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Symptome & Co.

Allergie, Vergiftung, Unverträglichkeit? Histaminose im Fokus

Histaminose ist keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit von histaminhaltigen Nahrungsmitteln. Bei manchen Betroffenen kann der Körper das aufgenommene Histamin nicht ausreichend abbauen – darauf folgen Symptome einer Art „Vergiftung“.

Bei einer Histaminose ist Alkohol tabu. © Markus Mainka - Fotolia.com Bei einer Histaminose ist Alkohol tabu. © Markus Mainka - Fotolia.com

Allergie, Vergiftung, Unverträglichkeit? Histaminose im Fokus

Als Histaminose bezeichnet die Interessengemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI) „den Zustand eines im Körper so weit vom Idealbereich abweichenden Histaminstatus, dass das Wohlbefinden oder körperliche / geistige Funktionen über das normale Maß hinaus beeinträchtigt werden.“ Die Histaminose ist keine Allergie, sondern eine Unverträglichkeit von histaminhaltigen Nahrungsmitteln. Bei manchen Betroffenen kann der Körper das aufgenommene Histamin nicht in ausreichendem Maß abbauen – darauf folgen typische Symptome einer Art „Vergiftung“.

Zufuhr und Abbau sind im Ungleichgewicht

Einerseits setzt der Körper selber Histamin frei, andererseits führt der Mensch es durch seine Nahrung zu. Ein gesunder Organismus baut den Stoff schnell genug ab, sodass Histamin im Normalfall nicht zu Problemen führt. Übersteigt aber die Zufuhr die Fähigkeit des Körpers, Histamin abzubauen, steigt der entsprechende Spiegel zu stark an. Sobald die individuelle Toleranzschwelle überschritten wird, kommt es zu "Vergiftungssymptomen".

Schwierige Diagnose

Die Folgeerscheinungen der Histaminose sind vielfältig und schwer von Symptomen anderer Krankheiten zu unterscheiden. Sie machen sich wenige Minuten oder auch einige Stunden nach dem Verzehr histaminreicher Nahrungsmittel bemerkbar.

Von Juckreiz bis Herzrasen

Mögliche Symptome nach Aufnahme histaminreicher Nahrung sind:

  • Hautrötung, Juckreiz
  • Kopfweh, Migräne, Schwindel
  • Atembeschwerden
  • Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit
  • Herzrasen, niederer Blutdruck
  • Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit, Schlafstörungen

Alkohol adé

Menschen mit einer Histaminintoleranz reagieren stark auf Alkohol. Der setzt nicht nur das körpereigene Histamin frei, sondern erhöht auch die Aufnahme von Histamin. Histaminhaltige Lebensmittel sind außerdem folgende Nahrungsmittel:

  • Hartkäse
  • geräuchertes Fleisch
  • Sämtliche Meeresfrüchte
  • Bohnen, Nüsse
  • Sojaprodukte
  • Früchte wie Bananen, Birnen oder Erdbeeren
  • schwarzer Tee
  • Süßigkeiten mit Konservierungs- oder Farbstoffen

Das Tagebuch als medizinischer Ratgeber

Beobachten Betroffene Symptome bei sich, sollten sie bei einem Arzt einen Test durchführen lassen. Zuvor ist es ratsam, eine Art Tagebuch zu führen. Wann hat man welche Nahrung zu sich genommen, welche ungewöhnlichen Reaktionen zeigte der Körper daraufhin? Anhand dieser Informationen kann der behandelnde Arzt leichter eine Eingrenzung der Symptome vornehmen.

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