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Trockene Haut im Winter: Das hilft!

Von Maja Seimer
Aktualisiert am 09. Jan. 2020
© Shutterstock
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Spröde Hände, raue Beine und trockene Wangen – im Winter neigt unsere Haut dazu, auszutrocknen. Wer seine Haut richtig pflegt und einige Schutzmaßnahmen beachtet, hält sie auch in der kalten Jahreszeit zart und geschmeidig – auch für Männer haben wir ein paar einfache Tipps.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Wie kommt es zu trockener Haut im Winter?
    1. Schwächerer Schutzfilm
    2. Heizungsluft und schlechte Durchblutung
  2. Welche Partien sind besonders betroffen?
  3. So beugen Sie trockener Haut vor
  4. So pflegen Sie Ihre Haut im Winter
    1. Hauttyp beachten
    2. Extraportion Fett
    3. Körper: reichhaltige Lotion
  5. Tipps, speziell für Männer
  6. Wissen zum Mitnehmen 

Wie kommt es zu trockener Haut im Winter?

Im Winter ist die Haut besonderen Belastungen ausgesetzt. Die Luftfeuchtigkeit ist sowohl drinnen als auch draußen geringer und auch die Kälte macht der Haut zu schaffen.

Schwächerer Schutzfilm

Hinzu kommt der Einfluss der spröden Heizungsluft, die unsere Haut zusätzlich austrocknet. Doch nicht nur die äußeren Bedingungen sind im Winter schlechter, sondern auch der körpereigene Schutz lässt nach. Normalerweise sondert die Haut aus ihren Millionen von Talgdrüsen einen schützenden Fettfilm ab. Dieser natürliche Fettfilm ist bei kalten Temperaturen deutlich schwächer als bei warmen. Mit sinkender Thermometeranzeige produzieren die Talgdrüsen immer weniger Fett – bei extremer Kälte stellen sie ihre Produktion sogar ganz ein. Damit fehlt dem Hautschutzmantel sein wichtigster Bestandteil. 

Heizungsluft und schlechte Durchblutung

Darüber hinaus erfolgt ein ständiger Wechsel von frostiger Kälte und trocken-warmer Heizungsluft. Während es draußen bitterkalt ist, neigen wir dazu, es in unseren vier Wänden umso wärmer zu halten und drehen die Heizung voll auf – das strapaziert die Haut zusätzlich. Ein weiterer Punkt ist die schlechtere Durchblutung im Winter. Bei Kälte ziehen sich die Blutgefäße unter der Haut zusammen, um die Wärme im Inneren zu speichern. So wird die Haut schlechter durchblutet und mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die geringere Versorgung fördert ebenfalls Trockenheit, Spannungsgefühle und Hautjucken.

Merke!
Die Haut leidet im Winter unter dem Wechsel von eisiger Kälte und trockener Heizungsluft. Dazu produziert sie weniger Feuchtigkeit und ihr natürlicher Schutzmantel ist geschwächt.

Welche Partien sind besonders betroffen?

Hände und Gesicht sind die Partien, die äußeren Einflüssen unmittelbar ausgesetzt sind – damit werden sie im Winter am meisten in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem auch die Lippen müssen Wind und Wetter trotzen. Sie sind besonders empfindlich und nur selten geschützt. Neben Händen und Gesicht, sind vor allem auch die Hautpartien von Trockenheit betroffen, die kaum beziehungsweise keine Talgdrüsen haben. Dazu gehören Knie, Ellenbogen, Schienbeine und Füße. Ihnen sollten wir also besondere Aufmerksamkeit widmen.

An diesen Stellen ist die Haut im Winter besonders trocken:

  • Gesicht
  • Lippen
  • Hände
  • Füße
  • Ellenbogen
  • Knie
  • Schienbeine

Merke!
Körperpartien, die der Außenwelt direkt ausgesetzt sind, wie Hände und Gesicht, sind im Winter besonders strapaziert. Aber auch Füße, Knie, Schienbeine und Ellenbogen, die keine Talgdrüsen haben.

