Diese Gewürze und Speisen wärmen von innen

Von EAT SMARTER
Aktualisiert am 11. Mär. 2019

Es gibt einige Lebensmittel und Gerichte, die nicht nur gut schmecken, sondern auch dabei helfen, kalten Händen und dem Frieren den Kampf anzusagen. Wir verraten Ihnen, welche Gewürze und Speisen Sie im wahrsten Sinne zum Schmelzen bringen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Wärmende Gewürze
  2. Ingwer
  3. Fenchel
  4. Nüsse
  5. Tee und Kaffee
  6. Knoblauch und Zwiebeln
  7. Kohl
  8. Wild und Lamm
  9. Porridge (warmer Getreidebrei)
  10. Suppen und Eintöpfe
  11. Wissen zum Mitnehmen

Gewürze wie Zimt, Anis oder Nelken sind nicht nur ein Fest für die Geschmackssinne, sie haben auch Wärmepotential und daneben noch weitere positive Eigenschaften. 

Wärmende Gewürze

  • Chili animiert den Kreislauf, fördert die Durchblutung und wärmt dadurch bei Kälte von innen. Dosieren sie ihn jedoch vorsichtig, denn wenn Ihr Gericht zu schweißtreibend ist, kann die feurige Schote wiederum auch einen kühlenden Effekt haben. Darüber hinaus kann Chili aber noch mehr. Es reduziert zum Beispiels das Risiko von Thrombosen und wirkt im Darm antibakteriell, was das Risiko für ansteckende Durchfallerkrankungen senkt.
  • Pfeffer hat ähnlich wie Chili einen schweißtreibenden und wärmenden Effekt. Darüber hinaus regt er Appetit und Speichelfluss an, wirkt entzündungshemmend und fiebersenkend. Also auch ideal für die Erkäktungs- und Grippezeit.
  • Anis hilft bei Magen- und Darmbeschwerden, aber auch äußerlich angewendet (in Form von Öl) hilft es gegen Schmerzen und Krämpfe. Das ätherische Öl in Anis als Gewürz macht außerdem fette und schwerverdauliche Speisen bekömmlicher. Sternanis eignet sich vor allem hervorragend für Tees, Glühwein oder heiße Grogs. Zimt ist stimmungsaufhellend, anregend und gleichzeitig besänftigend und beruhigend. Daneben hat er eine günstige Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und macht sich damit perfekt beispielsweise in Ihrem warmen Frühstücks-Porridge.
  • Kardamom wirkt wohltuend auf einen gestressten Magen, unterstützt die Verdauung, lindert sowohl Blähungen als auch Erkältungsbeschwerden. Ideal also für die dunkle, kalte Jahreszeit!
  • Koriander kann Krämpfe lösen, die Verdauung fördern und wirkt antibiotisch sowie entzündungshemmend.
  • Kümmel entspannt die Muskulatur im Verdauungstrakt und wirkt außerdem antibakteriell.
  • Nelken können beruhigend und antidepressiv wirken. Außerdem wirken sie vorbeugend gegen Bakterien und Viren, sodass man damit die Abwehrkräfte unterstützen kann.
  • Curry ist eine Gewürzmischung, die je nach Art Kardamom, Piment, Zimt, Nelken, Muskat und Koriander, Bockshornklee, Chili, Pfefferkörner, Kreuzkümmel, Senfsamen, getrocknete Ingwerwurzel, Kurkuma enthalten kann. Da die meisten dieser Gewürze eine wärmende Wirkung haben, verwundert es nicht, dass Curry dies auch tut. Daneben hat er positive Effekte zum Beispiel für die Durchblutung, die Verdauung und die Funktion von Leber und Galle.

Ingwer

Ingwer wirkt, ähnlich wie Chili und Co. innerlich wärmend. Sein würzig scharfes Aroma verleiht vielen Gerichten eine würzige Note und lässt sich sowohl mit herzhaften, als auch mit süßen Lebensmitteln kombinieren. Ebenso kann man aus der Knolle einen Ingwertee herstellen – ein richtiger Gesundheitstrunk!

