Prosecco DOC

Von Lisa Meister
Aktualisiert am 10. Jun. 2020

Egal ob zum Anstoßen auf der Familienfeier, beim Mädelsabend oder einfach als kleine Belohnung nach dem Feierabend. Prosecco DOC ist ein beliebtes Getränk. Erfahren Sie hier alles Wissenswerte zum italienischem Allroundtalent und woran Sie den echten Prosecco DOC erkennen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Interaktive Infografik zu Prosecco DOC
  2. Das sollten Sie zu Prosecco DOC wissen 
    1. Herkunft
    2. Herstellung
    3. Sorten 
    4. Geschmack 
    5. Erkennungsmerkmal
  3. Unsere liebsten Rezepe mit DOC
  4. Einkaufs- und Küchentipps für Prosecco DOC
    1. Einkauf
    2. Lagerung
  5. Zubereitungstipps für Prosecco DOC

Interaktive Infografik zu Prosecco DOC

Sie möchten mehr über die einzelnen Punkte der folgenden Infografik erfahren? Dann klicken Sie einfach auf die entsprechenden Pluspunkte.

 

Das sollten Sie zu Prosecco DOC wissen 

Herkunft

Prosecco DOC kommt ausschließlich aus dem Nordosten Italiens. Diese Region ist historisch für diesen spezifischen Wein berühmt. Das Anbaugebiet erstreckt sich über die Regionen Veneto und Friuli Venezia Giulia. Dort wachsen die Trauben geschützt durch die Dolomiten im Norden und der Adria im Süden. 

Hinter dem Namen Prosecco DOC steht eine geschützte Ursprungsbezeichnung. DOC steht für „Denominazione di origine controllata“ (deutsch: geschützte Ursprungsbezeichnung). Prosecco DOC wird ausschließlich in dem spezifischen geografischen Gebiet produziert. Der Erzeuger darf diese Ursprungsbezeichnung nur dann verwenden, wenn die Vorschriften für Namen, Herstellung, Weinbereitung, Verarbeitung, Verbrauchseigenschaften, Verpackung und Etikettierung eingehalten werden. Dank der einzigartigen klimatischen Umweltbedingungen sowie dem Wissen und Tradition der lokalen Winzer entsteht der exzellente Prosecco DOC.  

Herstellung

Der italienische Schaumwein wird zu 85 Prozent aus Glera-Trauben gewonnen. Die weiße Rebsorte, die bereits seit der Römerzeit bekannt ist, zeichnet sich durch Robustheit, einen mäßigen Zuckergehalt sowie eine angenehme Säure aus und verleiht dem Wein seinen spritzigen Charakter mit einem niedrigen Alkoholgehalt. 

Die Ernte erfolgt hauptsächlich per Hand, damit die Trauben nicht verderben und um die richtige Weinbereitung nicht zu beeinträchtigen. Die ersten Septemberwochen eignen sich dafür am besten, denn da haben die Trauben den richtigen Reifegrad. Die Herstellung findet nach der Martinotti-Methode statt. Dabei erfolgt die sekundäre Fermentation in großen Behältern, in dem die Weine während des gesamten Verfahrens unter Druck gehalten werden. Dank dieser Methode bekommt der Wein feine Blasen sowie die knackigen, blumigen und fruchtigen Aromen. 

Sorten 

Jedem Gaumen seinen Perlwein: So wird unterschieden zwischen Spumante, Frizzante und Tranquillo. Während es sich bei einem Spumante, um die bekannteste und beliebteste Art mit einem hohen Gehalt an Kohlensäure handelt, weist der Frizzante eine leichte und weniger anhaltende Perlage auf. Der Tranquillo wird dagegen als Stillwein bezeichnet, denn er sprudelt nicht. Zusätzlich wird in Brut Nature, Extra Brut, Brut, Extra Dry und Dry eingestuft.

Brut Nature: Die herbe Variante besticht mit dem niedrigsten Restzuckergehalt. Das Essen darf dadurch kräftiger sein: Servieren Sie Huhn oder Truthahn.

Extra Brut: Kennen Sie Spiedo? Die für die Provinz Treviso typischen Spieße aus Rind, Huhn oder Kaninchen eignen sich toll zu dem trockenen Prosecco.

Brut: Der Prosecco DOC Brut weist einen geringen Zuckergehalt auf. Dank seiner lebhaften Säure harmoniert er ideal mit Fisch und Krustentieren.

Extra Dry: Das fruchtig schmeckende Getränk ist eine perfekte Wahl zum Aperitifbuffet, denn er überzeugt mit einer moderaten Menge an Zucker.

