Studienschau der Woche 31/17

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Studienschau

In unserer aktuellen Studienschau stellen wir Ihnen interessante Fakten zu den Themen Ernährung, Gesundheit, Abnehmen und Fitness vor. Heute informieren wir Sie unter anderem darüber, dass grüner Tee vor Gedächtnisabbau schützen kann, die DASH-Diät die Lebenserwartung erhöht und die Zahl der Todesfälle von Lungenkrebs durch Passivrauchen zurückgeht.

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Studien zur Ernährung

Heutzutage leiden immer mehr Menschen an Übergewicht oder Fettleibigkeit. Auch Alzheimer-Erkrkankungen nehmen immer mehr zu. Forscher der Northwest A&F University in China fanden jetzt heraus, dass grüner Tee vor Gedächtnisverlust und den Folgen einer fettreichen Ernährung schützen kann. 

Grüner Tee sei zusammen mit Wasser eines der wichtigsten Getränke auf der Welt. Experten sind sich schon länger einig darüber, dass grüner Tee hilft, eine Reihe von menschlichen Krankheiten zu behandeln. Mit der neuen Studie haben die Wissenschaftler nun festgestellt, dass das Getränk ein Molekül (EpiGalloCatechin-3-Gallat) enthält, welches entzündungshemmende und neuroprotektive Eigenschaften aufweist. Damit stellt sich grüner Tee als akzeptable Alternative zur Medizin bei der Bekämpfung von Fettleibigkeit, Insulinresistenz und Gedächtnisstörungen raus.

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Studien zur Gesundheit

Passivraucher haben genau wie Raucher ein erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Doch Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben jetzt herausgefunden, dass immer weniger Menschen wegen Passivrauchens an Lungenkrebs erkranken.

Pro Jahr sind lediglich 167 Lungenkrebstodesfälle auf Passivrauchen zurückzuführen, deutlich weniger als noch vor über 20 Jahren. Im Jahr 1994 waren noch etwa 60 Prozent der Männer und 70 Prozent der Frauen durch rauchende Lebenspartner, durch Rauchen am Arbeitsplatz oder in der Freizeit Zigarettenqualm ausgesetzt.

Die Experten führen den Rückgang auf den gestiegenen Schutz der Nichtraucher zurück. Seit etwa zehn Jahren gelten Gesetze zum Schutz von Nichtrauchern in öffentlichen Einrichtungen, auf Bahnhöfen oder in der Gastronomie. Auch das Rauchverbot in Autos ist seit langem Thema, denn nicht nur in Wohnräumen ist der Passivrauch eine Gefahr. Krebsexperten warnen besonders vor der Gefahr für Kinder, da diese schneller atmen und ein weniger entwickeltes Immunsystem haben.

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Studien zum Abnehmen

Dass sich unsere Ernährung auf die Gesundheit auswirkt und langfristige gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann, wussten wir bereits. Eine US-Studie hat darüber hinaus herausgefunden, dass die sogenannte DASH-Diät (DASH = Dietary Approaches to Stop Hypertension), die eigentlich zur Linderung von Bluthochdruck entwickelt wurde, das Sterberisiko verringert. 

Auch deutsche Experten empfehlen seit längerer Zeit die DASH-Diät, da die blutdrucksenkende Wirkung belegt und der Einsatz von Medikamenten sinnvoll unterstützt werden kann. In ihrer umfassenden Studie kamen die amerikanischen Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health auch zu dem Ergebnis, dass die Diät eine allgemeine positive Wirkung auf die Lebenserwartung hat. 

Die DASH-Diät sieht den Verzehr von Obst, Gemüse, Vollkornprodukten sowie fettarmen Milchprodukten vor. Auch Geflügel, Fisch, Nüsse und andere Hülsenfrüchte sind im Ernährungsplan vorgesehen. Einschränkungen gibt es lediglich bei salzhaltigen und zuckerhaltigen Lebensmitteln, Süßgetränken, Fettsäuren und rotem Fleisch. Diese Diät-Einhaltung sollte für ein positives Ergebnis jedoch nicht nur vorübergehend eingehalten werden, sondern eine dauerhafte lebenslange Umstellung der Ernährungsgewohnheiten darstellen.

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Studien zur Fitness

Die Medizin- und Wellnessbranche profitiert weiterhin von dem wachsenden Gesundheits- und Schönheitsbewusstsein der Verbraucher. Laut einer Studie nimmt der sogenannte Wellcare-Markt mit 580 Milliarden Euro pro Jahr weiter zu. Zu den Wellcare-Produkten gehören spezielle Nahrungsergänzungsmittel, Gesundheits-, Fitness- und Kosmetikprodukte und Wellnessbehandlungen, aber auch digitale Fitness-Helfer.

Marktchancen sehen die Experten vor allem für digitale Gesundheits- und Fitnessanwendungen bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 39 Jahren. Derzeit nutzen 14 Prozent der Befragten einer repräsentativen Umfrage spezielle Apps für ihr Lauftraining und andere Übungen.

Elf Prozent verwenden Fitness-Tracker oder smarte Multisportuhren, und 30 Prozent der Befragten gaben an, sich in absehbarer Zeit einen Tracker zulegen zu wollen. Zudem besteht eine gewisse Bereitschaft, erfasste Gesundheitsdaten mit Dritten zu teilen: 46 Prozent wären demnach bereit, solche Daten ihrem Arzt mitzuteilen.

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