Die würzige Wurzel enthält jede Menge Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium und Kalium. Außerdem wirkt Ingwer entzündungshemmend, schleimlösend oder schmerzlindernd und kann das Risiko von Blutgerinnseln senken. Lassen Sie sich von unseren vielen Rezepten mit Ingwer inspirieren.

Lesen Sie auch: Mit Ingwer-Shots gesund und fit durch das ganze Jahr

Fenchel

Fenchel wirkt wohltuend, vor allem auf Magen und Darm, aber ebenso bei bronchialen Erkrankungen und Erkältungen. Er enthält beachtliche Mengen an Mineralstoffen wie Magnesium, Calcium und Eisen sowie mehrere B-Vitamine, β-Carotin (Provitamin A) und Vitamin E. Wunderbar wärmend ist Fenchel überbackengedünstet oder als beruhigender Tee.

Wenn Sie mehr über Fenchel wissen möchten, erfahren Sie in unserer Warenkunde mehr dazu.

Nüsse

Nüsse sind ein wahres Superfood. Sie enthalten zwar relativ viel Fett, allerdings handelt es sich um gesunde Fettsäuren. Außerdem stecken sie voller Proteine, wichtiger Vitamine und Mineralstoffe und haben ebenfalls heißes Potential. Sie können Haselnüsse, Mandeln oder Walnüsse als sättigenden Snack zwischendurch essen oder beispielsweise Ihren Frühstücksbrei (Porridge) damit verfeinern.

Eine tolle Alternative dazu sind auch heiße Maronen oder Maroni. Gebrannte Mandeln, können zwar auch warm und lecker sein, wegen ihres hohen Zuckergehaltes sollten Sie jedoch nur sparsam zugreifen.

Tee und Kaffee

Dass Tee in der Regel heiß serviert wird, ist den meisten wahrscheinlich bekannt. Allerdings wärmen nicht alle Tees gleichermaßen. Beispielsweise Pfefferminz-, Kamillen-, roter, schwarzer und grüner Tee haben vielmehr eine kühlende Wirkung. Wenn Sie aber eher zu den Frostbeulen gehören, sollten Sie besonders in kalten Jahreszeiten auf wärmende Tees aus Fenchel, Anis, Kümmel, Zimt, Vanille oder anderen Gewürzen (z.B. Yogi-Tees) zurückgreifen.

Auch Kaffee kann Abhilfe gegen kalte Hände und Füße schaffen, da er unter anderem den Kreislauf in Schwung bringt und die Durchblutung fördert. Er sollte allerdings in Maßen genossen werden.

Knoblauch und Zwiebeln

Knoblauch ist ein natürliches Antibiotikum, jedoch ohne belastende Nebenwirkungen. Im Gegenteil, die weiße Knolle schützt Herz und Gefäße, senkt zu hohen Blutdruck, trägt zur Regulierung der Fett- und Cholesterinwerte bei und mildert die Gefahr von Gefäßverschlüssen wie zum Beispiel Thrombose. Darüber hinaus regt Knoblauch die Verdauung an, reguliert die Darmflora und hilft gegen Blähungen. Beispielsweise Suppen, Aufläufen und Gebratenem verleiht er ein leckeres, würziges Aroma und hilft dabei, Sie wieder aufzuwärmen. Hier finden Sie eine Vielzahl leckerer Rezepte mit Knoblauch.

Zwiebeln haben ähnlich wie Knoblauch ebenfalls eine antibakterielle Wirkung. Außerdem sind sie eine sehr gute Quelle für B-Vitamine, Vitamin C sowie Kalium. Dadurch helfen sie besonders in der kalten Jahreszeit vor Erkältungen und anderen Krankheiten zu schützen. Einer großen Bandbreite von Gerichten verleihen sie einen leckeren Geschmack und entfaltet beispielsweise in Suppen und Aufläufen ihre wärmende Wirkung. Eat Smarter bietet Ihnen viele tolle Rezeptideen für Zwiebelgerichte.

