STUDIENSCHAU

Ballaststoffreiche Ernährung senkt das Depressionsrisiko

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 16. Dez. 2020

In unserer Studienschau stellen wir Ihnen einen interessanten Fakt zum Thema Ernährung, Gesundheit, Abnehmen oder Fitness vor. Heute informieren wir Sie darüber, dass ballaststoffreiche Ernährung das Risiko von Depressionen senken kann.

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Studie zu Ernährung und Gesundheit

Dass es vielfältige Ursachen für Depressionen geben kann, ist den meisten von uns bewusst. Neben Stress im Berufs- oder Privatleben, Einsamkeit, chronischen Erkrankungen und erblichen Risiken soll nun auch ein unregelmäßiger Lebensstil und eine unausgewogene Ernährung zum Ausbruch der Erkrankung führen können.

Risikoindex für Depression entwickelt

Wissenschaftler der Swinburne University in Melbourne haben mithilfe von demographischen, klinischen und Labordaten von über 5.000 Teilnehmern der National Health and Nutrition Examination Study aus dem Erhebungszeitraum 2009 bis 2010 den "Risk Index for Depression (RID)" – einen Risikoindex – entwickelt.

Dieser soll Medizinern und Patienten zukünftig helfen, bereits frühe Anzeichen einer Depression zu erkennen. Bei Personen, die sich hauptsächlich von Fertiggerichten, stark verarbeiteten Lebensmitteln und Milchprodukten mit hohem Fettanteil ernährten, wurde eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer Depression festgestellt.

Die Erkrankung ist als Ursache physiologischer Faktoren wie etwa der Art des Lebensstils, Schlafrhythmus und Bewegung weniger häufig aufgetreten.

Wohlbefinden durch ballaststoffreiche Ernährung

Ballaststoffreiche Lebensmittel sind beispielsweise Hafer, Mais, Vollkornprodukte, Kichererbsen, Linsen, Brokkoli, Rosenkohl, Kartoffeln oder auch Trockenfrüchte wie Feigen und Pflaumen. Abwechslungsreich kann eine ballaststoffreiche Ernährung, welche die Forscher immer wieder mit einem reduzierten Depressionsrisiko in Verbindung bringen konnten, demzufolge in jedem Fall sein.

Probleme des Alltags vieler Menschen wie Schlafprobleme, häufiges Snacken und wenig Bewegung, stehen nach Aussage der Wissenschaftler in starker Wechselwirkung zum Depressionsrisiko.

In weiteren Studien werden die Forscher nun den Fokus auf den Einfluss des Darms auf unser Wohlbefinden legen. In diesem Zusammenhang werden sie weiter auf die Funktion der Ballaststoffe und die Bedeutung eines gesunden Darms für unsere Gesundheit eingehen.

Zur Studie ►

(nm)

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