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Buttermilch

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 03. Jun. 2020

Buttermilch ist ein echtes Light-Produkt mit wertvollen Inhaltsstoffen! Sehr gesund und gut zum Abnehmen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Infografik zu Buttermilch
  2. Das sollten Sie über Buttermilch wissen
    1. Herkunft
    2. Saison
    3. Geschmack
    4. Sorten
  3. Unsere liebsten Buttermilch-Rezepte
  4. Wie gesund ist eigentlich Buttermilch?
  5. Einkaufs- und Küchentipps für Buttermilch
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  6. Zubereitungstipps für Buttermilch
  7. FAQs – die häufigsten Fragen
    1. Wie macht man Buttermilch selbst?
    2. Was macht Buttermilch mit Fleisch?
    3. Warum kommt Buttermilch ins Brot?

Infografik zu Buttermilch

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann finden Sie alle Informationen unterhalb der Grafik. 

Buttermilch...

  • ...festigt die Knochen: Buttermilch enthält fast genauso viel Calcium wie Trinkmilch – schon 0,5 Liter deckt den Tagesbedarf an diesem Mineralstoff und sorgt dadurch für feste Knochen und gute Zähne. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch den ebenfalls hohen Gehalt an Milchzucker: Er hilft dabei, dass der Körper das Kalzium optimal nutzen kann.
  • ...ist gut verträglich: Mit maximal vier bis fünf Gramm Milchzucker pro 100 Milliliter gehört Buttermilch zu den Lebensmitteln mit relativ niedrigem Laktosegehalt. Je nach Empfindlichkeit bekommt Buttermilch darum Menschen mit einer Laktose-Unverträglichkeit oft besser als Trinkmilch; mit etwas Glück haben manche Betroffene sogar gar keine Beschwerden.
  • ...enthält viel Eiweiß: Beim Proteingehalt liegt Buttermilch sogar etwas höher als Milch: Mit 3,5 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm hilft das säuerliche Getränk dabei, den täglichen Bedarf zu decken.
  • ...CO2-Bilanz: Mit einem Emissionswert von unter 130 Gramm pro 100 Gramm, ist die CO2-Bilanz von Buttermilch gut. Die CO2-Werte basieren auf den Berechnungen des IFEU-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und wurden für jedes Lebensmittel jeweils einzeln als „durchschnittliches Lebensmittel“ bilanziert, wie diese in Deutschland verkauft werden. Sie berücksichtigen den Produktionsort, die Produktionsmethode, alle damit verbunden Transporte, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung anteilig. Die Emissionen aller Treibhausgase wie z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wurden berücksichtigt und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Vereinfacht wird allerdings nur von CO2 gesprochen.
  • ...stärkt die Abwehrkräfte: Mit Buttermilch kann man eine gesunde Darmflora fördern und die nützlichen Bakterien im Darm unterstützen. Auf diese Weise lassen sich mit Buttermilch die Abwehrkräfte bzw. das Immunsystem stärken.
  • ...beruhigt den Magen: Bei einem gereizten Magen oder Magenschmerzen kann Buttermilch helfen, wenn sie nicht zu kalt getrunken wird. Die Milchsäurebakterien in Buttermilch unterstützen außerdem die Heilung bei leichten Entzündungen.
  • ...kann zur Figur-Falle werden: Besonders im Sommer sind Mix-Drinks mit Buttermilch und Säften aus dem Kühlregal heiß begehrt. Das ist okay, solange man dabei im Auge behält: Auch Buttermilch kann zur Falle für Figurbewusste werden, wenn sie mit reichlich Zucker kombiniert ist. Im Zweifelsfall leckerer und kalorienärmer: Buttermilch selbst mit frisch gepresstem Saft oder Direktsaft mixen!
  • ...wird manchmal gefälscht: Klassische Buttermilch wird beim Buttern von Süßrahmbutter und mildgesäuerter Butter gewonnen. Beim Schlagen von Rahm entstehen Butterkörner, aus denen Flüssigkeit (Buttermilch) und Butter entsteht. Zu erkennen ist dieses Original an der Bezeichnung „Reine Buttermilch“. Steht dagegen nur „Buttermilch“ auf dem Becher, handelt es sich um eine Art Fake: teilentrahmte oder entrahmte Milch, der man mit zugesetzten Milchsäurebakterien den säuerlichen Geschmack gibt.

Das sollten Sie über Buttermilch wissen

Buttermilch ist billig, mit 44 Kalorien pro 100 Gramm recht kalorienarm und löscht den Durst ganz wunderbar. Buttermilch ist also ein echtes Light-Produkt und zwar eines mit wertvollen Inhaltsstoffen. Die saure Milch enthält hochwertiges Milcheiweiß. Aber, was noch wichtiger ist, sie hat fast ebenso viel Milchzucker und Calcium wie die viel kalorienreichere übliche Trinkmilch.

Die Kombination dieser beiden Stoffe ist ideal, weil der Milchzucker dem Körper hilft, das knochenstärkende Calcium optimal zu nutzen. Außerdem wird er im Dünndarm nicht vollständig abgebaut, ein Teil gelangt in die tiefen Abschnitte des Darms. Hier dient er den guten Bakterien als Futter und verscheucht gleichzeitig krankmachende Keime aus der Darmflora.

