carb-Fans freuen sich, dass Staudensellerie außerdem das Kohlenhydrate-Konto kaum belastet.

Nährwerte von Staudensellerie pro 100 Gramm  
Kalorien 15
Eiweiß 1,2 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 2,2 g
Ballaststoffe 2,6 g

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Einkaufs- und Küchentipps für Staudensellerie

Einkauf

Staudensellerie wird häufig abgepackt verkauft; lose bekommt man die bis zu 30 cm langen Stangen zum Kilopreis. Das beste Zeichen für optimale Frische sind eine fleckenfreie Haut und feste Konsistenz.

Lagerung

Staudensellerie hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen frisch und knackig. Wichtig: Lagern Sie das Gemüse getrennt von Äpfeln, Birnen und Avocados – sie geben das Gas Äthylen ab und lassen Staudensellerie dadurch schneller schlapp und welk werden.

Vorbereitung

Staudensellerie ist leicht zu putzen: Man muss nach dem Waschen lediglich mit einem Messer die Wurzelansätze entfernen, die Fäden abziehen und kann die Stangen dann in Scheibchen schneiden oder im Ganzen verwenden.

Die Blätter vom Staudensellerie sind viel zu schade für den Müll: sie enthalten besonders viel von dem aromatischen Apiin, das dem Gemüse neben anderen ätherischen Ölen den typischen würzigen Geschmack gibt. Also nicht wegwerfen, sondern wie Petersilie waschen, trockenschütteln, fein hacken und über Gemüse, Suppen oder Salate streuen! Sie können das Selleriegrün aber auch im Ganzen in der Suppe mitkochen, das gibt ihr einen besonders herzhaften Geschmack.

Zubereitungstipps für Staudensellerie

Roh macht Staudensellerie eine besonders gute Figur, und das keineswegs nur im wörtlichen Sinn: Mit dem knackigen Gemüse lassen sich wunderbar würzige Salate und schnelle, kalorienarme Snacks wie zum Beispiel unsere Selleriesticks mit Thunfischcreme zubereiten! Doch Staudensellerie ist auch gegart ein uneingeschränkter Genuss. Er schmeckt in Suppen, Eintöpfen, Aufläufen, Gemüse- und Wokgerichten und passt zu Fleisch, Fisch, Geflügel und Eiern. In Italien nimmt man Staudensellerie außerdem gern für Pastasaucen wie die Fisch-Bolognese oder Gemüse-Bolognese sowie zu Klassikern wie Lasagne, Pizza, Ossobuco, Thunfischsalat oder geschmorte Lammhaxen.

 
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Ich bin schon lange ein Fan vom Staudensellerie, im Sommer zum Dippen, im Winter zum Obstsalat, auch knappere ich ihn mal so.
 
Ich habe im Frühjahr Staudensellerie angepflanzt und nicht gedacht, dass er hier auch so toll wächst, jetzt habe ich ein ganzes Beet davon, wie hebe ich die Stauden am besten auf. Weiß jemand Rat?
 
Ich habe gerade gelesen, dass man staudensellerie wunderbar einfrieren kann.
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