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Zecken: So verhalten Sie sich richtig

Von Jessica Bolewski
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Zecken: So verhalten Sie sich richtig
Zecken: So verhalten Sie sich richtig

Mit Temperaturen über 20 Grad wurde uns schon ein kleiner Vorgeschmack auf den Sommer geboten. Auch ich habe die warmen Sonnenstrahlen genossen und mich lange draußen aufgehalten. Die vielen Spaziergänger und Jogger wurden in der freien Natur bereits von kleinen Blutsaugern erwartet: den Zecken. Wie man sich schützen kann und was bei einem Zeckenstich zu tun ist, erkläre ich Ihnen heute in diesem Blog-Beitrag.

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Blutsauger der Natur

Zecken fühlen sich vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit wohl. In Mitteleuropa herrscht ein solches Klima in Nadel-, Laub- und Mischwäldern vor, die zugleich einen laubbedeckten Boden oder dichtes Unterholz haben. Doch auch auf überwiegend schattigen Wiesen, am Waldrand und in Baumgruppen in Parks kann der winzige Blutsauger vorkommen.

Nur das Blut von Wirbeltieren wie etwa das von Nagern, Vögeln, Igeln, Rotwild oder das des Menschen dient der Zecke als Nahrung. Um auf ihre "Beute" zu gelangen, setzt sich die Zecke auf einen Grashalm, ein Gebüsch oder bereits abgestorbene Holzstümpfe. Kommt ein Tier oder Mensch daran vorbei, heftet sie sich an diesen – ein direkter Kontakt ist immer notwendig.

Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) ist die Zeckenart, die bundesweit am häufigsten verbreitet ist, daher beziehen sich die nachfolgenden Empfehlungen darauf.

Körper absuchen

Zeckenstiche finden sich beim Menschen überwiegend an geschützten Stellen wie Hals, Achseln, Kniekehlen, Ellenbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich oder aber auch am Haaransatz wieder. Auf dem Wirt angelangt, sticht die Zecke nicht sofort zu, sondern sucht nach einer passenden Stelle.

Da dieser Vorgang bis zu einer Stunde dauern kann, ist es wichtig, den Körper regelmäßig nach Zecken bzw. Stichen abzusuchen – vorzugsweise abends. Das Risiko einer Infektion lässt sich so vermindern.

Schutz vor Zecken

Zecke auf einem Blatt

Einen gewissen Schutz vor Zecken bieten lange Hosen, lange Ärmel am Shirt und festes Schuhwerk. Werden die Hosenbeine in Socken gesteckt, wird der Zecke die Suche nach einer passendes Einstichstelle ebenfalls erschwert. Auch Zeckenschutzmittel, sogenannte Repellentien, können der Haut einen zeitlich begrenzten Schutz vor Zecken bieten. 

Kleidung sollte nach dem Aufenthalt im Freien bei mindestens 60 Grad gewaschen oder ebenfalls auf 60 Grad im Trockner erhitzt werden. Vor allem Kinder sollten nach dem Spielen draußen gründlich untersucht werden.

Zecken richtig entfernen

Zecken können eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen, daher ist es wichtig, die Tiere so schnell wie möglich aus der Haut zu ziehen. Um eine Entzündung zu vermeiden, sollte die Zecke vollständig entfernt werden. Mit einer Pinzette oder einem speziellen Instrument zur Zeckenentfernung wird das Tier nahe der Hautoberfläche gegriffen und langsam sowie gerade aus der Haut gezogen.

Die Zecke immer an ihren Mundwerkzeugen greifen und nicht etwa am vollgesogenen Körper. Die Stichstelle mit Öl, Alkohol oder Klebstoff zu betäuben ist tabu, da die Zecke sonst noch mehr Speichel produziert und damit Infektionserreger abgibt. Die Wunde anschließend desinfizieren.

Die wichtigsten Infos rund um Zecken hat das Robert-Koch-Institut in diesem Beitrag zusammengefasst.

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