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Apfelmus selber machen

Von Maren Baumgarten
Aktualisiert am 21. Jan. 2020
© Pixabay
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Sie lieben Apfelmus? EAT SMARTER zeigt Ihnen, wie Sie Apfelmus ganz einfach selber machen können – und im Nu können Sie das Fruchtkompott ganz nach Ihrem Geschmack genießen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Apfelmus?
  2. Welche Zutaten gehören in Apfelmus?
    1. Äpfel
    2. Zitronensaft
    3. Zimt
    4. Vollrohzucker
  3. Was sind die Vorteile von selbst gemachtem Apfelmus?
    1. Zucker reduzieren
    2. Restlos glücklich
    3. Haltbar machen
    4. Perfekt für Babys
    5. Vielseitige Zubereitung
  4. Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?
  5. Wie wird selbst gemachtes Apfelmus gelagert?
  6. Für was kann ich selbst gemachtes Apfelmus verwenden?
  7. Unsere Lieblingsrezepte mit Apfelmus
  8. Wissen zum Mitnehmen

„An appel a day keeps the doctor away“. In Apfelmus steckt gleich eine ganze Menge von diesem gesunden Obst. Lecker ist der fruchtige Brei auch noch und mit etwas Zeit leicht selbst gemacht. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, was Sie bei der Zubereitung beachten sollten, wie Sie Ihr Apfelmus lagern können und wie vielseitig die Verwendung ist.

Hier geht es zum selbst gemachten Apfelmus:

Was ist Apfelmus?

Frisches Apfelmus kennen die meisten schon seit ihrer Kindheit, dennoch herrscht ein reges Durcheinander bei den Begriffen. Apfelmus, Apfelbrei und Apfelkompott meinen alle (fast) das Gleiche, nämlich gekochte und pürierte Äpfel, die mit Zucker und Zimt abgeschmeckt werden und je nach Begriff und Region noch mehr oder weniger Stückchen enthalten. Apfelmark hingegen ist abgesehen von Ascorbinsäure ohne weitere Zusätze.

Welche Zutaten gehören in Apfelmus?

Äpfel

Die wichtigste Zutat beim Apfelmus selber machen sind die Äpfel selbst, logisch. Es gibt jedoch rund 4500 verschiedene Sorten, die sich in Geschmack, Säuregehalt und Farbe unterscheiden. Für selbst gemachtes Apfelmus verwenden Sie am besten säuerliche Äpfel, wie Boskoop. Diese zerfallen beim Kochen schneller und durch ihre natürliche Säure wird das Mus nicht so schnell braun. Für ein farbenfrohes Apfelmus sollten Sie rotfleischige Äpfel wie zum Beispiel den Vitalstar verwenden.

Zitronensaft

Etwas Zitronensaft sollte in keinem Apfelmus fehlen, denn es verhindert, dass die Äpfel oxidieren und so das Mus eine braune Farbe bekommt. Zusätzlich bringt der Fruchtsaft eine natürliche Säure mit, die perfekt zu süßen Äpfeln passt. 

Zimt

Typischerweise ist Apfelmus mit Zimt gewürzt. Übrigens bei Zimt lohnt es sich, den etwas teureren Ceylon-Zimt zu kaufen, denn dieser enthält deutlich weniger Cumarin wie der günstige Cassia-Zimt. Cumarin kann in größeren Mengen genossen Leberschäden verursachen.

Vollrohrzucker

Eine Prise Vollrohrzucker rundet den köstlichen Geschmack von Apfelmus durch seine Süße ab. Wie viel Zucker Sie benötigen, ist ganz von Ihrem persönlichen Geschmack, der Wahl der Äpfel und der Art der Verwendung abhängig.

Was sind die Vorteile von selbst gemachtem Apfelmus?

Zucker reduzieren

Häufig ist gekauftem Apfelmus jede Menge Zucker zugesetzt, wohingegen Sie beim Selbermachen bestimmen können, wie viel oder ob überhaupt Zucker rein soll. Möchten Sie ganz auf Zucker verzichten, können Gewürze wie zum Beispiel eine Vanilleschote oder Ingwer ein besonderes Aroma geben und die Süße überflüssig machen. Möchten Sie in Ihrem Alltag den Zucker reduzieren? Dann lesen Sie hier, wie Sie es schaffen, weniger Zucker zu essen.

Restlos glücklich

Im Jahr werfen wir etwa 179 Kilogramm Lebensmittel weg. Häufig sind diese jedoch noch genießbar – so auch bei runzligen, schrumpeligen Äpfeln. Natürlich schmeckt ein knackiger Apfel besser, jedoch ist ein alter Apfel, wenn er frei von Schimmel ist, gesundheitlich total unbedenklich und eignet sich daher perfekt für die Verarbeitung zu selbst gemachtem Apfelmus.

