Grüne Beete Gartenblog

Süßkartoffel-Anbau im eigenen Garten

Von Annemarie Jungbluth
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
suesskartoffel-anbau

Süßkartoffel-Anbau: Ursprünglich wurde die Süßkartoffel nur in den Tropen angebaut. Mittlerweile erhält man sie aber auch aus deutschem Anbau. Ein Grund mehr, es in diesem Jahr mit dem eigenen Süßkartoffelanbau im Garten zu versuchen – so wird es gemacht.

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Streng genommen ist die Süßkartoffel gar keine Verwandte der Kartoffel. Demnach funktioniert das Anpflanzen von Süßkartoffeln auch nicht wie bei Kartoffeln, in dem man Pflanzkartoffeln in die Erde setzt. Wer den Anbau von Süßkartoffeln selber ausprobieren möchte, muss etwas mehr Aufwand in Kauf nehmen. Hexenwerk ist es dennoch nicht.

Wann Süßkartoffeln anbauen?

Wer wie die Süßkartoffel aus den tropischen Regionen kommt, findet unser Klima mitunter etwas zu kühl. Daher sollte die Süßkartoffel erst nach den Eisheiligen im Mai im Gartenbeet eingepflanzt werden. Wer sich für den Süßkartoffelanbau im Topf entscheidet, hat es da etwas einfacher und kann diesen bei kälteren Nächten ins Warme holen.

Wer keine fertige Süßkartoffelpflanze im Gartencenter kaufen möchte, kann die Süßkartoffel aber auch selber ziehen. Dafür gibt es zwei Methoden.

Süßkartoffeln selber ziehen – Methode 1: Vorziehen im Glas

Das Prinzip zum Ziehen von Süßkartoffelpflanzen gleicht dem der Avocado. Statt des Kerns wird die Süßkartoffel mit dem unteren Ende ins Wasser gestellt. Dort bilden sich lange Triebe.

Sind diese etwa 20 Zentimeter lang, wird die Knolle zur Hälfte in die Erde gesetzt. Eine andere Möglichkeit ist, die Sprösslinge an der Kartoffel vorsichtig abzutrennen, die unteren Blätter zu entfernen und die Stecklinge schräg zu zwei Dritteln in Substrat zu setzen.

Süßkartoffeln selber ziehen – Methode 2: In der Erde keimen lassen

Eine andere Möglichkeit ist, die Süßkartoffeln in einer Kiste mit Erde keimen zu lassen. In einem hellen Raum beginnen sie nach wenigen Wochen auszutreiben. Ich werde mich an beiden Möglichkeiten versuchen und schauen, was besser läuft.

Das Video fasst ab Minute 6:15 den Süßkartoffel-Anbau sehr anschaulich zusammen:

Was muss man beim Süßkartoffel-Anbau beachten?

Ist die Süßkartoffel erstmal im Beet gepflanzt, ist sie relativ anspruchslos. Lediglich warm und geschützt soll es sein. Zwischen den einzelnen Süßkartoffelpflanzen sollte ein Abstand von 50 Zentimeter liegen.

Da sie sehr lange Triebe (0,5-3 Meter) entwickelt, kann man diese auch super als Sichtschutz an einer Rankhilfe oder Hauswand anbinden. Da sich die Tochterknollen unterirdisch bilden, können die Blätter aber auch am Boden liegen. Somit eignet sich die Süßkartoffel auch als Bodendecker.

Wann kann man Süßkartoffeln ernten?

Die Ernte der Süßkartoffeln beginnt im September. Spätestens, wenn die Temperaturen unter 10 Grad fallen, müssen die Bataten aus der Erde geholt werden. Anders als Kartoffeln sind diese allerdings nicht für die komplette Einlagerung über den Winter geeignet und sollten eher verzehrt werden, da sie schneller faulen. Daher sollte man sich genau überlegen, wie viele Süßkartoffeln man wirklich anpflanzen möchte und zeitversetzt ernten.

Nachdem die Süßkartoffeln aus der Erde geholt wurden, sollten diese noch etwa zwei Tage trocken liegen, bevor sie zu köstlichen Suppen, Süßkartoffel-Pommes oder im Auflauf verarbeitet werden.

Übrigens: Auch die Blätter der Süßkartoffel kann man essen.

Auf der nächsten Seite gibt es Tipps für den Süßkartoffelanbau auf dem Balkon. >>

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