9 Kräuter, die Fett killen

Von Milena Schwindt
Aktualisiert am 06. Jul. 2020
Kräuter

Die Pizza duftet nach Oregano und die Pasta nach Basilikum: Kräuter schmecken in fast jedem Gericht. Dass viele der kleinen Grünlinge auch geeignet sind, um Fettpolster zu killen, weiß dagegen kaum jemand. Grund genug für EAT SMARTER, sich auf die Suche nach den besten Fett-Feinden im Kräutergarten zu machen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Petersilie: Da freut sich der Hintern
  2. Kresse: Angriff auf den Rettungsring
  3. Minze: Vergiss die Schoki 
  4. Oregano: Der Freund der Leber
  5. Beifuß: Feuert den Fettabbau an
  6. Basilikum: Wassereinlagerung adé
  7. Dill: Heilende Öle für den Darm
  8. Bärlauch: Kampf den Giftzwergen
  9. Schnittlauch: Anti-Fett-Kraut
  10. Wissen zum Mitnehmen

Kerbel und Co. schmecken nicht nur gut, sie können auch den Stoffwechsel aktivieren. Nicht umsonst sind manche Kräuter wertvoller Bestandteil einiger Diät-Kuren. Folgende neun Grünlinge killen kleine Fettpolster – und das ganz ohne Nebenwirkungen.

1. Petersilie: Da freut sich der Hintern

Petersilie beugt dank seiner antioxidativen Wirkung Falten vor und sorgt für straffe Haut. Das beliebte Küchenkraut gibt es mit glatten und krausen Blättern. Es enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Das in dem grünen Kraut enthaltene Kalium und die ätherischen Öle helfen dem Körper zu entwässern.

In einer Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung konnte nachgewiesen werden, dass in Petersilie zwei Stoffe enthalten sind, die sich positiv auf den Insulinstoffwechsel auswirken und zudem dafür sorgen, dass die Fettbildung in der Leber gehemmt wird (1).

Petersilie ist in der Küche vielfältig verwendbar: Das macht das gesunde Kraut zum idealen Begleiter zu Gemüse, Fisch und Geflügel.

Merke!
Petersilie hat antioxidative Wirkung und hemmt die Fettbildung in der Leber.

2. Kresse: Angriff auf den Rettungsring

Kresse kann tatsächlich Heißhungerattacken vorbeugen. Bereits eine Handvoll Kresse kann dazu beitragen, insgesamt weniger zu essen, da das enthaltene Spurenelement Chrom das Sättigungsgefühl steuert. Allerdings baut Kresse, sobald sie von der Wurzel getrennt ist, ihre Vitalstoffe innerhalb von 30 bis 40 Minuten fast vollständig ab. Daher sollte Kresse roh und möglichst schnell verzehrt werden, wenn sie ihre Wirkung erzielen soll.

Tipp: Ziehen Sie sich Ihre eigene Kresse im Handumdrehen! Einfach die Kressesamen auf ein angefeuchtetes Stück Watte oder Küchenrolle geben und 4-5 Tage an einem sonnigen Plätzchen keimen lassen.

Schon seit dem Mittelalter werden die kleinen Blättchen in Europa angebaut. Was das unscheinbare Kraut nicht vermuten lässt: Kresse ist ein wahrer Schlankmacher! 100 Gramm enthalten gerade einmal 38 Kalorien. Streuen Sie die lecker-leichten Blättchen also ruhig öfter in Ihren Speisplan. Sie schmecken scharf und aromatisch. Am besten passen sie zu Eiern, Suppen und in Frischkäse.

Merke!
Bereits eine Handvoll Kresse kann das Sättigungsgefühl steigern.