So beugen Sie trockener Haut vor

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Haut im Winter vor dem Austrocknen schützen.

  1. Temperaturstress vermeiden: Kalt, warm und wieder kalt – im Winter ist es schwer, diesem Hin und Her von kalter Winter- und trockener Heizungsluft zu entgehen. Wenn Sie jedoch zu heißes und langes Baden und Duschen vermeiden, tun Sie Ihrer Haut damit schon einen großen Gefallen. So behält sie mehr von ihrer im Winter so kostbaren Feuchtigkeit. 
  2. Regelmäßig Lüften: Bei trockener Heizungsluft verdunstet die Feuchtigkeit der oberen Hautschichten – das lässt sie austrocknen. Wenn Sie regelmäßig stoßlüften, verbessern Sie das Raumklima. Damit tun Sie nicht nur Ihrer Haut etwas Gutes: Frische Luft macht Sie wach und konzentriert – zudem vertreibt sie, für alle die in einem Großraumbüro arbeiten, die winterlichen Erkältungsviren und mindert die Ansteckungsgefahr.
  3. Viel trinken: Schönheit kommt bekanntlich von innen – und zarte Haut ebenso. Wenn Sie Ihren Körper gut mit Flüssigkeit versorgen, beugen Sie auch trockener Haut vor. Besonders im Winter sollten Sie auf Ihre Flüssigkeitszufuhr achten. Denn im Gegensatz zum Sommer haben wir in der kalten Jahreszeit ein geringeres Durstgefühl. Mit etwa 2 Liter Wasser oder anderen ungesüßten Getränken am Tag halten Sie Ihren Wasserhaushalt im Gleichgewicht.
  4. Vitamine tanken: Auch unsere Haut braucht Nahrung. Essen Sie daher täglich Obst und Gemüse. Dieses enthält reichlich Vitamine und andere Antioxidantien, die den Regenerationsprozess der Haut unterstützen. Vitamin C aus Zitrusfrüchten und Paprika zum Beispiel und Vitamin E sowie Biotin aus Walnüssen halten Ihre Haut geschmeidig und machen sie widerstandsfähig gegenüber dem kalten Winterwetter.

Merke!
Nicht nur cremen hilft der Haut im Winter: Viel trinken, regelmäßig lüften und eine vitaminreiche Ernährung schützen sie zusätzlich vor dem Austrocknen.

So pflegen Sie Ihre Haut im Winter

Damit unsere Haut auch im Winter strahlen kann, braucht sie besondere Aufmerksamkeit. Das Entscheidende, damit es Ihrer Haut gut geht, ist ein ausgeglichener Fett- und Feuchtigkeitshaushalt. 

Hauttyp beachten

Um genau die richtige Pflege zu wählen, lassen Sie in der Drogerie, in der Parfümerie, einem Kosmetikstudio oder beim Hautarzt Ihren Hauttyp bestimmen. Die Hautexperten können Ihnen anschließend die richtige Pflege empfehlen. Wer ohnehin schon zu trockener Haut neigt, braucht im Winter noch mehr Fett als sonst. Menschen, die von Neurodermitis betroffen sind, leiden vor allem im Winter darunter. Bei diesem oder anderen Hautproblemen, ist eine spezielle Pflege gefragt. Hier gilt: Experimente in Eigenregie können die Beschwerden verschlimmern. Lassen Sie sich lieber von erfahrenen Hautexperten beraten.

Extraportion Fett

Grundsätzlich ist zur Gesichtspflege zu sagen: Reinigen Sie Ihr Gesicht morgens und abends und cremen es anschließend mit der passenden Creme ein. Eine spezielle Nachtcreme liefert Ihnen die Extraportion an Fett, Feuchtigkeit und nährenden Substanzen. Pflanzliche Öle wie Mandel- oder Jojobaöl etwa enthalten viel Linolsäure, die auch in der Haut vorkommt. Achten Sie außerdem darauf, dass die Winterpflege Feuchthaltemittel wie Urea, Glyzerin oder Panthenol enthält. Diese Stoffe helfen der Haut, ihre natürliche Feuchtigkeit zu halten. Vermeiden Sie häufige Peelings und alkoholische Gesichtswasser – diese trocknen Ihr Gesicht zusätzlich aus.

