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Der Profi-Coach
01. Februar 2018

Warum es so gut tut, Entscheidungen zu treffen

Von Uwe Pettenberg

Sicherlich kennen Sie das auch, wir alle kennen es: Eine Entscheidung steht an und wir tun uns schwer. Wir schwanken zwischen der einen oder der anderen Möglichkeit, manchmal gibt es sogar mehr als zwei Optionen, und es ist einfach nicht klar, welche die vermeintlich richtige ist.

Asphalt mit vielen Pfeilen und einem Paar Schuhe
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Immer wieder kommen wir in unserem Leben an größere und kleinere Weggabelungen. Die kleinen Entscheidungen im Alltag treffen wir in der Regel leicht: Heute das blaue oder das weise Hemd, einen Espresso oder lieber einen Café Crème, mit dem Auto oder zu Fuß zur Arbeit, in die Berge oder ans Meer in den Urlaub.

Spannend wird es, wenn etwas Größeres ansteht, beispielsweise, den Job zu wechseln, oder gar zu kündigen, ohne bereits etwas anderes in Aussicht zu haben. Die Entscheidung zu treffen, den Partner zu verlassen oder in ein anderes Land zu ziehen. Wir wälzen Für und Wider in unserem Kopf, tage-, wochen-, manchmal monatelang, und versuchen, sie so gut und genau wie möglich gegeneinander abzuwägen. Wirklich glücklich machen uns meistens die Entscheidungen, bei denen wir auf unsere Intuition hören, auf unser Bauchgefühl und uns nicht vom Außen aus dem Konzept bringen lassen. Dann gelingt es uns auch eher schnell zu entscheiden.

Warum tun wir uns so schwer?

Genau betrachtet entscheiden wir den ganzen Tag. Dabei ist die Frage ob ich ein Ei oder ein Müsli zum Frühstück möchte oder heute den Fahrstuhl und nicht die Treppe nehme, meist sehr schnell, oft in Bruchteilen von Sekunden entschieden; sie hat in der Regel keine großen Auswirkungen und wird kaum unsere Zukunft oder die Welt nachhaltig verändern. Außerdem werden diese „kleinen“ Wahlen eher gefühlsmäßig getroffen.

Etwas komplizierter wird es, wenn die sogenannten Umstände unsere Entscheidung beeinflussen. Was Sie zur Arbeit anziehen, ist so lange eher zweitrangig, bis das wichtige Vorstellungsgespräch naht. Dann kann zunächst das Outfit viel Kopfzerbrechen angesichts der richtigen Wahl bereiten. Ist das Gespräch vorüber und vielleicht nicht optimal verlaufen, setzt sich die Gedankenmaschinerie in Gang: Was, wenn ich denn Job nicht bekomme? Was, wenn sie ihn mir anbieten, soll ich dann annehmen? Was ist mit der anderen Stelle? Soll ich vielleicht besser gleich dort zusagen?

Unsere größte Angst ist dann, eine “falsche“ Entscheidung zu treffen, mit der Konsequenz, dass wir dann oft gar nicht selbst, sondern andere entscheiden lassen. Das ist nicht nur schade, auf Dauer frustriert uns das und kann im schlimmsten Fall sogar krank machen.

Was uns beim Entscheiden außerdem so zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass wir, wenn wir uns für das eine entscheiden, wir uns zwangsläufig gegen das andere entscheiden müssen. Unser Unterbewusstsein spürt, selbst, wenn der Kopf etwas anderes sagt, dass das Für-etwas gleichzeitig immer ein Gegen-etwas ist – tue ich das eine, muss ich das andere lassen.

Entscheidungen zu treffen kann man lernen

Entscheidungen zu treffen will auch ein wenig geübt sein. Nicht nur dass uns diese Fähigkeit hilft, im Leben vorwärtszukommen; nur wenn wir entscheidungsfreudig sind, ist wirkliche Veränderung und Weiterentwicklung möglich.

Sicherlich sollten Sie Entscheidungen, die Ihre Partnerschaft, Ihre Familie oder auch Ihren Beruf betreffen, nicht in der gleichen Art und Weise wie die Wahl Ihrer Speisen zum Frühstück treffen. Dennoch empfiehlt es sich fast immer, so schnell wie möglich zu entscheiden. Letztendlich gibt es keine „falschen“ Entscheidungen und durch langes Hinauszögern werden sie meistens nicht richtiger. Lange und viel nachzudenken ist nicht immer produktives Denken, oft ist es schlicht fruchtlose Grübelei. Unsere Intuition und unser Bauchgefühl wissen meist relativ schnell, was das Richtige für uns ist. Manchmal hilft es – wenn es keinen Termin von außen gibt – wenn wir uns selbst eine Deadline setzen, bis zu der entschieden sein soll.

Was bei Entscheidungen hilft

Was immer hilft, ist aufschreiben. Entweder machen Sie sich eine lange Für und Wider-Liste oder, je nachdem, was Sie zu entscheiden haben, Sie schreiben auf, was das Schlimmste wäre, wenn Sie eine Wahl in die eine oder andere Richtung treffen. Schreiben Sie sich alles von der Seele. Dann überlegen Sie, ob Sie mit den Konsequenzen leben könnten. Überlegen Sie, wie fühlt sich die Entscheidung, wenn Sie sie treffen würden, in zehn Minuten an? Nächste Woche? In einem halben Jahr? In fünf Jahren? Und schließlich am Ende Ihres Lebens?

Letztendlich ist für jede Art von Entscheidungsfindung am allerhilfreichsten, wenn Sie eine klare Vision und klare Ziele für Ihr Leben haben. Wie ein roter Faden werden diese Ziele Sie leiten und Ihnen Ihre Entscheidungen nicht nur leichter machen, sondern immer öfter werden Sie sie fast wie von alleine und geradezu spielerisch treffen können.

In diesem Sinne!

Herzlichst, Ihr Uwe Pettenberg

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