Grüne Beete Gartenblog

Braune und gelbe Blätter an den Pflanzen – das hilft

Von Leonie Busse
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Braune und gelbe Blätter

Den grünen Daumen hat nicht jeder – wachsen und sprießen bei dem Einen die Blumen nur so, so fällt es dem Nächsten schwer, dass überhaupt mal eine Pflanze überlebt. Haben eure Pflanzen plötzlich braune oder gelbe Blätter, liegt das wahrscheinlich an der falschen Pflege. Ich habe für euch die häufigsten Pflegefehler bei Pflanzen zusammengestellt.

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Ein paar Zimmerpflanzen in der Wohnung sehen nicht nur hübsch aus, sie sind auch gut für das Raumklima. Und auf dem Balkon wird es auch gleich viel heimeliger, wenn dort ein paar Blumen wachsen – für die Bienen ist das auch von Vorteil. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Pflanzenblätter sich plötzlich braun oder gelb verfärben – das kann an diesen Pflegefehlern bei Pflanzen liegen: 

Braune Spitzen an den Blättern

Bekommen eure Pflanzen braune Blattspitzen, so ist wahrscheinlich die Luft zu trocken. Das passiert meist im Winter, wenn durch die Heizungsluft und wenig Licht die Verhältnisse für die Pflanzen nicht optimal sind. In diesem Fall stellt ihr am besten eine Schüssel mit Wasser auf die Heizung – das tut übrigens auch euch gut! Alternativ könnt ihr die betroffene Pflanze mit Wasser besprühen oder einen anderen Standort für sie finden. 

Eventuell bräunen sich die Blattspitzen jedoch auch, wenn ihr zu viel düngt. Bekommen eure Pflanzen zu viele Mineralsalze durch den Dünger, zeigt sich das an den Pflanzenspitzen. Reduziert in diesem Fall die Düngmenge oder topft eure Pflanze eventuell sogar in neue Erde um. 

Braune Blätter

Gelbe Blätter

Färben sich die Blätter eurer Pflanzen gelb, ist das erstmal kein Grund zur Panik: Ein paar absterbende gelbe Blätter sind völlig normal. Sind jedoch mehrere Pflanzenblätter betroffen, kann das ein Hinweis für verschiedene Pflegefehler bei Pflanzen sein: Entweder es wird zu viel gegossen, der Standort ist schlecht oder die Pflanze hat einen Stickstoffmangel.

Jetzt gilt also das Ausschlussverfahren: Wenn ihr zu viel gießt, wird die Erde logischerweise zu nass sein. Steckt einen Finger in die Blumenerde und fühlt einmal – die Blumenerde sollte sich nur feucht anfühlen, nicht nass. Aber auch eine stark riechende Erde sowie Wasser in der Auffangschale sind Zeichen dafür, dass ihr zu gutmütig beim Gießen seid.

Reduziert dann einfach die Gießmenge. Auch ein Standortwechsel kann helfen, wenn dort die Verhältnisse für die Pflanze besser sind. Und zu guter Letzt kann auch eine Düngung das Pflänzchen wieder aufpeppen – versucht es doch zum Beispiel mit Kaffeesatz. Übrigens, wie ihr richtig gießt, habe ich euch letztes Mal erklärt. 

Welke Blätter

Ein weiterer typischer Pflegefehler bei Pflanzen ist: Zu wenig zu gießen! Das zeigt sich, wenn die Blätter welken. Doch tatsächlich kann auch Übergießen sich in welken Blättern äußern. Sammelt sich das Wasser im Topf, so fangen die Wurzeln zu faulen an und transportieren das Wasser nicht mehr optimal in die Pflanze. Auch hier solltet ihr wieder die Pflanzenerde überprüfen: Ist sie zu trocken, solltet ihr mehr gießen, ist sie zu nass, solltet ihr die Wassermenge reduzieren.

Welke Blätter können allerdings auch darauf hinweisen, dass eure Pflanze sich ein schattigeres Plätzchen wünscht, von Schädlingen befallen ist oder eine andere Pflanzenkrankheit hat.

Gelber oder brauner Rand an den Blättern

Auch wenn der Rand der Blätter sich gelb oder braun färbt, kann das auf zu trockene Raumluft, Überdüngung oder zu häufiges Gießen hinweisen. Hier helfen die bereits genannten Tipps: Macht den Test bei der Blumenerde und passt das Gießen dementsprechend an. Besprüht die Pflanze mit etwas Wasser, sollte die Luft zu trocken sein und düngt sie regelmäßig. Am besten topft ihr die Pflanze sogar um und versorgt sie mit frischer Erde.

Gießtipp

Damit eure Pflanzen nicht vertrocknen, während ihr länger weg seid – im Urlaub zum Beispiel –, solltet ihr ein Bewässerungssystem bauen. Außerdem solltet ihr vor eurem Urlaub nicht zu viel gießen, da das für die Pflanzen schlechter zu verkraften ist, als wenn sie für einen gewissen Zeitraum zu wenig Wasser bekommen.

Wenn ihr euch ganz unsicher seid, wie viel Wasser nun genug für eure Pflanze ist, solltet ihr euch ein Hydrometer zulegen. So seht ihr, wie feucht die Erde ist.

5 Zimmerpflanzen für ein gutes Raumklima

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