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Positiv für den Insulinspiegel

Süßungsmittel: Alternative für Zuckerkranke und Abnehmwillige

Durch Zuckeraustauschstoffe können Diabetiker Süßes genießen. Beim Kaloriensparen helfen sie nicht. Dafür gibt es Süßstoffe. Beide sind Teil der Süßungsmittel.

Diabetikerkekse & Co. enthalten Süßungsmittel. © Superhasi - Fotolia.com Diabetikerkekse & Co. enthalten Süßungsmittel. © Superhasi - Fotolia.com

Diabetikerkekse schmecken zwar süß, lassen aber den Insulinspiegel nicht ansteigen. Limonaden in der Light-Version bieten Süße ohne überflüssige Kalorien, und zuckerfreie Kaugummis schmecken zwar süß, entziehen Kariesbakterien dennoch die Lebensgrundlage. Trotz dieser auf den ersten Blick positiven Eigenschaften stehen einige Süßungsmittel seit langer Zeit wegen ihrer möglicherweise krebserregenden Wirkung in der Kritik.

Süßungsmittel ist nicht gleich Süßungsmittel

Die derzeit zugelassenen Süßungsmittel lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: die sogenannten Zuckeraustauschstoffe (Sorbit – E 420, Mannit – E 421, Isomalt – E 953, Maltit – E 965, Lactit –E 966, Xylit – E 967 und Erythrit – E 968) und die Süßstoffe (Acesulfam K – E 950, Aspartam – E 951, Cyclamat – E 952, Saccharin – E 954, Sucralose – E 955, Thaumatin – E 957, Neohesperidin DC – E 959 und Aspartam-Acesulfamsalz – E 962).

Gut bei Diabetes, nicht hilfreich beim Abnehmen

Zuckeraustauschstoffe bestehen wie gewöhnlicher Zucker aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Sie gehören zu den sogenannten Zuckeralkoholen, die trotz des Namens nicht viel mit Wein und Schnaps zu tun haben. Sie beeinflussen weder den Blutzucker- noch den Insulinspiegel und sind deshalb in vielen Diabetikerprodukten zu finden. Da sie aber einen Brennwert von 2 bis 4 kcal/g besitzen (Zucker: 4 kcal/g), helfen sie kaum beim Kaloriensparen.

Süßstoffe: Reine Kunstprodukte mit enormer Süßkraft

Süßstoffe dagegen enthalten in den üblicherweise verzehrten Mengen so gut wie keine Kalorien und sind 30- bis 3.000 Mal süßer als Zucker. Sie besitzen – anders als die Zuckeraustauschstoffe – kein natürliches Gegenstück wie Pflanzensäfte oder Stärken, sondern sind reine Kunstprodukte. Da sich die Süßstoffe in ihren geschmacklichen Eigenschaften unterscheiden, z.B. dem Zeitpunkt, wann der süße Geschmack spürbar wird, werden Süßstoffe häufig in Kombinationen verwendet, die jedoch stets auf den Verpackungen angegeben sein müssen.

Süßstoffe stehen im Verdacht Krebs auszulösen

Während es bei allen Zuckeraustauschstoffen beim Verzehr größerer Mengen lediglich zu Durchfall kommen kann, können Aspartam (E 951) und Aspartam-Acesulfamsalz (E 962) Menschen mit einer bestimmten Stofwechselerkrankung (Phenylketonurie) ernsthaft schaden. Auf Verpackungen muss deshalb ein spezieller Warnhinweis erfolgen. Was den Verdacht angeht, Saccharin (E 954) könne Blasenkrebs auslösen – Versuche mit Ratten hatten das ergeben – hat sich dieser in weiteren Studien an Tieren und Menschen nicht bestätigt. Während Cyclamat (E 952) in den USA wegen umstrittener Tierstudien seit 1969 verboten ist (Verdacht auf Krebserzeugung), gilt der Stoff bei uns als unbedenklich. Umstritten ist auch Aspartam (E 951), das eine Studie aus dem Jahre 2005 mit dem Entstehen von Krebserkrankungen in Verbindung brachte. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft Aspartam dennoch weiterhin als unbedenklich ein.

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