Weil Buttermilch weniger als 1 Prozent Fett enthält, sind nur kleine Mengen der fettlöslichen Vitamine A und D darin. In der heißen Jahreszeit, wenn Buttermilch als Durstlöscher reißenden Absatz findet, fragt man sich häufig, wo plötzlich diese Riesenmengen herkommen. Meist ist es gesäuerte Magermilch, die als Buttermilch-Imitat verkauft wird. Die Fälschung mag zwar geschmackliche Nachteile haben, aber der Ernährungswert bleibt derselbe.

Herkunft

Buttermilch ensteht bei der Herstellung von Butter. Wenn der Rahm geschlagen wird, verbindet sich das Fett und es ensteht eine kompakte Masse, die sogenannten Butterkörner. Übrig bleibt dabei die fettarme Buttermilch. Neben dieser ursprünglichen Herstellungsweise erhalten Sie heute im Handel meist industriell hergestellte Buttermilch, wofür entrahmte oder teilentrahmte Milch mit Milchsäurebakterien versetzt wird.

Saison

Sie erhalten das Getränk das ganze Jahr über im Handel.

Geschmack

Buttermilch ist frisch säuerlich im Geschmack.

Sorten

Buttermilch gibt es in verschiedenen Sorten. Neben der puren Buttermilch gibt es sie je nach Hersteller auch in fruchtigen Geschmäckern, beispielsweise mit Erdbeer-, Zitrone- oder Kirschgeschmack. 

Unsere liebsten Buttermilch-Rezepte

Hier gelangen Sie zu allen Buttermilch-Rezepten.

Wie gesund ist eigentlich Buttermilch?

Wer Buttermilch mag, sollte sie möglichst oft trinken oder in der Küche verwenden. 0,5 Liter Buttermilch deckt den täglichen Calciumbedarf. Kinder, die keine Milch trinken, können sich häufig für Mixgetränke aus Buttermilch und Fruchtsaft begeistern und auf diese Weise an hochwertiges Eiweiß, Mineralstoffe und einige Vitamine kommen, wie zum Beispiel Vitamin K (1).

Auch für Kinder mit Übergewicht ist Buttermilch eine gute Alternative zur fetthaltigeren Trinkmilch – allerdings fehlt ein Großteil der in der Milch enthaltenen Vitamine A und D.

Frauen ab 35 können durch regelmäßigen Buttermilchgenuss Knochenverlusten im Alter (Osteoporose) wunderbar vorbeugen, denn die säuerliche Buttermilch liefert wenig Kalorien, keine gesättigten Fette und viel von dem knochenstärkenden Mineralstoff (2). Je größer der Calciumvorrat in den Knochen einer Frau, desto weniger Probleme hat sie im Alter!

Hier finden Sie die Nährwerte von 100 Gramm Buttermilch im Überblick:

Nährwerte von Buttermilch pro 100 Gramm  
Kalorien 44
Eiweiß 4 g
Fett 1,3 g
Kohlenhydrate 4,2 g
Ballaststoffe 0 g

Einkaufs- und Küchentipps für Buttermilch

Einkauf

Buttermilch gibt es von verschiedenen Anbietern im Supermarkt zu kaufen. Reine Buttermilch ist frei von allen Zusätzen. Ebenso mit bis zu 10 Prozent Wasser und 15 Prozent entrahmter Milch oder Magermilchpulver versetzte Buttermilch darf als solche verkauft werden.

Lagerung

Bereits geöffnete Buttermilch sollte im Kühlschrank gelagert und zeitnah verzehrt werden. Geschlossen hält sich gekühlte Buttermilch einige Tage, auch noch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Buttermilch noch gut ist, prüfen Sie Aussehen, Geschmack und Geruch. Mehr zum Mindesthaltbarkeitsdatum können Sie hier nachlesen.

Zubereitungstipps für Buttermilch

Pur getrunken ist Buttermilch eine wunderbare Erfrischung. Sie können die reine Buttermilch aber auch aufpeppen, indem Sie sie nach Belieben mit Früchten pürieren. Aber auch in vielen Rezepten eignet sich die Zugabe von Buttermilch, zum Beispiel bei Buttermilch-Pancakes oder Pflaumen-Muffins.

FAQs – die häufigsten Fragen

Wie macht man Buttermilch selbst?

Um Buttermilch selbst zu machen, benötigen Sie lediglich Milch und Säure, zum Beispiel Essig oder Zitronensaft. Für einen Liter Buttermilch nehmen Sie einen Liter Milch mit einem Fettgehalt von 1,5 Prozent sowie vier Esslöffel Zitronensaft. Verrühren Sie beides gut miteinander und lassen Sie die selbstgemachte Buttermilch fünf bis zehn Minuten stehen. Schon ist die Buttermilch fertig.

Was macht Buttermilch mit Fleisch?

In Buttermilch eingelegtes Fleisch bleibt saftig, wird besonders zart und erhält einen runden Geschmack. Bei Fleisch mit kräftigem Geschmack, zum Beispiel Wild oder Lamm, mildern die Milchsäurebakterien zudem den starken Eigengeschmack.

Warum kommt Buttermilch ins Brot?

Beim Brotbacken wird für herzhaftes Brot meist Wasser verwendet, süße Brote werden allerdings häufig mit Milch gebacken. Alternativ kann auch Buttermilch zum Einsatz kommen, denn Milchprodukte sorgen beim Brotbacken für eine zarte Krume.

Wissenschaftlich geprüft von unseren EAT SMARTER Experten
 
Hallo, eine Frage, Buttermilch enthält 4,2 g Zucker. Hat das etwa mit Milchzucker zu tun?
 
Milch enthält Milchzucker, Buttermilch entsteht aus Milch, also enthält Buttermilch Milchzucker, Lactose
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