3. Minze: Vergiss die Schoki 

Minze sorgt nicht nur für frischen Atem, sondern nimmt auch den Appetit auf Süßigkeiten – ein Segen für alle Schoko-Süchtigen! In einer Studie konnte der appetitzügelnde Effekt von Pfefferminzöl nachgewiesen werden. Bei Probanden, die täglich eine Kapsel des Öls zu sich nahmen, setzte das Sättigungsgefühl schneller ein (2)

Es gibt viele Arten dieser Pflanze: rund um den Globus sind etwa 20 verschiedene Sorten bekannt. Alle enthalten Menthol, das die Galle anregt und nachweislich krampflösend, beruhigend und schmerzlindernd wirkt. Minze schmeckt herzhaft mit Lamm, Tomaten oder Quark genauso gut wie süß mit Obst oder auch im Tee.

Merke!
In Studien wurde der appetitzügelnde Effekt von Minzöl nachgewiesen.

4. Oregano: Der Freund der Leber

Oregano unterstützt dank der hohen Konzentration von Gerb- und Bitterstoffen sowie ätherischen Ölen unseren Verdauungstrakt, insbesondere die Leber. Die Leber ist wichtiger Bestandteil des Stoffwechselprozesses unseres Körpers. Außerdem unterstützt sie die Fettverdauung, indem sie entscheidet, ob das Fett zu Energie verbrannt oder in Form von Speckpölsterchen eingelagert wird.

Das gesunde Kraut wächst nur unter praller Sonne, schmeckt scharf-würzig bis bitter-herb. Wenn Sie Oregano eine Spur zu bitter finden: Die Italiener schwören darauf, dass Olivenöl ihm die Bitterstoffe entzieht. Keine Pizza oder Tomatensoße ohne Oregano! Außerdem passt der Grünling gut zu Rindfleisch und gemischtem Salat.

Merke!
Die ätherischen Öle in Oregano unterstützen den Fettabbau in der Leber.

5. Beifuß: Feuert den Fettabbau an

Wer Beifuß nicht kennt, sollte dies schleunigst ändern! Wegen des reichlich enthaltenen ätherischen Öls Cineol und seiner ebenso üppig vertretenen Bitterstoffe wirkt Beifuß besonders effektiv auf unseren Verdauungstrakt. Das gesunde Küchenkraut unterstützt unseren Körper demnach besonders bei der Verarbeitung fettiger Speisen.

Beifuß wird heutzutage in Deutschland, Frankreich und den Balkanstaaten angebaut. Es ist etwas bitter und riecht wie eine Mischung aus Minze und Wacholder. Beifuß regt die Durchblutung an und passt sehr gut zu Fleisch- und Kohlgerichten. Wer den Geschmack von Beifuß mag, kann damit auch Eierspeisen und Gemüsegerichte würzen.

Merke!
Die Bitterstoffe in Beifuß unterstützen unsere Verdauung.

6. Basilikum: Wassereinlagerung adé

Basilikum stammt ursprünglich aus Indien, verbreitete sich aber schnell bis zu uns. Aufgrund seines Kaliumgehalts hat die Basilikumpflanze entwässernde Wirkung und kann so dazu beitragen, Wassereinlagerungen in unserem Körper aufzulösen. Außerdem enthält Basilikum viele Polyphenole, Carotinoide, ätherische Öle und Flavonoide und ist dank dieser sekundären Pflanzenstoffe besonders wertvoll für eine gesunde Ernährung.

Das grüne Kraut wirkt nicht nur gegen Fettreserven, sondern beruhigt auch die Nerven und hilft beim Stressabbau. Stress kann häufig ein Auslöser für Übergewicht sein, greifen Sie daher ruhig öfter zu den grünen Blättchen. Basilikum schmeckt süßlich und manchmal auch pfeffrig. Es löst Wassereinlagerungen auf und passt am besten zu Tomaten, Eier- und Nudelgerichten.

Merke!
Aufgrund seines Kaliumgehalts hat Basilikum eine entwässernde Wirkung.

7. Dill: Heilende Öle für den Darm

Dill fördert wohltuend die Verdauung. Schon die alten Ägypter würzten ihre Gerichte mit diesem Kraut. Es duftet aromatisch und schmeckt leicht nach Kümmel. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken krampflösend und hemmen bestimmte Bakterien in unseren Darm.

