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Klimafreundliche Ernährung – so funktioniert sie schrittweise

Von Iris Lange-Fricke
Aktualisiert am 11. Okt. 2020
© Pixbay / skeeze
© Pixbay / skeeze

Es ist Sommer und so richtig heiß. Eigentlich ist das völlig normal, doch dieses Jahr hat er es in sich. Klimaforscher haben den Klimawandel schon lange vorausgesagt – nun ist er da und ich erlebe ihn am eigenen Körper. So kann das nicht weiter gehen, da muss ich etwas tun. Eine Möglichkeit: klimafreundlich leben und ernähren. Hier berichte ich, wie ich das umsetze und hoffe Sie machen mit.

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Der natürliche Treibhauseffekt sorgt für unser Klima

Unsere Erd-Atmosphäre besteht aus verschiedenen Treibhausgasen. Dazu gehören das bekannte Kohlendioxid sowie Wasserdampf, Methan, Ozon und Lachgas. Diese Gase funktionieren als Wärmeschutzschild als natürlicher Treibhauseffekt und sorgen für unser derzeitiges Klima.

Doch warum ändert sich unser Klima?

Es gelangen immer mehr Gase, verursacht durch uns Menschen, in die Luft und der Treibhauseffekt verstärkt sich. Durch Fabriken, Flugzeuge, Massentierhaltung, Autos und den Energieverbrauch blasen wir immer mehr Gase in die Luft und die Konzentration erhöht sich. Sind zu viele Gase in der Luftschicht, werden mehr Wärmestrahlen zurück auf die Erde reflektiert.

Das Ergebnis: Es wird immer wärmer auf der Erde und das Klima wandelt sich. Die Folgen von den Temperaturerhöhungen sind beispielsweise das Ansteigen des Meerwasserspiegels oder die Veränderung der Klimazonen. In unseren Breitengraden ist der Klimawandel schon jetzt durch Extremwetter wie lang anhaltende Hitze, starker Regen, Hochwasser als Folge davon, Dürren und Orkanen verstärkt zu spüren.

Was kann ich für den Klimaschutz tun?

Mit unserem Einkaufsverhalten und dem was wir essen, können wir einiges für das Klima tun. Ich habe mit kleinen Schritten meine Ernährung umgestellt und den Lebensmitteleinkauf klimafreundlich gestaltet.

Hier kommen meine Tipps für eine klimafreundliche Ernährung:

Geschmackvolle und ausgewogene Gerichte
Beim Kochen meiner einfachen Rezepte verwende ich wenige Zutaten, die ich meist im normalen Bio-Supermarkt bekomme. So muss ich nicht in verschiedene Läden gehen und zu viel Zeit für das Einkaufen aufwenden. Auf eine ausgewogene und genussvolle Ernährung lege ich großen Wert. So lässt sich eine bewusste und klimafreundliche Ernährung lecker und easy umsetzen.

Bio-Produkte bevorzugen
So weit es mir möglich ist und es mein Portemonnaie zulässt, kaufe ich bevorzugt Bio-Lebensmittel. Der ökologische Landbau ist eine besondere Form der Landbewirtschaftung, die möglichst umwelt- und ressourcenschonend wirtschaftet. So tragen ökologische Produkte erheblich zum Klima- und Umweltschutz bei. Warum wird in folgendem Artikel erklärt: Bio ist gesund und besser fürs Klima. Zudem kommen hier Einspar-Tipps bei dem Kauf von Bio-Produkten.

Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel
Nach Schätzungen liegen die weltweiten CO2-Emissionen etwa bei 20 Prozent, die durch die Lebensmittelherstellung und den -konsum verursacht werden. Insbesondere die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln wie Milch und Käse sind stark an der CO2-Entstehung beteiligt. Grund genug für mich bei meiner klimafreundlichen Ernährung Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln sowie Hülsenfrüchte zu bevorzugen. Wenn ich Fleisch und Milchprodukte esse, dann kaufe ich die Öko-Variante und meide Billig-Produkte aus der Massentierhaltung. 

Regionale und saisonale Erzeugnisse
Besonders bei dem Einkauf von Gemüse und Obst achte ich darauf, wo es herkommt. Dabei kaufe ich regionale Produkte aus dem Norden bzw. aus Deutschland. Aber auch bei Molkereiprodukten und Fleisch möchte ich nicht, dass diese Lebensmittel lange Strecken durch die Gegend gefahren werden.

Zudem achte ich auch auf die Saison und kaufe Lebensmittel nach dem Saisonkalender, die in meiner Region und im Freiland geerntet werden. Durch das Ausreifen und die kurzen Transportwege schmecken die Produkte viel besser und enthalten auch mehr Vitamine. Das trägt erheblich zum Klimaschutz bei. 

Kochen mit gering verarbeiteten Produkten
Je mehr die Lebensmittel verarbeitet sind und gekühlt bzw. tiefgekühlt werden müssen, desto mehr Energie wird verbraucht und CO2 verursacht. Aus diesem Grund bereite ich mein Essen so frisch wie möglich zu, verwende Grundnahrungsmittel und bevorzuge gerne auch Rohkost. Aber das klappt natürlich nicht immer. Wichtig ist mir dabei, die Basis stimmt. Zudem ist die Frischkost gesundheitsförderlicher, enthält mehr Vitamine und keine Zusatzstoffe.

Umweltverträglich verpackte Lebensmittel
Mittlerweile werden zu viele Lebensmittel mit Kunststoff verpackt und der Berg an Plastikmüll wächst ständig. Unsere Umwelt, das Meer und auch unsere Gesundheit leiden erheblich darunter. Deswegen lebe ich seit einiger Zeit plastikarm und versuche Kunststoffverpackungen zu meiden. Ich bevorzuge Mehrwegverpackungen (Glasflaschen) und kaufe mit Stoffbeuteln oder im Unverpacktladen ein. Auch das gehört zu einer klimafreundlichen Ernährung.

Lesen Sie was ich in der Küche umgestellt habe und wie ich mit weniger Müll lebe: Weniger Plastik in der Küche

Mit dem Rad oder zu Fuß einkaufen
Für meinen Einkauf schwinge ich mich aufs Rad oder gehe einfach zu Fuß. So spare ich Benzin und trage einen wertvollen Anteil mit der Bewegung etwas für meine Gesundheit bei.

Weißt du, wie hoch dein ökologischer Fußabdruck ist? Mit dem Foodprint-Rechner findest du es heraus:

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Mit welchem Schritt starten Sie, um sich klimafreundlich zu ernähren?

Als Inspiration kommt hier ein saisonales Rezept mit regionalen Zutaten: Knoblauch-Pasta mit Tomaten und Zucchini

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