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Der Profi-Coach

Das innere Kind lieben und heilen

Von Uwe Pettenberg
Aktualisiert am 06. Sep. 2018

Jeder von uns trägt im Unterbewusstsein das "innere Kind" mit sich. Wie es uns beeinflusst und wie wir mit dem inneren Kind auch uns selbst heilen können, sagt Profi-Coach Uwe Pettenberg.

Das innere Kind lieben und heilen
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Viele meiner Klienten, vielleicht sogar fast alle, kommen zu mir ins Coaching mit der Vorstellung, dass sie auf die eine oder andere Weise nicht vollständig sind, dass etwas nicht stimmt mit ihnen, das sie „nicht richtig“ sind und nun gewissermaßen etwas repariert werden müsste, um endlich „richtig“ zu sein. Das ist ein trauriger Irrtum, denn jeder von uns ist vollkommen in seiner wunderschönen, einzigartigen Unvollkommenheit!
 
Sicherlich machen Sie sich auch manchmal Gedanken darüber, warum es nicht vorwärts geht. Warum Sie sich immer wieder selbst sabotieren, warum Sie sich so oft ängstlich, und deprimiert fühlen und der innere Kritiker einfach nicht Ruhe geben will?

Jeder von uns trägt sein inneres Kind in sich, und bei jedem von uns wurde das innere Kind einst zutiefst verwundet. Um den Schmerz zu vermeiden, haben wir dieses innere Kind ignoriert – aber natürlich verlässt es uns nie. Unser inneres Kind lebt in unserem Unterbewusstsein und beeinflusst unsere Entscheidungen, unser Verhalten, wie wir auf Herausforderungen reagieren und wie wir unser Leben leben.

Heilen Sie Ihr inneres Kind 

Um Ihr inneres Kind anzuerkennen und zu heilen können Sie jederzeit in einen Dialog mit ihm treten. Hier sind ein paar Vorschläge:

Ich höre Dich

Wenn wir verletzt werden, ist die erste Reaktion häufig, dass wir unsere Gefühle zu unterdrücken suchen und uns nach außen stark geben. Da wir in der Kindheit vielleicht gehört haben: „Hör auf zu heulen, das bringt eh nichts.“ Doch diese Gefühle gehen nicht einfach so, sie gären in uns und beeinflussen die Entscheidungen, die wir dann als Erwachsene machen – so lange, bis wir bewusst versuchen, sie zu verstehen.

Ich habe lange nicht verstanden, dass ich mich verlassen fühlte, als sich meine Eltern trennten, aber es war so. Und das habe ich so lange in alle meine Beziehungen getragen, bis ich in der Lage war anzuerkennen, wie sehr mich die Trennung meines Vaters von meiner Mutter verletzt und geprägt hatten. Um zu heilen, musste ich diese Gefühle anerkennen und zulassen. Ich musste dem Schmerz, den ich solange tief in mir vergraben hatte, eine Stimme geben.

Anstatt die Stimme Ihres inneren Kindes zum Schweigen zu bringen, sagen Sie ihm: „Ich höre Dich. Wir gehen da zusammen durch. Alles ist gut.“

Es tut mir leid

Ich war immer sehr ehrgeizig. Nichts oder (zu) wenig zu tun schien mir ein Zeichen von Schwäche. Es gab eine Phase in meinem Leben, da machte ich mir ständig Druck, dass ich nicht genügend täte. Es gelang mir nicht mehr, mich auf irgendetwas richtig zu konzentrieren geschweige denn die Zeit mit meiner Frau, meinen Kindern, meinen Freunden zu genießen.

Irgendwann dämmerte es mir, dass ich das schon als kleiner Junge getan hatte. Ständig spornte ich mich schon als kleiner Knirps selber an, Schlendrian und Müßiggang ging gar nicht, da war ich selbst mein schärfster Kritiker. Und so sagte ich meinem inneren Kind, dass es mir leid täte. Es hat es nicht verdient, ständig so gepusht zu werden. Und als Erwachsener verdiene ich es auch nicht. Keiner hat etwas davon, meine Familie nicht und ich am allerwenigsten. Seitdem kann ich besser loslassen und entspannen.

Das hast Du nicht verdient

Als Kinder glauben wir, dass wir es nicht besser verdient haben, als verlassen, gescholten, geschlagen oder gar missbraucht zu werden. Viel zu oft höre ich in meiner Praxis wie Klienten das Verhalten der Eltern zu rechtfertigen versuchen. Doch das ist lediglich der Versuch, das Geschehene mit dem Verstand zu erfassen, es irgendwie einzuordnen.

Vielleicht haben Sie sich damals auch gesagt, dass Sie ein schlechtes Kind sind, dass Sie etwas falsches oder böses getan haben. Doch das ist schlicht und einfach nicht wahr! In vielen Fällen haben es die Menschen, die uns verletzt haben, tatsächlich nicht besser gewusst. Vielleicht wurde die Mutter ebenfalls als Kind geschlagen und so hatte sie kein anderes Vorbild, keine bessere Idee, um das eigene Kind zu erziehen.
 
Ein Kind ist unschuldig und rein. Ihr inneres Kind ist und wird das immer sein. Kein Kind verdient es verlassen oder geschlagen oder schlimmeres zu werden. Es ist nicht seine Schuld und selbst wenn wir es damals nicht verstehen konnten, heute als Erwachsene können wir es. Sagen Sie es ihm: „Du verdienst nur das Allerbeste.“

Ich liebe Dich

Die meisten von uns haben als Kinder geglaubt, dass wir Ziele erreichen müssten, gute Noten schreiben, brav sein, uns ein Beispiel an den älteren Geschwistern nehmen. Viele von uns hatten Eltern, die ihnen nicht gesagt haben, dass sie uns lieben, ganz egal, was wir tun oder uns verhalten, weil sie glaubten, dass würde uns unnötig verziehen oder es wäre ein Zeichen für Schwäche.
 
Doch es ist nicht zu spät. Das können wir heute nachholen. Stellen Sie sich Ihr inneres Kind vor, wie es vielleicht neben Ihnen sitzt oder auch neben Ihnen geht; vielleicht mögen Sie es ja auch in Gedanken an die Hand nehmen. Wie fühlt es sich? Geht es ihm gut? Oder ist es traurig? Und was passiert, wenn Sie ihm sagen, dass Sie es von Herzen lieb haben? Was ist das wichtigste, das Sie ihm heute sagen möchten?
 
In diesem Sinne,
herzlichst,
Ihr Uwe Pettenberg

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