Der Darm und die in ihm enthaltenen Bakterien spielen auch für den Fettabbau unseres Körpers eine wichtige Rolle. Forscher der Universität Kopenhagen haben herausgefunden, dass die Zusammensetzung des Mikrobioms des Darms eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit Übergewicht und personalisierten Diätplänen spielen kann. Dill schmeckt am besten gehackt mit Fisch, Gurke, Remoulade oder Kartoffelsalat. Wer ein besonders intensives Aroma möchte, kann auch feinere Stängel fein schneiden und mit verwenden (3).

Merke!
Ätherische Öle in Dill wirken krampflösend und sorgen für eine gesunde Darmflora.

8. Bärlauch: Kampf den Giftzwergen

Bärlauch wächst in feuchten Laubwäldern und riecht ein bisschen wie Knoblauch. Bereits die alten Römer nutzten seine entgiftende Wirkung bei Infekten. Die schwefelartigen ätherischen Öle in Bärlauch, allen voran das enthaltene Allicin, fördern die Entgiftung der Leber und entlasten damit den Stoffwechsel.

Das vielfältige Trend-Kraut ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Durch sein dezentes Knoblaucharoma ist Bärlauch ein frischer Begleiter zu Nudelgerichten, Käse, Omelette und Suppen. Beim Sammeln von wildem Bärlauch sollten Sie jedoch vorsichtig sein, da er oft mit dem giftigen Maiglöckchen verwechselt wird.

Merke!
Das in Bärlauch enthaltene Allicin unterstützt die Leber und entlastet den Stoffwechsel.

9. SchnittlauchAnti-Fett-Kraut

Diese schlanken, grünen Stängel steigern die Fettverbrennung. Die Halme enthalten nämlich beachtliche Mengen an Mineralstoffen, allen voran Kalium, welches dabei hilft, den Flüssigkeitshaushalt im Körper zu regeln. Die in Schnittlauch enthaltenen Senföle erhöhen außerdem den Kalorienverbrauch.

Zwar bekommt man frischen Schnittlauch aus Töpfen mittlerweile zu jeder Jahreszeit, trotzdem empfiehlt es sich, besonders im Frühsommer und Sommer zuzugreifen. Dann kommen die würzigen Halme vom Freiland, haben am meisten Nährstoffe und Vitamine und schmeckt am besten. Verwenden Sie Schnittlauch beispielsweise für frischen Kräuterquark, Kräuterbutter oder auf Frischkäse.

Merke!
Schnittlauch enthält größere Mengen Kalium und kann dadurch den Flüssigkeitshaushalt regulieren.

Wissen zum Mitnehmen

Unterstützen Sie Ihren Körper mit frischen Kräutern beim Fettabbau. Schnittlauch, Petersilie und Basilikum können dank eines hohen Kaliumgehalts dazu beitragen, lästigen Wassereinlagerungen den Kampf anzusagen.

Bitterstoffe und ätherische Öle aus Oregano, Dill und Beifuß regulieren die Verdauung, kurbeln den Stoffwechsel an und tragen zum Fettabbau in der Leber bei. Minze und Kresse wirken sich nachweislich positiv auf unser Sättigungsgefühl aus und helfen so, Heißhungerattacken vorzubeugen.

 
Finde ich klasse die Zusammenfassung, man lernt nie aus, danke
 
Hallo! Ich war so begeistert von der kleinen Käuterfiebel, mache gerade eine hCG Diät da sind mir die Kräuter als Gewürz sehr, willkommen diese brauche ich in der Kallorien Tabelle nicht anzurechnen!!!! 5 Daumen hoch Mit freundlichen Grüssen S.Böhme
 
super sicher könnte noch mehr info sein
 
Eine Mengenangabe wäre hilfreich.
 
Ich würde die tollen Tipps gern weiterleiten, um Freundinnen auch in den Genuss dieser Informationen kommen zu lassen. Leider gelingt es mir nicht.
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