EAT SMARTER Abnehmkurs | Für kurze Zeit im Sommerangebot! Unser Onlinekurs für 69 Euro anstatt 99 Euro.
mehr
Headerwerbung blank
Advertorial

Weniger Fleisch essen: 5 Tipps, wie es klappt!

Von Lisa Meister
Aktualisiert am 05. Apr. 2022

Früher kam Fleisch nur zu besonderen Anlässen auf den Tisch. Heute gehört es bei vielen zum festen Bestandteil des Speiseplans: morgens ein Wurstbrot, mittags in der Kantine eine Currywurst und am Abend ein Salat mit Hühnchen. Darunter leiden Klima und unsere Gesundheit. Wir verraten, wie Sie Ihren Fleischkonsum einschränken können, worauf es beim Kauf ankommt, welche Alternativen es gibt und köstliche Rezepte für die perfekte Zubereitung.

share Teilen
print
bookmark_border URL kopieren

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum sollten wir weniger Fleisch essen?
    1. Klima-Check
    2. Gesundheits-Check
  2. So gelingt es Ihnen, Gewohnheiten zu ändern und weniger Fleisch zu essen
  3. Welche Alternativen gibt es? 
  4. Worauf beim Kauf von Fleisch achten?
    1. Ökologisch und Regional 
    2. Auf die Haltung kommt es an 
    3. Keine halben Sachen
  5. Das sind unsere 5 Tipps, um weniger Fleisch zu essen
  6. +++Der grüne Newsticker+++
    1. Haariger Meeresschutz
    2. CO2-Fußabdruck senken and be happy

300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche: So lautet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Tatsächlich lag der wöchentliche Verbrauch pro Kopf im Jahr 2020 bei durchschnittlich 1,1 Kilogramm. Das waren im Vergleich zum Vorjahr zwar rund 1,6 Prozent weniger, jedoch noch immer zu viel. 

Warum sollten wir weniger Fleisch essen?

Klima-Check

Jährlich entstehen in Deutschland durch den Fleischkonsum rund 42,7 Millionen Tonnen CO2. Bereits 250 Gramm Rindfleisch verursachen drei Kilogramm des Treibhausgases. Die gleiche Menge Kartoffeln erzeugt hingegen nur 0,1 Kilogramm Kohlenstoffdioxid. Laut der Umweltschutzorganisation WWF ist der Agrar- und Nahrungsmittelsektor für rund 25 Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich und verbraucht circa 70 Prozent der Wasserreserven. Außerdem wird etwa ein Drittel der gesamten Landfläche für Acker- und Weideland genutzt, rund 30 Prozent davon wiederum für die Futtermittelproduktion.

Schauen wir uns auch mal den Wasserverbrauch von verschiedenen Gattungen an: Während für ein Kilo Rindfleisch 15415 Liter Wasser und bei Schaf- oder Ziegenfleisch 8763 Liter aufgewendet werden, fallen bei der gleichen Menge Schwein 5988 Liter und bei der von Hühnern 4325 Liter an. Im Vergleich: 1 Kilogramm Kartoffeln benötigt nur 290 Liter Wasser. 

Gesundheits-Check

Doch nicht nur unserem Klima und dem Tierwohl zuliebe sollten wir weniger Fleisch essen. Auch unsere Gesundheit profitiert davon. Ein Zuviel kann Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes-Typ-2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck begünstigen. Auch entzündliche Erkrankungen wie Arteriosklerose oder Rheuma können gefördert werden. Grund dafür ist die enthaltene Arachidonsäure. Außerdem fahren Gicht-Patienten besser, wenn sie Fleisch von ihrem Speiseplan streichen. 

Wer sich an den Vorschlag der DGE hält, bewusst genießt und sich nachhaltig ernährt, kann nicht nur die Schweine- sowie Mastgeflügel-Bestände um über 40 Prozent reduzieren, sondern tut auch seiner Gesundheit etwas Gutes.

So gelingt es Ihnen, Gewohnheiten zu ändern und weniger Fleisch zu essen

Überstürzen Sie nichts und beginnen Sie Schritt für Schritt. Nehmen Sie sich Zeit, seien Sie geduldig mit sich selbst und probieren Sie verschiedene Gerichte aus. Ersetzen Sie doch die Wurst beim Frühstück durch einen Gemüseaufstrich oder bereiten Sie sich ein Porridge mit Obst und Samen zu.

Wenn Sie täglich Fleisch essen, integrieren Sie zum Beispiel einen vegetarischen Tag pro Woche. Dieser eine Tag sorgt dafür, dass wir rund 600.000 Hektar weniger Anbaufläche benötigen und rund neun Millionen Tonnen Treibhausgase einsparen. Dies entspricht einer 3600 Kilometer langen Autofahrt pro Jahr für eine vierköpfige Familie.

Versuchen Sie auch, Familie und Freunde zu motivieren und entdecken Sie gemeinsam die vegetarische oder vegane Küche. Gemeinsam macht es mehr Spaß. 

Damit Sie sich direkt ausprobieren können, haben wir tolle Rezepte für Sie: 

Welche Alternativen gibt es? 