Dry: Reichen Sie ihn zum Abschluss eines gelungenen Essens. Aufgrund der hohen Zuckermenge passt er daher prima zu nicht allzu süßem Gebäck.

Geschmack 

Der strohgelbe Prosecco DOC überzeugt mit einem frischen, blumigen sowie fruchtigem Bouquet und einem leichten, aber dennoch lebendigem Geschmack. Apfel, Pfirsich, Birne und ein Hauch von Zitrusfrüchten machen den Prosecco DOC zu einem edlen und genussvollen Trinkerlebnis.

Erkennungsmerkmal

An jedem Flaschenhals ist eine amtliche Steuerbanderole für DOC-Weine angebracht, um den Ursprung und und die Qualität des Produktes zu garantieren. Neben der DOC-Kennzeichnung sind ein Staatswappen sowie eine Kontrollnummer zu erkennen, über die der gesamte Produktionsweg nachvollzogen werden kann. Prosecco DOC ist dabei die Hauptbezeichnung der Weine. Es gibt außerdem noch die zwei Zusatzbezeichnungen Treviso und Trieste. Sie dürfen nur auf dem Etikett vorhanden sein, wenn der gesamte Produktionsprozess, der von der Traubenernte bis hin zur Weiterverarbeitung und Abfüllung reicht, ausschließlich in diesen beiden Provinzen stattfindet.

Ein weiteres Qualitäts- und Erkennungsmerkmal ist die Vermarktung und die Produktion in der Glasflasche. Der Verkauf vom Fass oder aus der Dose ist nicht erlaubt. Um zu erkennen, dass es sich um Prosecco DOC handelt, ist die Deklaration auf dem Etikett Pflicht. Weine, die vom Fass serviert werden und Prosecco genannt werden, sind Schaumweine und nicht Prosecco. 

Unsere liebsten Rezepte mit Prosecco DOC

Prosecco DOC harmoniert nicht nur zu italienischen Gerichten hervorragend, sondern auch in der internationalen Küche vielerlei Speisen im Handumdrehen veredelt, besticht er durch seine Vielseitigkeit. Zusätzlich sorgt er für den extra Pfiff im Aperitif und ist eine Inspirationsquelle für neue Cocktailvariationen.

Passend zur heißen Jahreszeit darf es auch ruhig mal ein fruchtiger Drink sein. Da kommt der erfrischend-sommerliche Kirsch und Prosecco Spritz genau richtig.


Oder wie wäre es mit einem Procecco DOC Risotto mit Zitrone, Thymian und Pecorino? Allen Naschkatzen legen wir Prosecco DOC und Pannacotta ans Herz. 

Auch bei EAT SMARTER finden Sie tolle Rezepte mit Prosecco: 

Rezept
Erdbeerkaltschale mit Prosecco
Fertig in 1 Std. 20 Min. • 105 kcal

Rezept
Holunderbowle mit Melonenbällchen
Fertig in 2 Std. 30 Min. • 251 kcal
  

Einkaufs- und Küchentipps für Prosecco DOC

Einkauf

Vor dem riesigen Weinregal im Supermarkt ist es gar nicht so leicht, bei den ganzen Sorten und Flaschen den Überblick zu behalten. Wenn Sie den italienischen Schaumwein kaufen möchten, sollten Sie unbedingt auf die Steuerbanderole am Flaschenhals achten, denn sie garantiert Ihnen den Ursprung und die erstklassige Qualität. 

Lagerung

Prosecco DOC sollte im ersten Jahr nach der Traubenernte getrunken werden. Bewahren Sie die Flaschen mit dem prickelnden Inhalt stets an einem trockenen, kühlen und dunklen Ort, abseits von Wärmequellen wie Sonnenstrahlen oder Licht. Ist das edle Getränk erst einmal geöffnet, sollten Sie es mit einem Sektflaschenverschluss verschließen und binnen 3 Tage austrinken. 

Zubereitungstipps für Prosecco DOC

Ob Sie ihn in einem Aperitiv oder pur genießen, die optimale Trinktemperatur des italienischen Schaumweins beträgt zwischen 6 bis 8 Grad Celcius. Je höher die Temperatur, desto schneller entweicht die Kohlensäure. Verwenden Sie zum Servieren ein sogenanntes Tulpenglas, damit sich das Aroma am besten entfalten kann.  

Mehr Informationen, raffinierte Cocktails und passende Rezepte finden Sie unter: www.prosecco.wine 

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