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Die Getränkeprüferin

Schluss mit Einweg-Kunststoffen

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 27. Dez. 2018
Einweg-Kunststoffe

Das Nein zu Einweg-Kunststoffen! Die Europäische Kommission hat Maßnahmen vorgeschlagen, um den Abfall in der EU zu reduzieren. Ab 2021 soll es in den EU-Mitgliedsstaaten keine Einwegprodukte aus Kunststoff mehr geben, für die es Alternativen gibt.

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Rettende Strohhalme

Ein Plastik-Strohhalm ist mehr als ein Trinkröhrchen. Schüler schlürfen damit Apfelschorle und saugen Süßes aus Saftpäckchen. Sie blubbern in der Erdbeermilch oder schießen Papierkügelchen mit den bunten Halmen. 

Nun hat das Europäische Parlament für ein Verbot des Multifunktionswerkzeugs aus Kunststoff gestimmt. Das Nein zu Einweg-Kunststoffen dient dem Schutz unserer Meere. Einige Hersteller bieten Alternativen an, die Plastikhalme ersetzen und die Umwelt schützen sollen.

Die Menge an schädlichem Plastikmüll in den Ozeanen nimmt zu. Daher hat die Europäische Kommission Maßnahmen vorgeschlagen, um den Abfall in der EU zu reduzieren. Ab 2021 soll es in den Mitgliedsstaaten keine Einwegprodukte aus Kunststoff mehr geben, für die es umweltfreundlichere Alternativen gibt. Bei Plastik-Strohhalmen sind das sogar mehrere.

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Umweltfreundliche Sauger

Wiederverwendbare Trinkhalme gibt es zum Beispiel aus Silikon. Diese Alternative zum Plastik-Strohhalm hat eine lange Lebensdauer, braucht aber viel Pflege. Manche Hersteller liefern zu den synthetischen Trinkhalmen eine Bürste dazu.

In der Bar-Szene bekannt sind Trinkhalme aus Edelstahl und Kupfer. Durch das Metall strömt ein Cocktail eiskalt in den Mund. Ein Edel-Strohhalm kann zum Erbstück werden, sofern ihn sein Besitzer nach jedem Gebrauch reinigt. Er kann den Metallstab im Wasserbad erhitzen und damit desinfizieren.

Aus Asien kommt eine weitere Trinkhalm-Variante: das Bambus-Röhrchen. Umweltbewusste Verbraucher müssen sich nur an den Eigengeschmack der Trinkhilfen gewöhnen und sich Gedanken über einen klimaneutralen Versand nach Europa machen.

Das Start-Up „Halm“ aus Berlin hält wenig von all diesen Strohhalm-Varianten und will den Markt mit einem spülmaschinenfesten Trinkhalm aus Glas erobern. Dieser sei nicht nur frei von Mineralölen und recyclebar, sondern auch hygienisch und geschmacksneutral.

Eine andere Idee hatten zwei Gründer aus Amerika. Der „Final Straw“ ist ein faltbarer Strohhalm für die Hosentasche. In einem Werbespot zieht ihn eine Meerjungfrau wie ein Klappmesser aus der Transportbox. Um den nachhaltigen Klapp-Trinkhalm marktreif zu machen, sammelten Unterstützer per Crowdfunding mehrere Millionen Dollar.

Projekte für eine plastikfreie Zukunft

Auch jenseits der Produktebene laufen weltweit mehrere Kampagnen zum Reduzieren von Plastikmüll. Das Spendenprojekt „The Ocean Clean-Up“ will mit einem Meeresstaubsauger den Pazifik von Kunststoffabfällen befreien. Und die deutsche Umweltschutz-Initiative Flustix arbeitet an einem neuen Siegel für plastikfreie Alltagsprodukte wie Lebensmittel, Kosmetik, Putzmittel, Spielsachen, Textilien, Möbel, Technik oder Haushaltswaren.

Für das SGS Institut Fresenius ist Nachhaltigkeit ebenfalls ein wichtiges Thema. Mit unserem Qualitätssiegel „soziale und ökologische Nachhaltigkeit“ wollen wir großen Lebensmittelbetrieben den Weg in Richtung Nachhaltigkeit aufzeigen. Die Zertifizierung umfasst nicht nur Produktprüfungen, sondern auch Audits, die Produktionsprozesse, Unternehmensgrundsätze, Arbeitsbedingungen und das ökologischen Engagement der Firmen offenlegen. Wichtige Aspekte dabei sind das Vermeiden von Abfall und der Umweltschutz.

Ein deutscher Mineralbrunnen hat im Verlauf der regelmäßigen Kontrollen zum Beispiel einen Weg gefunden, die Plastikverschlüsse seiner Mineralwasserflaschen klimaneutral zweitverwerten zu lassen. Die Verschlusskappen werden nicht entsorgt, sondern zu Kunststoffkomponenten für den Maschinenbau recycelt.

Strohhalme zurück zur Natur

Die Trinkhalme ihrer Pausen-Getränke könnten die Schüler der Zukunft hingegen einfach auf den Kompost werfen. Das Einweg-Kunststoff-Verbot in der EU stärkt Anbieter von Strohalmen aus kompostierbarem Material wie Zucker-, Mais- oder Kartoffelstärke.

Die Kaffeekette Starbucks plant zum Beispiel, bis zum Jahr 2020 in allen 28.000 Filialen rund um den Globus solche biologisch abbaubaren Strohhalme einzusetzen. Und ein Gastronom in Bristol geht das Vermeiden von Plastikmüll sogar ganz anders an. Er serviert die Getränke in seinem Restaurant mit einem essbaren Strohhalm: einer ungekochten Nudel.


Über den Autor dieses Beitrags
Jan-Christoph Deißner ist Pressesprecher für das SGS Institut Fresenius und die weiteren Niederlassungen der international tätigen Prüfgesellschaft SGS in Deutschland. Er ist Ansprechpartner für Journalisten, die technische und wissenschaftliche Fachthemen recherchieren und die nach Labor-Experten für Medienberichte in Print und Rundfunk suchen. In diesem Blog schreibt er über Trends in der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Mehr über die Dienstleistungen der SGS erfahren Sie auf www.sgsgroup.de und www.sgs-institut-fresenius.de.

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