Die Auswahl an Produkten, die hinsichtlich Textur und Aroma Hack, Würstchen oder einem Steak, ähneln, wächst stetig. Da wären zum Beispiel beliebte Klassiker wie Seitan, Tofu und Tempeh, die durch ihren hohen Eiweißgehalt ordentlich sättigen. Köstlich und vor allem umweltfreundlich sind hingegen rein pflanzliche Leckerbissen aus Hülsenfrüchten wie Linsen oder Erbsen, bei dessen Herstellung im Vergleich zu Rindfleisch über 90 Prozent weniger Treibhausgase entstehen. Für den sanften Umstieg eignet sich ein Mix aus Fleisch und Gemüse. Auf diese Weise gelingt die Reduktion ohne große geschmackliche Einbuße und Sie können den Kids zusätzlich eine Portion Gemüse unterschmuggeln. 

Worauf beim Kauf von Fleisch achten?

Niemand verlangt, dass Sie gänzlich auf ein zartes Steak oder ein leckeres Gulasch verzichten müssen. Es geht vielmehr um einen bewussten und nachhaltigen Konsum, der bereits im Supermarkt beginnt.  

Ökologisch und Regional 

Entscheiden Sie sich für Bio-Produkte. Denn der Bio-Landbau stößt pro Hektar nur halb so viele Treibhausgase aus wie die konventionelle Landwirtschaft und die Tiere werden weniger mit Antibiotika behandelt. Demnach schont die Öko-Landwirtschaft Ressourcen. Das kommt am Ende den Tieren, Menschen, der Natur und dem Klima zugute. Kaufen Sie Ihr Fleisch am besten auf dem nächstgelegenen Bauernhof oder beim Schlachter Ihres Vertrauens. Er weiß, woher seine Ware kommt. Auch auf Wochenmärkten oder im Bio-Laden können Sie Fleisch aus der Region kaufen. 

Auf die Haltung kommt es an 

Wählen Sie Erzeugnisse, die artgerecht gehalten wurden. Dazu zählt unter anderem, dass die Tiere ausreichend Platz für Bewegung haben und ihnen ganzjährig ein Auslauf auf der Weide ermöglicht wird. Vollspaltenböden sind verboten und der Lebendtransport der Nutztiere sollte vier Stunden nicht überschreiten. Ob das Tier artgerecht gehalten wurde, können Sie an einem Siegel auf der Verpackung erkennen, etwa der Haltungsform-Kennzeichnung, dem Neuland-Siegel sowie den Labeln “Für mehr Tierschutz”, “Tierschutz-kontrolliert” oder “Initiative Tierwohl”. Allerdings ist keines davon verpflichtend. 

Keine halben Sachen

In der Regel wird beim Schlachten eines Tieres einiges aussortiert. Schätzen Sie das gesamte Tier wert und gehen Sie nach dem Nose-to-Tail-Prinzip vor. Anstatt nur Hähnchenbrust zu braten, versuchen Sie doch mal, ein ganzen Hähnchen in der Küche zu verarbeiten. Seien Sie hierbei offen und wagen sich an neue Gerichte.

Das sind unsere Tipps, um weniger Fleisch zu essen:

  • Suchen Sie nach Frühstücksalternativen
  • Führen Sie mindestens einen vegetarischen Tag pro Woche ein 
  • Motivieren Sie auch Familie und Freunde 
  • Steigen Sie auf Alternativen wie Tofu oder Seitan um 
  • Integrieren Sie mehr Hülsenfrüchte und Gemüse 

+++Der grüne Newsticker+++

Hier versorgen wir Sie mit positiven und aktuellen Nachrichten aus den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit und Innovation. So sind Sie stets gut informiert: 

Haariger Meeresschutz

Ein Frisör aus Frankreich hat den Verein “Coiffeures justes“ (auf deutsch „Faire Friseure“) gegründet. Mitglieder sammeln Haare anstatt sie wegzuwerfen. Die Haare sollen als Filtermaterial genutzt werden, um zum Beispiel Öl aus Gewässern aufzusaugen – sie sind besonders saugfähig. Die europäischen Friseursalons, die zu den „Coiffeures justes“ gehören, können auf der offiziellen Website Papierbeutel bestellen. Sobald die Beutel gefüllt sind, werden sie an eine zentrale Sammelstelle geschickt. Dort werden sie in überschüssige orthopädische Strümpfe gefüllt und zu Rollen verarbeitet, die besonders effektiv Fett aufsaugen sollen und sich bis zu acht Mal wiederverwenden lassen. Nach Benutzung werden sie in Wäschereien gereinigt.

CO2-Fußabdruck senken and be happy

Wer klimafreundlich lebt, ist glücklicher. Zu dem Ergebnis kamen internationale Wissenschaftler unter der Leitung des Klimaforschungsinstitut MCC in Berlin. Demnach steigt die persönliche Lebensqualität um 79 Prozent, wenn wir energieeffizienter wohnen, essen und reisen. 

Noch mehr spannende Infos rund um ein verantwortungsvolles Leben, einen bewussten Umgang mit Ressourcen sowie zu den Themen Nachhaltigkeit, Innovationen und Umwelt finden Sie auf unserem neuen Umwelt-Blog GrünesLicht.

 
Es wäre schön, wenn das Angebot an Bio-Fleisch breiter gefächert wäre und auch flächendeckend angeboten würde. Mit wenigen Ausnahmen bieten Supermärkte und Discounter noch immer zu wenig Bio-Artikel an und die häufig fehlende Kennzeichnung macht ein bewusstes Einkaufen leider nicht einfacher. Außerdem ist es leider auch schwierig, zu uberblicken, welche Bio-Siegel wirklich vertrauenswürdig sind.
Schreiben Sie einen Kommentar