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13. Oktober 2016

DGE prüft Ernährungsthesen

Von EAT SMARTER

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und ihre Pendants aus den Nachbarstaaten Österreich (ÖGE) und Schweiz (SGE) diskutierten am Wochenende auf der 14. Dreiländertagung kontroverse Ernährungsthemen, wie das Krebsrisko von rotem Fleisch oder die Empfehlung von Milch und Milchprodukte.

DGE Ernährungskreis
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Themen der 14. Dreiländertagung der DGE, ÖGE, SGE 

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Ernährungsgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur 14. Dreiländertagung in Hamburg, um derzeit kursierende Ernährungsfragen zu diskutieren.

Ziel der Tagung war es, Ernährungsmythen und von den Medien heiß diskutierte Themen unter die Lupe zu nehmen. Insgesamt 320 Fachkräfte nahmen sich der Diskussion über die Empfehlungen zu Milch und Milchprodukten, die mögliche Erhöhung des Darmkrebsrisikos durch rotes Fleisch sowie einen möglichen Mehrwert der "Frei von"-Produkte an.

Milch

Sollten Milch und Milchprodukte weiterhin empfohlen werden?

Nach den zehn Regeln der DGE sollte man täglich Milch und Milchprodukte zu sich nehmen, da sie uns mit wichtigen Nährstoffen wie Proteinen, Vitaminen der B-Gruppe sowie essenziellen Spurenelementen wie z.B. Calcium versorgen. Die aktuellen Orientierungswerte der DGE liegen bei 200-250 Gramm Milch und 50-60 Gramm Käse täglich.

Trotz der positiven Bilanz von Milch und Milchprodukten hinsichtlich jener Nährstoffe, gab es in der Vergangenheit eine heftige Diskussion, um ihren tatsächlichen gesundheitlichen Wert. In einem Fachvortrag von Prof. Dr. Bernhard Watzl (Max Rubner-Institut/Karlsruhe) wurden Ergebnisse einiger Studien vorgestellt, die den Gesundheitswert von Milchprodukten auf den Grund gingen.

Ergebnisse der vorgestellten Studien zeigten, dass es lediglich für Prostatakrebs ein erhöhtes Erkrankungsrisiko gibt - jedoch nur bei einem sehr hohen Verzehr von mehr als 1,2 Liter Milch pro Tag. Die aktuelle Empfehlung der DGE kann also weiter als Richtwert gesehen werden.

Fleisch

Fördert rotes Fleisch das Darmkrebsrisiko?

Eine Enstehung von Krebs ist, neben der genetischen Veranlagung, auch einem vermehrten Alkohol- und Rauchkonsum und einer fett- und kalorienreichen Ernährung verschuldet. Die Diskussion, ob auch der häufige Kosum von stark erhitztem rotem Fleisch ein möglicher Risikofaktor für eine Krebserkrankung sei, wurde von der International Agency for Research on Cancer wissenschaftlich untersucht.

Beim Erhitzen von rotem Fleisch werden eine Vielzahl von Substanzen gebildet, die bei der Auslösung von Dickdarmkrebs eine Rolle spielen können. Einige neuere Studien zeigten, dass endogen gebildete N-Nitroso-verbindungen (NOCs), die durch den Verzehr großer Mengen an rotem Fleisch entstehen, als Dickdarmkanzerogene in Betracht gezogen werden müssen.

Die Mechanismen, die letztlich zur Entstehung von Dickdarmkrebs führen, konnten bis heute jedoch nicht nachgewiesen werden.

Haben die "Frei-von"- Produkte einen Mehrwert?

Der Konsum von "normalen" Weizennudeln wäre für einen Glutenintoleranten nicht möglich, ohne eine heftige Reaktion des Körpers in Form von Übelkeit oder Bauchschmerzen. Daher sind seit einigen Jahren die "Frei-von" Produkte zu kaufen.

Für die einen ist es nur ein Trend, für wirklich Betroffene eine lebenswichitge Sicherheitsanforderung, so Georg Schäppi (Allergiezentrum Schweiz). Er sieht die Entwicklung zum Trend "glutenfrei essen" kritisch, da so eine tatsächliche Lebensmittelintoleranz schnell in die Sparte Wellness-Thema rutscht.

Zur Prävention dieses Trends stellte Schäppi das Schweizer Allergie-Gütesiegel vor, das fundierte Richtlinien für Produkte definiert, die einen echten Vorteil für Betroffene bieten und über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen.

Mit einem Klick hier, können Sie sich die hier zusammengefassten Vorträge der drei heiß diskutierten Ernährungsthemen als Video anschauen.

(emha)


 

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