Möchten Sie wissen, wie Sie andere übriggebliebenen Lebensmittel weiterverarbeiten können? Hier gibt's Tipps zur Resteverwertung

Haltbar machen

Haben Sie versehentlich zu viele Äpfel gekauft oder eine große Apfelernte aus dem Garten über, ermöglicht Ihnen das einfache Apfelmus-Rezept die Äpfel haltbar zu machen und so auch außerhalb der eigentlichen Apfelsaison zu genießen.

Perfekt für Babys

Auch Babys und Kleinkinder lieben das von Natur aus süße Apfelmus. Bei dem selbst gemachten Brei können Sie sich sicher sein, dass kein Cassia-Zimt enthalten ist. Gerade für Babys kann das in dem Zimt enthaltene Cumarin schnell Leberschäden hervorrufen. Zudem können Sie die Größe der Apfelstückchen selbst bestimmen oder je nach Alter des Kindes, den Brei auch glatt pürieren.

Vielseitige Zubereitung

Apfelmus schmeckt nicht nur mit Zimt und Zucker gewürzt. Bei dem selbst gemachten Kompott entscheiden Sie, welche Aromen zusätzlich in das Fruchtpüree kommen. Wie wäre es zum Beispiel mit Vanille? Kochen Sie hierfür das Mark und die Schote einer ausgekratzten Vanille mit. Eine weitere leckere Variante ist es, ein Teil der Äpfel durch anderes Obst wie Aprikosen oder Pfirsiche zu ersetzen.

Auf was ist bei der Zubereitung zu achten?

Wenn Sie Apfelmus selber machen möchten, kann fast nichts schief gehen. Damit Ihnen das Mus auch wirklich gelingt, sollten sie zwei Dinge beachten:

  1. Je nachdem, wie viel Wasser Sie verkochen lassen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Apfelmus nicht anbrennt. Rühren Sie im Zweifel häufiger um oder fügen Sie etwas mehr Wasser hinzu. 
  2. Braunes Apfelmus hat nur einen optischen Fehler, um diesen zu vermeiden, sollten Sie die geschnittenen Äpfel so schnell wie möglich verarbeiten oder direkt mit dem Zitronensaft vermengen, da dieser verhindert, dass die Schnittflächen oxidieren.

Wie wird selbst gemachtes Apfelmus gelagert?

Sie können das Apfelmus in einer sauberen Dose oder Glas im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahren. Alternativ können Sie das Apfelkompott direkt nach dem Kochen in ausgekochte Einmachgläser füllen und direkt fest verschließen. So verlängern Sie die Haltbarkeit um circa ein Jahr. Hier geht es zu einem Video, wie Sie Einmachgläser schnell und einfach sterilisieren.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einfrieren des Apfelpürees. Bedenken Sie hierbei, dass das Fruchtmus zu einem Großteil aus Wasser besteht, welches sich beim Einfrieren ausdehnt. Füllen Sie die Dosen, Gefrierbeutel oder Gläser deshalb nicht ganz voll.

Für was kann ich selbst gemachtes Apfelmus verwenden?

Das Fruchtmus ist so vielseitig einsetzbar. Egal ob Sie es pur auf einem Brötchen, im Joghurt, Quark oder Müsli genießen, es schmeckt köstlich. Es passt jedoch auch zu herzhaften Speisen wie Kartoffelpuffer oder Schupfnudeln.

Früher ein Geheimtipp, heute zumindest bei Veganern ein beliebter Trick – Apfelmus als Eiersatz in Kuchen-Rezepten. Etwa 75-80 Milliliter Apfelmus ersetzen ein Hühnerei und bringen natürliche Süße in jeden Kuchen.

Übrigens ist Apfelmus auch ein bewährtes Hausmittel bei Verdauungsproblemen. Bei Durchfall bindet das Pektin aus der Apfelschale Wasser und hilft so gegen einen Flüssigkeitsverlust. Verzehren Sie hier immer nur Apfelmus, welches noch Schalenanteile enthält. Aber auch bei dem gegenteiligen Problem, nämlich leichten Verstopfungen, kann das Apfelmus helfen.

Unsere Lieblingsrezepte mit Apfelmus:

Wissen zum Mitnehmen

Fertiges Apfelmus ist häufig eine versteckte Zuckerfalle. Um diese zu umgehen, können Sie Ihr Apfelmus im Handumdrehen selber machen. Zugleich können Sie schrumpelige Äpfel verwerten und so vor der Mülltonne bewahren. 

Heiß in Einmachgläser gefüllt oder eingefroren, ist das selbst gemachte Apfelmus bis zu einem Jahr haltbar und kann in Kuchen, Joghurt oder auch zu Reibekuchen verwendet werden.

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