Kohl

Ob rot, grün oder weiß, Kohl ist ein besonders gesundes und vielfältiges Saisongemüse in der kalten Jahreszeit und hat daneben auch noch Wärmepotential. Dabei kommt es allerdings auch auf die Zubereitungsart an. Gekochte, gebratene, gedünstete oder gebackene Varianten sind besonders geeignet. Stöbern Sie doch einmal in unseren leckeren Rezepten beispielsweise mit Rotkohl, Grünkohl oder Wirsing. Da wird es einem ganz warum ums Herz.

Wild und Lamm

Insbesondere rotem Fleisch wie Rind, Wild oder Lamm wird eine wärmende Wirkung nachgesagt. Dennoch sollte es nicht zu häufig auf Ihrem Speiseplan stehen, da ein hoher Verzehr das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann. Stattdessen können Sie auch häufiger mal zu Fisch greifen, denn beispielsweise Hering, Kabeljau, Scholle oder Thunfisch können Ihnen ebenfalls einheizen. Egal ob Fleisch oder Fisch, beide enthalten viel Eiweiß, das beim Verdauen zu einer deutlich stärkeren Wärmeproduktion (Thermogenese) führt als Kohlenhydrate oder Fett.

Porridge (warmer Getreidebrei)

Der warme Haferbrei, ursprünglich aus Schottland stammend, ist nicht umsonst zum neuen Trend-Frühstück geworden. Er ist besonders in der kalten Jahreszeit ideal, da er uns auf Touren bringt und den Körper mit Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten versorgt. Darüber hinaus enthalten Haferflocken jede Menge Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine wie Eisen, Zink, Folsäure, Vitamin E, Vitamin B2, Vitamin B6, Kupfer, Kalium, Magnesium und Calcium. Porridge gilt außerdem als besonders magenschonend und obwohl die Flocken relativ viele Kalorien enthalten, machen sie nicht unbedingt dick. Denn die enthaltenen Ballaststoffe regulieren die Verdauung, machen lange satt und haben eine positive Wirkung auf Blutzucker- und Cholesterinspiegel.

Wenn Sie gerne etwas Abwechslung haben, können Sie auch Hirse oder Dinkel anstatt Hafer nehmen und Ihren Getreidebrei beispielsweise mit verschiedenen Früchten, Nüssen und Gewürzen aufpeppen. Probieren Sie zum Beispiel doch einmal den Beeren-Porridge oder den Multikorn-Porridge von Eat Smarter - einfach köstlich! Tipp: Falls Sie Milch nicht gut vertragen oder erkältet sind, verwenden Sie anstatt Milch lieber Wasser für den Brei, da die Milch unter anderem zu einer vermehrten Schleimproduktion führt.

Suppen und Eintöpfe

Gemüse hat viele positive Eigenschaften. Daher sollte es täglich auf dem Speiseplan stehen und in unserer Ernährung keinesfalls zu kurz kommen. Aber das heißt ja nicht, dass man jeden Tag Salat essen muss. Besonders wenn draußen die Temperaturen sinken und es einem fröstelt, ist Rohkost zum Wärmen ungeeignet.

Gönnen Sie sich stattdessen lieber eine Suppe oder einen Eintopf mit viel frischem Gemüse. Ob mit Kürbis, Kartoffel, Kohl, Möhren, Erbsen oder Lauch, sie heizt Ihnen mit Sicherheit richtig ein. Und dabei haben Suppen in der Regel wenig Kalorien, sind aber trotzdem sehr sättigend und stecken voller guter Inhaltsstoffe: Perfekt also, um sich vor Grippe und Co. zu schützen. Hier finden Sie tolle Rezeptvorschläge und neue Inspirationen.

Wissen zum Mitnehmen

Wenn Sie schnell frieren und es draußen noch dazu ungemütlich und kalt ist, gibt es einige Gewürze und Speisen, die Sie von innen wärmen. Sie haben nicht nur Wärmepotential, sondern auch positive Auswirkungen auf unseren Körper.

Zu den wärmenden Gewürzen, Speisen und Getränken gehören unter anderem: Chili, Pfeffer, Anis, Kardamom, Koriander, Kümmel, Nelken und Curry, Ingwer, Fenchel, Nüsse, Tee und Kaffee, Knoblauch und Zwiebeln, Kohl, Wild und Lamm, Porridge, Suppen und Eintöpfe.

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