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Altern verlangsamen durch weniger Kalorien?

Von Aaron Jöcker
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

In unserer Studienschau stellen wir Ihnen einen interessanten Fakt zum Thema Ernährung, Gesundheit, Abnehmen oder Fitness vor. Heute werfen wir einen Blick auf eine neue Studie, die uns die Frage beantwortet, ob wir das Altern verlangsamen können, indem wir langfristig weniger Kalorien zu uns nehmen.

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Studie zur Ernährung

Eine aktuelle Studie ging der Frage nach, welchen Einfluss eine Kalorienrestriktion auf den Alterungsprozess des Menschen haben könnte.

Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass eine kalorienreduzierte Ernährung den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern und die Lebenserwartung verlängern kann. Seit vielen Jahrhunderten praktizieren Menschen auf der ganzen Welt kulturell und religiös bedingte Hunger- und Fastenrituale, bei denen derartige Effekte beobachtet werden konnten. Erstmals wissenschaftlich untersucht wurden die Effekte einer kalorienreduzierten Ernährung in Tierversuchen. So konnte die Lebenserwartung von Labornagern in früheren Studien um bis zu 50% verlängert werden (1).

Auch bei Affen zeigte sich ein positiver Effekt. Die Zahl der Primaten, welche an altersbedingten Ursachen verstarben, war in der Diätgruppe fast dreimal so niedrig wie in der Vergleichsgruppe (2).

Positive Ergebnisse ebenfalls beim Menschen?

Bei solch vielversprechenden Ergebnissen stellt sich natürlich die Frage, ob sich diese auch auf den Menschen übertragen lassen. Altern wir wirklich langsamer, wenn wir weniger Kalorien zu uns nehmen?

Um diese Frage zu beantworten, führte ein Forscherteam um die leitende Autorin Leanne M. Redman erstmals Untersuchungen mit menschlichen Probanden durch.

Die 53 normalgewichtigen Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe nahm über einen Zeitraum von 2 Jahren 15 Prozent weniger Kalorien zu sich als sie eigentlich benötigte. Dies führte zu einem Gewichtsverlust von durchschnittlich 8,7 Kilogramm. Die Kontrollgruppe nahm indes über den Studienverlauf etwa 1,8 Kilogramm zu. Der Gewichtsverlust stand jedoch nicht im Mittelpunkt der Studie. Viel eher waren es die ablaufenden Stoffwechselprozesse und deren Veränderungen, welche die Wissenschaftler interessierten.

Konnte der Alterungsprozess verlangsamt werden?

Beobachtet wurde eine Verlangsamung des Stoffwechsels der Probanden. So sank der durchschnittliche tägliche Kalorienverbrauch in der Diätgruppe um 80-120 kcal pro Tag. Begleitet wurde diese Entwicklung von absinkenden Schilddrüsenhormon-Werten und einer niedrigeren Produktion von reaktiven Sauerstoff-Spezies.

Weniger dieser reaktiven Sauerstoff-Spezies bedeuten im Körper ebenfalls weniger oxidativen Stress, welcher die Entstehung von alterungsbedingten Krankheiten und auch optischen Anzeichen der Alterung begünstigt.

Einfach gesagt, der Körper musste weniger Nahrung und Nährstoffe verstoffwechseln und so fielen weniger Abfallprodukte an, die ihn auf lange Sicht belastet hätten.

Dieses Ergebnis gibt weitere Ansatzpunkte für ein besseres Verständnis des Alterungsprozesses.

Fazit

Ob man sich nun dafür entscheidet, eine langfristige Reduktionsernährung in Angriff zu nehmen, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Es könnte sich aber lohnen. Vor allem, wenn man vor dem dreißigsten Lebensjahr damit beginnt. Weniger altersbedingte Krankheiten könnten zu mehr Lebensqualität führen.

Wie immer will jedoch gesagt sein, dass noch weitere Studien durchgeführt werden müssen, um die genauen Dimensionen dieser Prozesse zu verstehen und festzustellen, wie wirkungsvoll eine  Kalorienreduktion über mehr als zwei Jahre in Bezug auf den Alterungsprozess ist.

Zur Studie ►

 

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