Körper: reichhaltige Lotion

Sich reichlich einzucremen ist die beste Hautpflege – besonders nach dem Baden oder Duschen. Da die Haut im Winter ohnehin schon trocken ist, ist eine besonders reichhaltige Creme zu empfehlen. Wenn Ihre Haut trotz täglichen Eincremens spannt, sollten Sie, anstatt immer weiter nachzucremen, auf eine Creme mit einem noch höheren Fettanteil zurückgreifen. Eine gute Creme sollte keine künstlichen Emulgatoren wie Polyethylenglykole (PEGs) enthalten. Durch sie geht der Haut beim Waschen noch mehr Feuchtigkeit verloren. 

Merke!
Die passende Hautpflege ist vor allem in der kalten Jahreszeit entscheidend. Lassen Sie sich am besten von Experten zu Ihrem Hauttyp beraten.

Tipps, speziell für Männer

Im Winter greifen auch Männer häufiger zu Handcreme oder Lippenbalsam und schenken auch ihrer Gesichtspflege mehr Aufmerksamkeit als sonst. Und das ist auch gut so, denn wer cremt, der beugt vor. Ist die Haut erst einmal ausgetrocknet, kann es vor allem an den Händen zu Rissen und im schlimmsten Fall zu Entzündungen kommen.

  1. Handcreme parat haben: Vor allem für Männer, die mit ihren Händen arbeiten, ist eine reichhaltige Handcreme ein Muss. Bewahren Sie diese am besten direkt neben der Seife am Waschbecken auf und gewöhnen sich an, sie immer direkt nach dem Händewaschen zu benutzen.
  2. Lippenpflege als tägliche Routine: Lippenbalsam und Pflegestifte sind keine Frauensache. Die Lippen sind im Winter besonders beansprucht und brauchen unbedingt Pflege. Auch hier gibt es spezielle Produkte für Männer. Wem es schwerfällt, tagsüber an die Lippenpflege zu denken, kann diese in seine morgendliche und abendliche Routine integrieren. Nach dem Zähneputzen etwa bietet es sich an, die Lippen zu pflegen.
  3. Kalt duschen und eincremen: Langes und warmes Duschen ist vor allem im Winter angenehm. Unserer Haut zuliebe sollten Sie jedoch lieber die Zähne zusammenbeißen: Warmes Wasser entzieht der Haut Feuchtigkeit, während kurzes, kaltes Duschen sie vor dem Austrocknen schützt. Im Winter gilt: Eincremen nicht vergessen – entweder direkt nach dem Duschen oder abends vor dem Zubettgehen. 

Merke!
Männern fällt es oft schwerer, an ihre Hautpflege zu denken als Frauen. Knüpfen Sie etwa Ihre Hand- und Lippenpflege an andere Routinen, wie das Zähneputzen, an.

Wissen zum Mitnehmen 

Im Winter ist die Haut besonders beansprucht. Sie produziert weniger Fett, verliert mehr Feuchtigkeit und ist einem häufigen Temperaturwechsel ausgesetzt. Während es draußen kalt und nass ist, herrscht drinnen trockene Heizungsluft.

Das Wichtigste, um die Haut auch im Winter geschmeidig zu halten, ist die passende Hautpflege. Sowohl für Gesicht und Lippen, als auch den restlichen Körper. Besonders die Knie, Füße, Schienbeine und Ellenbogen trocknen im Winter aus, da ihre Haut keine fettproduzierenden Talgdrüsen hat.

Neben dem regelmäßigen Eincremen unterstützt auch ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt, eine vitaminreiche Ernährung und frische Luft die Haut im Winter. Darum heißt es: viel trinken, regelmäßig Lüften und reichlich Obst und Gemüse essen. 


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