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Billiger Zucker

Von Marieke Dammann
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

Zucker – überall versteckt er sich. Auch dort, wo wir ihn auf Anhieb gar nicht erwarten. Und damit nicht genug – nun ist Billigzucker, sogenannte Isoglukose, im großen Stil in Lebensmitteln erlaubt!

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Wusstet ihr eigentlich, dass wir im Schnitt 35 Kilogramm Zucker pro Jahr verzehren? Dabei empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation täglich höchstens 25 Gramm Zucker, was auf das Jahr hochgerechnet etwa 9 Kilogramm sind.

Das man durch ein zu viel an Zucker und ungesunden Lebensmitteln leider zunimmt, ist wohl jedem bekannt. Doch verbreitet sich das ungeliebte Körperfett bald noch schneller im Körper? Wer häufig zu Produkten mit dem Billigzucker Isoglukose als Zutat greift, läuft zumindest Gefahr.

Doch man kann nicht alle Zuckerarten über einen Kamm scheren. Fructose, ebenfalls ein Zucker, ist gesünder, allerdings nur, wenn er sich noch in seinem natürlichen Umfeld, z.B. einem Apfel, befindet. Wird er allerdings Lebensmitteln künstlich zugesetzt, ist er nicht mehr gesund.

Früher waren deshalb nur 5 Prozent Isoglukose am europäischen Zuckermarkt erlaubt, nun darf er hingegen unbegrenzt verwendet werden. Dies liegt daran, dass die Lebensmittelindustrie Druck gemacht hat. Denn der europäische Zucker ist in den letzten Jahren zunehmend teurer geworden, wohingegen Isoglukose aus den USA viel günstiger ist.

Der Hauptbestandteil von der aus Maisstärke gewonnenen Isoglukose ist künstliche Fructose. Isoglukose ist einfach und günstig herzustellen, wohingegen die Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben zeitaufwendig ist. Der Nachteil hingegen ist, dass Isoglukose ungesünder und viel süßer als herkömmlicher Haushaltszucker ist.

In den USA wird der billige Zucker Isoglukose bereits seit den 70er Jahren vielen Produkten zugesetzt und steht seither auch in Verdacht, Fettleibigkeit zu verursachen. Denn Isoglukose macht, solange der Fruchtzuckeranteil hoch ist, dicker als normaler Haushaltszucker.

Fructose wird in der Leber zu Fett abgebaut. Ein Großteil des Fettes wandert zurück in den Blutkreislauf, erhöht dort die Blutfett- sowie Cholesterinwerte und wird zudem in Fettdepots eingelagert. Außerdem hemmt es die Insulinwirkung. Dies führt wiederum dazu, dass keine Energie gewonnen wird, sondern ebenfalls Fett entsteht und man trotz gleichbleibender Kalorienzahl der Lebensmittel zunimmt.

Billige Werbeversprechen

Doch wie schaffen wir es eigentlich, etwa 35 Kilogramm Zucker jährlich zu uns zu nehmen? Gerade in Müsli, Süßigkeiten und Softdrinks verbirgt sich der Billigzucker Isoglukose, häufig getarnt auch als Maissirup, Glukose-Fructose-Sirup oder Fructose-Sirup. Und wenn wir uns ganz bewusst gegen Süßigkeiten und Co. entscheiden? Auch dann kann man sich häufig nicht gänzlich gegen Zucker wehren.

Denn auch in fettreduzierten Produkten findet sich oftmals Zucker anstelle des Geschmacksträgers Fett. Wenn dieser wegfällt, wird dem Produkt auf andere Art, wie z.B. durch Zucker, Geschmack verliehen.
Aber auch zuckerreduzierte Lebensmittel machen nicht automatisch schlank – denn zuckerreduziert bedeutet letztlich nur, dass weniger Haushaltszucker in dem Produkt steckt. Dieser wird oftmals durch andere Zuckerarten ersetzt und es werden keine Kalorien eingespart.

Und auch bei dem Werbeversprechen "Ohne Zuckerzusatz" ist Vorsicht geboten. Denn das bedeutet auch nur, dass auch hier kein zusätzlicher Haushaltszucker zu finden ist. Bei der Werbung "Ohne Zuckerzusatz" oder "weniger Zucker" handelt es sich um einen gängigen Trick, denn nicht alle Zuckerarten werden unter Zucker zusammengefasst, da einige auch zu der Kategorie der Kohlenhydrate gehören.

Es lohnt sich also immer auch ein Blick auf die Zutatenliste, ob nicht noch andere Zuckerarten im Produkt enthalten sind. Ebenso die Gesamtkalorienanzahl gibt Auskunft darüber, ob das Produkt wirklich gesünder bzw. weniger zuckerlastig ist.

Weniger Zucker

Wie schafft man es, weniger Zucker zu sich zu nehmen? Allem voran: Geschmacksnerven trainieren! Wir sind "Gewöhnungstiere" und können uns auch an weniger Zucker in unseren Lebensmitteln gewöhnen. Heißt also, dass nicht mehr so viele zuckerhaltige Süßigkeiten und Getränke konsumiert werden sollen. Saft kann z.B. immer mehr verdünnt und auch sollten weniger stark verarbeitete Lebensmittel gegessen werden. Auch könntet ihr anstelle von Zucker auf die Süße aus Datteln oder anderen Trockenfrüchten setzen.

Wenn ihr euch etwas Süßes kaufen wollt, checkt auf jeden Fall die Zutatenliste! Ihr könntet aber auch dazu übergehen, euch eure Süßigkeiten selbst zuzubereiten, wenn ihr nicht gänzlich auf sie verzichten möchtet. Wie wäre es z.B. mit leckeren Schoko-Kokos-Riegeln mit Dattel-Karamell, einer leckeren zuckerfreien heißen SchokoladeSchoko-Popsicles oder Matcha-Schokoherzen?

Zum ganzen Beitrag geht es hier: 

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Habt einen tollen Sonntag!

Marieke

Mehr Informationen zu dem Thema findet ihr in dem Video von Marktcheck!

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